Suchen

Sicherheitstechnik

Sicherheitslösungen für alle Branchen und Anforderungen

| Redakteur: Rebecca Näther

Auf der diesjährigen SPS präsentiert Euchner seine Produkte der Sicherheitstechnik, die in unterschiedlichsten Industrien für den Schutz von Mensch, Maschine und Produktionsgut sorgen.

Firma zum Thema

Das Türzuhaltungssystem CTM für den Einsatz an kleinen und leichten Türen und Klappen eignet sich durch sein spezielles Design beispielsweise für Anwendungen im Werkzeugmaschinenbau sowie in der Verpackungs- und Lebensmittelbranche.
Das Türzuhaltungssystem CTM für den Einsatz an kleinen und leichten Türen und Klappen eignet sich durch sein spezielles Design beispielsweise für Anwendungen im Werkzeugmaschinenbau sowie in der Verpackungs- und Lebensmittelbranche.
(Bild: Euchner)

Zu den Produkten, die auf der SPS gezeigt werden, zählen der kompakte Sicherheitsschalter mit Zuhaltung CTM, die Schutztürabsicherungen MGB2 Modular und MBG2 Classic sowie das Duo bestehend aus dem Sicherheitsschalter CES-C07 für kleine Anlagen und Klappen mit dem Sicherheitsmodul ESM-CB. Applikationsbeispiele aus dem Werkzeug- und Verpackungsmaschinenbau sowie der Automobilindustrie zeigen dem Besucher einen kleinen Ausschnitt der Anwendungsfelder und Branchen, in denen die Sicherheitslösungen der Firma zum Einsatz kommen.

Türzuhaltungssystem für beengte Verhältnisse

Das Türzuhaltungssystem CTM verfügt über Abmessungen von 120 x 36 x 25 mm. Damit soll er den aktuellen Marktbedürfnissen Rechnung tragen, denn für die Sicherheitstechnik steht innerhalb des Maschinendesigns immer weniger Platz zur Verfügung. Der flexible, Elastomer-gelagerte Kugelbetätiger gestattet die Absicherung von Türen mit Schwenkradien ab 150 mm. Mit seiner speziellen Hygieneausführung ist das System besonders für die Lebensmittel- oder Pharmabranche geeignet. Die bistabile Zuhaltefunktion des Sicherheitsschalters sorgt dafür, dass die Zuhaltung bei Stromausfall oder beim Abschalten der Anlage in ihrem aktuellen Zustand verbleibt: So bleibt die Tür zugehalten, wenn sie vorher bereits zugehalten war. War die Zuhaltung vorher nicht aktiviert, lässt sich die Tür ebenso beliebig öffnen und schließen.

Bildergalerie

Mit dem Türzuhaltungssystem sicher in die Zukunft

Zukunftssicherheit in Hinblick auf Industrie 4.0 soll das Produkt durch seine intelligenten kommunikativen Fähigkeiten bieten. So lässt es sich mit anderen Geräten des Herstellers in Reihe schalten. Die integrierte Schnittstelle ermöglicht zudem die Anbindung an das Auswertegerät ESM-CB, das die Daten via IO-Link an die übergeordnete Steuerungsebene weitergibt.

Mehr Individualisierung bei Schutztürsystemen

Die Lösungen MGB2 Modular und MGB2 Classic zur Absicherung von Schutztüren und Zäunen gehören zur zweiten Generation der Multifunctional Gate Box (MGB). Die Systeme verfügen über einen hohen Individualisierungsgrad dank mehr verfügbarer Varianten, mehr Funktionen sowie vielfältiger Vernetzungsoptionen und Möglichkeiten für Industrie-4.0-Anwendungen.

Die Schutztürabsicherungen sind modular konzipiert. Durch die beliebige Kombination mit einer Vielzahl frei wählbarer Submodule lassen sich viele individuelle Anforderungen an Schutztürsysteme realisieren. Die Submodule können z.B. mit Drucktastern, Wahlschaltern, Schlüsselschaltern oder Not-Halt-Tastern bestückt werden.

Anbindung der Schutztürabsicherungen

Bei der Multifunctional Gate Box MGB2 Modular ist das eigentliche Zuhaltemodul baulich separiert vom Busmodul mit integriertem Profinet / Profisafe. Mit Hilfe von zwei Submodulen sind insgesamt bis zu sechs unterschiedliche Bedienelemente im Zuhaltemodul integrierbar. Mit dem Erweiterungsmodul MCM kann die Funktionalität der MGB2 Modular nochmals erweitert werden. Anders als die Variante Modular kommuniziert die Classic-Ausführung nicht über ein Bussystem, sondern wird direkt an die jeweilige Steuerung angebunden. Sie eignet sich deshalb für nicht-vernetzte, parallel verdrahtete Anlagen.

