Anlässlich unseres 100-jährigen Bestehens präsentieren wir – elektrotechnik AUTOMATISIERUNG – die Pioniere der industriellen Automation. In einer exklusiven Berichtserie zeigen wir deren Errungenschaften. Mit den Wegbereitern der Automation lassen wir Technologien und Entwicklungen Revue passieren, betrachten die Gegenwart und wagen einen Blick in die Zukunft!

3D-Sensortechnologie & Cloud

So verbessert das Zusammenspiel von Sensorik und Datenwolke den Produktionsalltag

| Redakteur: Ines Stotz

In einer 3D-Datenwolke konnten sich die Messebesucher bei Pepperl+Fuchs selbst sehen. Diese Pixelwolke symbolisiert Produktionsdaten, welche per NeoNeon-Cloud-System weltweit zur Verfügung gestellt werden – individualisierte Produktion in Losgröße 1.
In einer 3D-Datenwolke konnten sich die Messebesucher bei Pepperl+Fuchs selbst sehen. Diese Pixelwolke symbolisiert Produktionsdaten, welche per NeoNeon-Cloud-System weltweit zur Verfügung gestellt werden – individualisierte Produktion in Losgröße 1. (Bild: Pepperl+Fuchs)

Viele Messebesucher sahen im Frühjahr in Hannover zum ersten Mal ihrem digitalen Abbild in die Augen. Sie konnten so auf dem Messestand von Pepperl+Fuchs unmittelbar und hautnah erleben, was Industrie 4.0 bedeutet.

Beispielhaft demonstrierte das Mannheimer Unternehmen Pepperl+Fuchs mit seinem Exponat Connected Customization im Rahmen seines Solutions Park die Möglichkeiten eines intelligenten Multi-Sensor-Systems in Echtzeit. Dahinter steht die Interaktion zwischen Sensor-Technologie, Datenwolke und Produktion in Losgröße 1.

Produktion in Losgröße 1 unmittelbar erleben

Der Messebesucher wurde von sechs 2D-LiDAR-Sensoren der Baureihe R2000 von Kopf bis Fuß dreidimensional gescannt. Die exakt aufeinander kalibrierten, präzisen Geräte liefern dabei enorme Datenmengen. Die daraus erzeugten Konturdaten stehen in einem Standard-Datenformat in der NeoNeon-Cloud von Neoception, einer Tochtergesellschaft von Pepperl+Fuchs, weltweit zur Weiterverarbeitung bereit. Auf der Messe wurden sie in eine Grafik umgewandelt und auf die Titelseite eines personalisierten Messemagazins gedruckt, können aber auch als Grundlage für die Herstellung eines 3D-Abbildes überall auf der Welt dienen. So erlebten die Besucher aus nächster Nähe, was Produktion in Losgröße 1 bedeutet.

Demonstrator veranschaulicht Praxiszweck

Was heißt das für die Praxis? „Connected Customization ist interessant für die Bereitstellung von Daten für verteilte Produktionen mit hohen Anforderungen an die Flexibilität – Stichwort Losgröße 1 – die 3D-Erfassung für Qualitätssicherung oder auch für Positionieraufgaben, zählt Benedikt Rauscher, Leiter für globale IoT- und Industrie-4.0-Projekte bei Pepperl+Fuchs auf. Er hebt das Besondere an dieser Lösung hervor: multisensorisches Generieren von 3D-Daten, cloudbasierte Bereitstellung von Fertigungsdaten und Nutzung eines standardisierten Datenformates.

Beim Übergang zwischen Industrie-4.0-Produktionsschritten müssten Daten so bereitgestellt werden, dass Systeme herstellerübergreifend und ortsunabhängig darauf zugreifen können. Benedikt Rauscher: „Mit Connected Customization zeigen wir die Fusion von Daten aus mehreren Sensoren in ein Standardformat sowie die Vernetzung von Produktionseinheiten.“

Meilenstein der Automation: Vom Näherungsschalter zu Industrie 4.0

Sensorik

Meilenstein der Automation: Vom Näherungsschalter zu Industrie 4.0

28.09.18 - Es ist durchaus üblich, dass Produkte und Geschäftsmodelle sich im Laufe einer Firmengeschichte verändern. Bei Pepperl+Fuchs wird der stetige Wandel sogar aktiv vorangetrieben, indem immer neue Technologien – auch anderer Branchen – identifiziert und in neuen Produkten und Lösungen aufgegriffen und nutzbar gemacht werden. lesen

Intelligente Multi-Sensor-Systeme mit Scan-Technologie von Pepperl+Fuchs sind nicht nur in der Lage, große Bauteile und ganze Räume zu erfassen, sondern können kleine und große Objekte, Maschinen sowie Menschen präzise scannen und erfassen.

Die Anwendung demonstriert demnach wie sich Kundenwünsche und -anforderungen flexibel und individuell in der Produktion realisieren lassen. Weltweit verfügbare Daten erlauben es außerdem, die Effizienz und Auslastung von Produktionsanlagen zu optimieren. Und: Es zeigt einleuchtend, wie leicht sich heute schon bestehende Maschinen und Anlagen für Industrie 4.0 ertüchtigen lassen.

BUCHTIPPDas Buch „Industriesensorik“ beschreibt die Entwicklung und die praktische Anwendung der wichtigsten Sensoren. Durch anwendungsbezogene Fehleranalysen von Messsystemen, Sensoren und Sensorsystemen, jeweils ergänzt durch viele detaillierte, vollständig durchgerechnete Anwendungsbeispiele, eignet sich das Buch nicht nur für Studenten, sondern auch für Ingenieure und Techniker verschiedener Fachrichtungen.

Wie Sensoren funktionieren und wo sie eingesetzt werden

Sensor

Wie Sensoren funktionieren und wo sie eingesetzt werden

03.06.19 - Sie sind die Schnittstelle zur Außenwelt und machen die intelligente Fabrik erst möglich: Sensoren. Wie Sensoren funktionieren und welche Sensorik sich für welche Anwendungen eignet, das erklären wir in unserem Artikel. lesen

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