Controller-Familie

Optimale Hardware-Software-Kombination zum effektiven Umsetzen von Automatisierungssystemen

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PLC Designer mit optimiertem CoDeSys

Anders als das reine CoDeSys V3 verfügt der neue PLC Designer 3 über eine Reihe weiterer Funktionen, die exakt auf die Hardware von Lenze zugeschnitten sind. Beispielsweise wurde das Timing optimiert und an die CAN-Karte MC-CAN2 angepasst, so dass eine verbesserte Packungsdichte und damit die bestmögliche Ausnutzung der Busperformance auf dem CAN-Bus gewährleistet ist. Ferner wurde das System um eine Gateway-Funktion erweitert, die es Engineering-Umgebungen wie dem L-force Engineer erlaubt, durch die Steuerung bis auf die Feldebene zuzugreifen – speziell für EtherCAT eine besonders sinnvolle Systemerweiterung.

Die wesentlichste Ergänzung ist jedoch die Einbindung des I/O-Systems 1000 in die Steuerungskonfiguration. Die einzelnen I/O-Module können direkt in den Projektbaum im PLC Designer eingefügt werden – der Rückwandbus des I/O-Systems ist nahtlos in die Engineering-Umgebung integriert. Für die Parametrierung des I/O-Systems stehen dedizierte Bedienoberflächen zur Verfügung, mit denen diese Aufgabe besonders einfach erledigt werden kann. Die Parameterstruktur des I/O-Systems 1000, die sich an dem CiA-Profil 401 orientiert, tritt hier in den Hintergrund und schafft Raum für intuitiv bedienbare Benutzeroberflächen – genau so, wie es Anwender erwarten.

Die optimale Controller-Plattform für CoDeSys V3

Parallel zur Einführung der Unterstützung von CoDeSys V3 durch die Engineering-Umgebung PLC Designer hat Lenze auch die passende Controller-Familie in das Lieferprogramm aufgenommen. Sie basiert auf einer vollständig neu entwickelten Plattform, deren Herz ein energieeffizienter Intel-Atom-Prozessor bildet. Dieser ermöglichte eine besonders platzsparende und robuste Bauweise der Controller, da auf einen Lüfter verzichtet werden konnte. Weil die konventionelle Festplatte zudem durch Flash-Speicher ersetzt und eine USV integriert wurde, weisen die Geräte keine rotierenden Teile oder Batterien auf und sind daher weitgehend wartungsfrei. Über den integrierten hochdeterministischen 48-MHz-Rückwandbus besteht die Möglichkeit, Scheiben aus dem I/O System 1000 direkt an den Controller anzureihen. Da dieser mit einem besonders präzisen Zeitstempelmechanismus (1µs) arbeitet, ist der Controller in Verbindung mit schnellen I/O-Scheiben für die Umsetzung kompletter Automatisierungssysteme prädestiniert, die schnelle Mess- und Regelungsfunktionen erfordern.

Schnittstelle zum EtherCAT-Master

Der für den Einsatz als SPS und Bewegungssteuerung ausgelegte Controller besitzt zwei 100-MBit-Ethernet-Schnittstellen mit integriertem Switch und zwei USB-Schnittstellen. Eine dritte Ethernet-Schnittstelle ist für den Betrieb als EtherCAT-Master reserviert. Dank der modularen Bauweise kann der nur 136 Millimeter breite 3221 C mit weiteren Kommunikationsbussen ausgestattet werden. Lenze bietet dafür eine Erweiterungskarte mit zwei untereinander synchronisierten CAN-Bussen an, die CANopen unterstützen. Darüber hinaus steht eine PROFIBUS-Karte zur Verfügung, mit deren Hilfe Anwender des Controllers von der großen Auswahl an verfügbaren PROFIBUS-Feldgeräten profitieren können.

Für die Nutzung eines Datenwechselträges haben die Lenze-Ingenieure das Gerät mit einem SD-Speicherkarten-Slot sowie zwei USB-Schnittstellen versehen. Vier LEDs zeigen den Betriebszustand des Gerätes an und ermöglichen eine schnelle erste Diagnose ganz ohne zusätzliche Diagnosegeräte.

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