Verbindungstechnik

Schonende Klemmverbindung in leistungsstarkem Prallbrecher

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Robuste Komponenten sorgen für Zuverlässigkeit

Neben Montage und Staubdichtigkeit des Schaltschranks hat man bei der Konstruktion auch darauf geachtet, möglichst robuste Komponenten zu verwenden. „Unsere Maschinen sind weltweit im Einsatz“, sagt Huber, „und ein Serviceeinsatz wäre entsprechend aufwendig.“ Wegen eines defekten Relais oder einer fehlerhaften Klemmverbindung sollte möglichst kein Servicetechniker auf die Reise geschickt werden. In beiden Fällen verwendet man deswegen Produkte von Wago.

Über die Relais schaltet die Steuerung sämtliche Verbraucher auf der Maschine, dazu gehören beispielsweise Hydraulikventile und Pumpen. Zum Einsatz kommen hier Komponenten der Baureihe 859, die Ströme bis 6 A schalten können. Die Relais mit einer Baubreite von 6 mm sind staubdicht. Zwangsgeführte Silberkontakte mit einer Zinnoxid-Beschichtung garantieren zudem eine hohe Lebensdauer.

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Um höhere Ströme bis zu 16 A zu schalten, verwendet Kleemann steckbare Relais der Serie 788 mit einer Breite von 15 mm. Sollte trotz der robusten Ausführung einmal ein solches Relais ausfallen, sind die Ersatzteile weltweit sehr einfach zu beschaffen und leicht vor Ort austauschbar.

Die Anschlusstechnik

Für die Anschlusstechnik hat man sich bei Kleemann für die Topjob-S-Reihenklemmen von Wago entschieden. Über eine Klemmenleiste werden sämtliche Verbindungen zwischen Schaltschrank und Peripherie realisiert. Angebunden sind neben den Verbrauchern und Aktoren auch die Sensoren, die an verschiedenen Stellen der Maschine Messwerte aufnehmen und an die Steuerung weitergeben.

Ein typisches Beispiel ist ein Beschleunigungssensor in der hydraulisch betätigten Schwinge. Beim Start der Maschine wird die Schwinge langsam auf den sich drehenden Brecher zubewegt. Sobald sich Schwinge und Brecher berühren, reagiert der Beschleunigungssensor, sodass darüber der Nullpunkt festgestellt werden kann. Anschließend stellt die Steuerung den gewünschten Abstand zwischen Schwinge und Brecher ein.

Damit diese und weitere Funktionen der Maschine problemlos funktionieren, müssen die elektrischen Verbindungen trotz der Vibrationen sehr zuverlässig sein. „Die Cage-Clamp-Technik in den Topjob-S-Klemmen hat uns hier überzeugt“, erläutert Huber: „Viele andere Klemmtechniken haben den Nachteil, dass eine scharfe Kante den Leiter festklemmt.“

Dies führte laut Huber in der Vergangenheit häufig dazu, dass die Klemme den Leiter bei den auftretenden Vibrationen mit der Zeit abschert. Die Topjob-S-Klemmen haben diesen Nachteil nicht, da der Federzugmechanismus den Leiter gegen eine abgerundete Fläche drückt. Die Klemme hat sehr hohe Haltekräfte, obwohl der Leiter viel schonender festgehalten wird.

Stromversorgung für den Schaltschrank

Um die Komponenten im Schaltschrank mit der benötigten Spannung von 24 V zu versorgen, setzen die Entwickler bei Kleemann auf Netzgeräte, die ebenfalls von Wago kommen. Auch hier spielten Qualität und Zuverlässigkeit die Hauptrolle bei der Entscheidung, allerdings musste noch ein ganz anderes Problem bedacht werden: Der Dieselmotor wird durch die Steuerung gestartet, wenn der Benutzer am Bedieninterface den entsprechenden Befehl gibt.

Der hohe Strombedarf des Starters während des Startvorgangs sorgt dafür, dass die Versorgungsspannung kurzfristig einbricht. Dies führt wiederum dazu, dass die Steuerung automatisch abschaltet und neu bootet. Um dies zu umgehen, ist im Schaltschrank ein kapazitiver Puffer verbaut, der die Spannungsversorgung der Steuerung aufrechterhält, bis der Generator ausreichend Energie liefert.

Die hier verwendeten Puffermodule vom Typ 787-880 von Wago arbeiten mit Doppelschichtkondensatoren als Energiespeicher. Diese haben im Vergleich zu herkömmlichen Elektrolyt-Kondensatoren den Vorteil, dass sie die Energie sehr lange speichern können. Da Maschinen wie die Mobirex von Kleemann in der Regel über Nacht komplett abgeschaltet werden, ist dies besonders wichtig, damit am nächsten Morgen die Maschine ohne Probleme startet.

Komplettservice zusammen mit Systempartner

Mit der Lieferung der Schaltschränke hat Kleemann einen Systempartner beauftragt. Die Firma TPS Technopartner Samtronic GmbH fertigt und bestückt die Schaltschränke komplett und ist auch für die Programmierung der Steuerung zuständig.

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Die Klemmen und die Relais kommen von Wago fertig auf Hutschienen bestückt und beschriftet zu TPS. Der Systempartner baut diese Schienen in den Schaltschrank ein und ergänzt die übrigen Komponenten. Dadurch kann die Lieferung der fertigen Schaltschränke sehr schnell realisiert werden.

* Klaus Hörz arbeitet als technischer Vertriebsberater bei WAGO Kontakttechnik in Minden.

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