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AUTOMATISIERUNGSTREFF

Profibus-Erweiterungen ermöglichen flexiblen Ausbau

| Autor/ Redakteur: Karsten Eichmüller / Reinhard Kluger

Profibus ist in seiner Netztopologie beschränkt, oft ein Manko. Wer aber Repeater einsetzt, frischt das Kommunikationssignal auf, macht es praktisch wieder fit für noch mehr Strecke. Die Folge: Maschinen und Anlagen sind flexibler ausbaubar.

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Sie passen alle auf die Hutschiene: Repeater und Switches für die unterschiedlichsten Aufgaben
Sie passen alle auf die Hutschiene: Repeater und Switches für die unterschiedlichsten Aufgaben
( Archiv: Vogel Business Media )

So ist die Praxis: Üblicherweise sind Profibusnetze als „Linie“ aufgebaut. Und: Mit zunehmender Teilnehmerzahl verringert sich die Länge der Segmente sowie die Ausdehnung pro Segment. Wer aber komplexere Anwendungen realisieren will und nicht nur Standard, der kommt um den Einsatz von Repeatern und Profibus Hubs nicht umhin. Mit ihnen lassen sich vielfältige Aufgaben lösen und völlig neue Anwendungsgebiete erschließen.

Konzipiert für solche Aufgaben sind die Produkte der Baureihe FLEXtra der Systeme Helmholz GmbH. Sie erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Profibusnetzen. Zur Produktline gehören ein Twinrepeater, ein 4fach-Mulitrepeater, ein 6fach-Multirepeater sowie ein aktiver Profibus-Abschluss. Alle diese Geräte sind für die Montage auf der Hutschiene konzipiert.

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Kleine Bauweise für die Hutschiene

So ist der Flextra Twinrepeater trotz seiner kleinen Bauform ein vollwertiger Profibus-Repeater. Er regeneriert das auf der Busleitung ankommende elektrische Signal und sendet es als „NEU“ wieder aus, ein Verfahren, das Bit-Reshaping oder auch Retransmission heißt. Die Signale werden wieder aufgefrischt und in Pegel, Flankensteilheit und Tastverhältnis wieder hergestellt. Unterstützen lassen sich alle Übertragungsraten bis 12MBit/s, erkannt wird die jeweilige Rate automatisch.

Nutzbar ist der Twinrepeater ebenfalls als Busverlängerung bis 1 km Strecke, bei Verwendung von 2 Geräten, oder zum Erhöhen der Teilnehmerzahl als auch zur Anlagenerweiterung. Auch ist die Nutzung in MPI-Netzen problemlos möglich. Als besondere Anwendungsmöglichkeit erlaubt der Flextra Twinrepeater den Aufbau von Stichleitungen als Eigenständiges Segment.

Die integrierten Status-LEDs bieten dem Anwender eine schnelle Übersicht zum jeweiligen Buszustand. Des Weiteren trennt der Flextra Twinrepeater galvanisch beide Profibus-Segmente. Der Anwender hat auch die Möglichkeit, die Repeating-Funktion abzuschalten. Dabei werden die Segmente getrennt, bleiben aber jedes für sich funktionsfähig. Gleichzeitig trennt der Repeater galvanisch die Empfangs- und die Sendeleitung. Zum Deaktivieren der Repeatfunktion ist auf dem Repeater ein Schalter angebracht.

Diese Funktionen können dazu benutzt werden:

  • um ein weiteres Segment an einen vorhandenen Profibus anzuhängen. Dadurch lässt sich die Zahl der Teilnehmer am Profibus um bis zu 31 weitere erhöhen und
  • um eine längere Leitungsdistanz zu überbrücken, ohne dass sich dadurch die Übertragungsrate verringert.
  • Der FLEXtra twinRepeater wird mit Hilfe von Profibus-Steckern in das Netzwerk eingeschleift und ermöglicht auf diese Weise die Verlängerung, Segmentierung oder Verzweigung des Profibus ohne große Installationen. Der FLEXtra twinRepeater muss über eine externe Spannungsversorgung betrieben werden. Und: An einen Repeater können in einem Subnetz max. 31 Teilnehmer angeschlossen werden, aber durch Zwischenschalten weiterer Repeater lässt sich die Teilnehmerzahl weiter erhöhen.

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