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So sorgen Relaismodule mit zwangsgeführten Kontakten für Sicherheit

| Redakteur: Ines Stotz

Wenn Kontaktsätze von Relais verschleißen und verschweißen, kann das fatale Folgen haben. Deshalb müssen mögliche Fehler bei der sicherheitsrelevanten Schaltung erkannt und gemeldet werden.

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Relais mit den zwangsgeführten Kontakten kommen vorzugsweise bei sicherheitstechnischen Einrichtungen für den verlässlichen Personenschutz wie hier in der Industrie zum Einsatz.
Relais mit den zwangsgeführten Kontakten kommen vorzugsweise bei sicherheitstechnischen Einrichtungen für den verlässlichen Personenschutz wie hier in der Industrie zum Einsatz.
(Bild: ©romaset - stock.adobe.com)

Die entscheidende sicherheitsrelevante Eigenschaft von zwangsgeführten Kontakten ist, dass mindestens zwei Kontakte so miteinander verknüpft sind, dass Öffner und Schließer unter keinen Umständen gleichzeitig geschlossen sein können. Die Schließer sind in Hauptstromkreisen zu finden und schalten die betriebsmäßige Last des Schaltgeräts ein und aus. Die Folge von Kontaktverschleiß ist ein Verschweißen der Kontakte: Tritt dies bei einem Schließerkontakt ein, garantieren die zwangsgeführten Kontakte, dass der korrespondierende Öffner auf keinen Fall schließt. Die Relais bieten einen zuverlässigen Kontaktabstand von mindestens 0,5 mm – über die vollständige Lebensdauer des Schaltgeräts.

Relais mit zwei bis sechs Kontakten

Die Serie 7S von Finder umfasst verschiedene Ausführungen von Relaismodulen mit zwangsgeführten Kontakten für Sicherheitsanwendungen in unterschiedlichen Bereichen.
Die Serie 7S von Finder umfasst verschiedene Ausführungen von Relaismodulen mit zwangsgeführten Kontakten für Sicherheitsanwendungen in unterschiedlichen Bereichen.
(Bild: Finder)

Die Serie 7S von Relaishersteller Finder besteht aus Relaismodulen mit zwangsgeführten Kontakten, die eine überprüfbare Abschaltfunktion bieten und Fehlerszenarien bei unterschiedlichen Anwendungen verhindern – im Verkehr, in der Industrie und bei Aufzügen aller Art. Sie umfasst verschiedene Ausführungen von elektromechanischen 6 – 10 A Elementarrelais mit zwangsgeführten Kontakten für Sicherheitsanwendungen nach DIN EN 61810-3, Typ A. Die Relais der Serie 7S sind mit

  • zwei Kontakten (1 NO + 1 NC),
  • drei Kontakten (1 NO + 2 NC),
  • vier Kontakten (2 NO + 2 NC und 3 NO + 1 NC)
  • oder sechs Kontakten (4 NO + 2 NC) erhältlich.

Sie sind für AC oder DC-Spulenansteuerung mit LED-Statusanzeige für unterschiedliche Nennspannungen verfügbar. Bei einer Auslegung der Anwendung nach ISO/EN 13849 ist Performance Level „d“ erreichbar.

Außerdem bietet Finder die Relais mit Schraubklemmen oder der zeitsparenden Zugfedertechnik an. Das Gehäuse der 2-, 4- und 6-poligen Varianten ist einheitlich 22,5 mm breit, das der neuen Relaisvariante mit drei Kontakten nur schlanke 17,5 mm. Alle Typen sind für die Montage auf 35 mm-Tragschienen nach DIN EN 60715 TH35 ausgelegt, außerdem ist die komplette Serie 7S ist mit cadmiumfreien Kontakten ausgestattet.

Veranstaltungstipp Auf dem Anwenderforum „Relaistechnik“, das am 17. und 18. Oktober 2019 stattfindet, erklären Experten in Best-Practice-Bespielen die Realisierung von Schaltaufgaben in Maschinen, Geräten, Systemen oder bei der Prozessteuerung vor. Darüber hinaus werden Besonderheiten spezieller Relais betrachtet und die Relaisentwicklungen im Kontext zu Smart Grid, Energy Storage, Smart Home und Automotive aufgezeigt.
Mehr Informationen: Anwenderforum Relaistechnik

Sicherheitsanwendungen in Verkehr und Kommune

Die Relais 7S.43 und 7S.63 von Finder eignen sich für Anwendungen mit dem hohen Sicherheitsintegritätslevel 3 (SIL3). Dazu gehört die Schaltung von elektrischen Prozessen in der Bahn, vor allem das Öffnen und Schließen von Türen, das An- und Ausschalten der Beleuchtung, die Regelung der Heizung, Steuerungen in der Energieversorgung von E-Locks und Sicherheitseinrichtungen zum elektrischen Koppeln von Wagons. Speziell für diese Anwendung entsprechen die Materialien der Relais der Norm zum Brandschutz in Schienenfahrzeugen nach EN 45545-2+A1:2016.

Zudem spielen die sicherheitstechnischen Komponenten in Aufzügen, Fahrstühlen und Rolltreppen eine gewichtige Rolle.

Sicherheitsanwendungen in der Industrie

Daneben kommen die Relais mit den zwangsgeführten Kontakten vorzugsweise bei sicherheitstechnischen Einrichtungen in der Industrie zum Einsatz, um zuverlässige Sperren zum Personenschutz bei maschinellen Anlagen einzurichten. Hierzu gehören Industrieroboter, Stanz- und Holzverarbeitungsmaschinen, automatische Lagersysteme und Waschanlagen sowie Hebewerkzeuge und Kräne. Auch die Schaltungen in Anlagen zum Bearbeiten gefährlicher Stoffe wie in der petrochemischen Industrie, in Stahlwerken oder kommunalen Kläranlagen werden vorzugsweise mit den 7S-Relais ausgestattet.

Fazit: Die unterschiedlichen Varianten von Finders Relaisserie 7S bieten ein breites Portfolio für spezifische Sicherheitsanwendungen in verschiedenen Bereichen und können so lebensrettende Maßnahmen einleiten. Mit den kleinen, 22,5 mm breiten elektrischen Einheiten werden Menschen im Gefahrenfall zuverlässig geschützt: Der sichere Zustand wird durch ein Notprogramm einer übergeordneten Schaltung – zum Beispiel eine SPS – erreicht, für deren Ansteuerung die Relais mit zwangsgeführten Kontakten zuverlässig sorgen.

Anwendertreff Maschinensicherheit Die Maschinensicherheit ist ein wichtiges Thema: Die richtigen Normen müssen berücksichtigt und die Anforderungen der Maschinenrichtlinie müssen eingehalten werden. Der Anwendertreff Maschinensicherheit unterstützt Entwickler und Konstrukteure , die funktionale Sicherheit von Maschinen und Anlagen zu gewährleisten.
Mehr Infos: Anwendertreff Maschinensicherheit

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