Sicherheitsschalter und Sicherheitsmodul als Duo

Mit dem Sicherheitsschalter CES-C07 und dem Sicherheitsmodul ESM-CB zeigt das Unternehmen auf der SPS ein Duo, das neue Freiheiten bei der Konzeption von Safety-Lösungen für kleinere Anlagen eröffnen soll. Gemeinsam sind sie in der Lage, auf Industrie-4.0-Niveau zu kommunizieren und erreichen Anforderungen bis zur Sicherheitsfunktion Kategorie 4 und dem Performance Level e (PLe). Dies soll Vorteile hinsichtlich der Maschinenverfügbarkeit mit sich bringen: Bei Sicherheitsschaltern ohne Kommunikation war es bei Reihenschaltungen von Sensoren nur mit hohem Aufwand möglich, denjenigen Schalter zu lokalisieren, der einen Maschinenstopp ausgelöst hat. Die anschließende Fehlersuche war oft schwierig und sorgte für unnötig lange Stillstandzeiten, erklärt der Hersteller.

Der Sicherheitsschalter und das Sicherheitsmodul können daher für eine Verkürzung der Stillstandszeiten sorgen. Denn der Sicherheitsschalter liefert prozessrelevante Parameter in Echtzeit. So lassen sich akute Probleme identifizieren und Informationen für die präventive Wartung gewinnen. Die Sensoren messen beispielsweise relevante Umgebungsparameter und signalisieren rechtzeitig, ob in Kürze ein Ausfall der Anlage droht. Auch Manipulationsversuche meldet das System. In Kombination mit dem Sicherheitsmodul werden diese Informationen automatisch von jedem Schalter in der Kette abgefragt und via IO-Link der Steuerung zur Verfügung gestellt.

Sichere Betriebsartenwahl an Maschinen mit Schlüsselsystem

Für Wartungs- und Servicearbeiten müssen auch heute noch an vielen Maschinen und Anlagen vorhandene Schutzeinrichtungen überbrückt, also manipuliert werden, da geeignete Betriebsarten fehlen. Durch das Bereitstellen einer Betriebsartenwahl wird dem Bediener die Möglichkeit gegeben, die benötigte Betriebsart auszuwählen und die geeignete Schutzeinrichtung zu aktivieren. Um eine komfortable und den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Betriebsartenwahl zu realisieren, eignet sich das elektronische Schlüsselsystem EKS, das die Firma auf der Messe ausstellt.

Das System besteht aus einer Lesestation sowie mindestens einem elektronischen Schlüssel. Der Schlüssel enthält einen beschreibbaren Speicher, der mehrere Möglichkeiten bietet, die Betriebsartenwahl zu verbessern und sicherer zu machen. EKS Schlüssel können Personen individuell zugeordnet werden. So wird die Verantwortung an den Inhaber des Schlüssels übergeben und damit verhindert, dass Schlüssel weitergegeben werden oder stecken bleiben. Ein Vorteil im Vergleich zu Passwörtern und Schlüsseln besteht darin, dass ein EKS-Schlüssel nicht einfach kopiert werden kann. Zudem behalten Anwender stets den Überblick über den Nutzerkreis, denn die Zugriffsverwaltung erfolgt durch individuelle Speicherung von Berechtigungen. Geht ein Schlüssel verloren, kann dieser gesperrt werden.

Schlüsselsystem mit Datenschnittstelle oder als Light-Version

Insgesamt sind zwei verschiedene Systeme verfügbar: das EKS mit Datenschnittstelle und das EKS Light. Das System mit Datenschnittstelle verfügt über einen Schlüssel mit einem frei programmierbaren Speicher. Mit diesem Produkt lassen sich neben der Betriebsartenwahl gleichzeitig weitere Applikationen wie z.B. Zugang zu Steuerungen/Betriebsparametern, Eintrag eines Ablaufdatums, realisieren. Die Daten des Schlüssels werden von der Lesestation über die Datenschnittstelle (z.B. Profinet, Profibus, USB Ethernet TCP/IP) an die Steuerung übertragen. Das EKS Light besitzt fünf Ausgänge und die Auswertung des Schlüssels erfolgt direkt im Gerät. Durch die integrierte Auswertung kann das System nur eine einzige Funktion übernehmen, z.B. die Kontrolle des Zugangs zur Betriebsartenwahl. Der Anschluss der Ausgänge erfolgt dabei direkt an die Steuerung oder falls erforderlich auch an die Sicherheitstechnik.

SPS: Halle 7, Stand 280

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46190463)