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Schwachstelle Mensch: 46 Prozent der Cybersecurity-Vorfälle verschulden Mitarbeiter

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40 Prozent der Mitarbeiter vertuschen den Vorfall

Aus Angst vor möglichen Konsequenzen halten sich Mitarbeiter bei der Meldung von Cybersicherheitsvorfällen zurück – laut der Kaspersky-Studie geschieht dies bei 40 Prozent der Unternehmen. Die Folgen sind gravierend, denn Sicherheitsexperten müssen Cybersicherheitsvorfälle so schnell wie möglich identifizieren, um sie adäquat bekämpfen zu können. Statt mit strengen Regeln und Konsequenzen zu drohen, sollten Unternehmen daher die Aufmerksamkeit und den Kooperationswillen fördern.

Ein ahnungsloser Mitarbeiter ist das größte Cybersecurityrisiko für ein Unternehmen – vor allem, wenn er seine Fehler vertuscht.
Ein ahnungsloser Mitarbeiter ist das größte Cybersecurityrisiko für ein Unternehmen – vor allem, wenn er seine Fehler vertuscht.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Slava Borilin, Security Education Program Manager bei Kaspersky Lab, erklärt: „Cybersicherheit ist nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch eine Frage der Unternehmenskultur. Das sollte auch dem Top-Management und den Personalabteilungen bewusst sein.“ Wenn Mitarbeiter Vorfälle vertuschen, habe das gute Gründe: zu strenge und unklare Richtlinien, zu viel Druck oder die Suche nach Schuldigen. Das alles bringe Mitarbeiter dazu, aus Angst die Wahrheit zu vertuschen. Weit bessere Ergebnisse bringen eine positive Kultur der Cybersicherheit, die auf Awareness-Bildung und Informationsfluss setzt und von der Unternehmensleitung vorgelebt wird.

Kombination aus personellen und technischen Maßnahmen hilft

Unternehmen wissen inzwischen um die Bedeutung der Mitarbeiter für ihre Sicherheit. Jedes Zweite (52 Prozent) sieht im Personal das schwächste Glied der IT-Sicherheitskette und jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) möchte aus diesem Grund Weiterbildungsmaßnahmen durchführen. Das ist die zweithäufigste Maßnahme für mehr Sicherheit nach dem Einsatz besserer Software (43 Prozent).

Der Königsweg für die Vermeidung von menschlichen Cybersicherheitsfehlern liegt laut Kaspersky in der Kombination von technischen und personellen Maßnahmen:

  • Personelle Maßnahmen: Sicherheitstrainings, klar und knapp formulierte Richtlinien, Weiterbildungs- und Motivationsmaßnahmen sowie ein positives Betriebsklima.
  • Technologische Lösungen: Über Endpoint-Sicherheitslösungen lassen sich menschliche Fehler von Mitarbeitern eindämmen. Über vorkonfigurierte Schutzmaßnahmen und erweiterte Sicherheitseinstellungen können hierbei auch spezielle Anforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Konzernen berücksichtigt werden.

Die Studie wurde von B2B International im Auftrag von Kaspersky Lab durchgeführt. Dazu wurden weltweit mehr als 5.000 Unternehmen befragt.

Quiz: Könnte Cybersicherheit Ihr Kündigungsgrund sein?

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen man Sie kündigen könnte: wiederholte Verspätung, Sicherheitsmissbrauch, Trunkenheit, etc. Meist sind es Dinge, die Sie unter Kontrolle haben. Cyberbedrohungen sollten allerdings jeden zum Nachdenken bewegen. Obwohl Cybervorfälle bis jetzt noch kein gängiger Kündigungsgrund sind, glauben viele Experten, dass sich das bald ändern wird.

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