Ortsflexible IndustrieRoboter

Roboter mit Selbststeuerung unterstützen flexible Fertigung mit kurzen Taktzeiten

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Präzise Selbstlokalisierung des Roboters spart mächtig Zeit und Kosten

„Ein wesentlicher Vorteil unserer Roboterlösung ist die Kombination aus Flexibilität, Genauigkeit und Geschwindigkeit, die derzeit weltweit konkurrenzlos ist“, so Stefan Riesner. Durch die zuverlässige Selbstlokalisierung des mobilen Roboters entfällt außerdem der oftmals hohe Zeit- und Kostenaufwand für die Programmierung, der den Einsatz von stationären Industrierobotern besonders bei kleinen Losgrößen, hoher Variantenvielfalt und schnellen Produktwechseln häufig unrentabel macht.

Tempo beim Datenaustausch: Die Robotersteuerung muss für eine Bewegung von 15 cm in drei Sekunden 1.500 Positionen verarbeiten (Archiv: Vogel Business Media)

Die Inbetriebnahme und Bedienung des Systems erfordert keine Programmierkenntnisse. Der Bediener legt im Teach-In-Verfahren einmalig die geplanten Arbeitsabläufe des Roboters fest. Die Steuerungssoftware errechnet daraus im Betrieb alle für den Programmablauf erforderlichen Werte und korrigiert mit Hilfe der Sensordaten automatisch Abweichungen gegenüber der ursprünglichen Position des Roboters und der Objekte. Dadurch ist es möglich, den bisherigen Programmieraufwand drastisch zu reduzieren und durch ein hohes Maß an Selbststeuerung zu ersetzen.

Die Mobilität des Roboters macht zugleich ein anpassungsfähiges Sicherheitssystem notwendig. Es besteht aus einem dreidimensionalen Modell der Arbeitszelle, mit dessen Hilfe sich in Echtzeit prüfen lässt, ob sich der Roboter auf einer kollisionsfreien Bahn bewegt. Dabei werden nicht nur drohende Kollisionen mit anderen Robotern rechtzeitig erkannt, sondern auch Zusammenstöße mit allen weiteren Objekten in der Umgebung zuverlässig verhindert.

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