Nachgefragt: 3 Experten zu Bildverarbeitungs-Trends – Teil 2

Symphonieorchester IBV und Automation

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Ist denn das Potenzial, was Bildverarbeitungssysteme in Zukunft leisten können, den industriellen Anwendern ausreichend bekannt? Oder wird es eher die aktuellen Entwicklungen antreiben? Was muss angepackt werden, auch im Hinblick auf Ausbildung und Studiengänge?

Christian Jeske: Marketing Direktor bei Pyramid Computer
Christian Jeske: Marketing Direktor bei Pyramid Computer
(Bild: Pyramid)

Christian Jeske: Inzwischen haben die industriellen Anwender das Potenzial, das Bildverarbeitungssysteme leisten können, erkannt. So sehen wir ständig neue Einsatzbereiche, die vor allem durch neue Technologien, wie beispielsweise 3D-Datenerfassung oder auch die Gestensteuerung, vorangetrieben werden. Diese bieten großes Potenzial im industriellen Umfeld der Automatisierung, Inspektion, Qualitätssicherung oder Oberflächenkontrolle. Ebenfalls befeuern immer leistungsfähigere IPC-Lösungen zu kostengünstigen Preisen diesen Trend. Der Markt ist zurzeit sehr dynamisch und viele neue Technologien finden Einzug in die Industrie. Aus diesem Grunde veranstaltet Pyramid Computer mit Technologiepartnern wie Intel, Microsoft und Matrix Vision ein jährliches IBV-Summit, um die neuesten Endwicklungen und Trends mit Experten und Branchenkennern zu diskutieren. Inhaltliche Highlights sind neben den Vorträgen von Microsoft zu Windows 10 IoT, Intel zu neuester Mikroarchitektur Skylake sowie Sony zu Abkündigung der CCD-Sensoren und neue CMOS-Sensoren, eine Podiumsdiskussion zum Thema neue Technologien für Gestensteuerung. Aufgrund der zunehmenden Wichtigkeit und Bedeutung von Gestensteuerung wird diesem Thema ein besonderes Augenmerk gewidmet. Neue Technologien zur 3D-Datenerfassung werden umfangreich abgegrenzt, diskutiert und das Potential im industriellen Umfeld der Automatisierung, Inspektion, Qualitätssicherung oder Oberflächenkontrolle präsentiert.

Jürgen Finner: Vertriebsleiter bei Stemmer Imaging
Jürgen Finner: Vertriebsleiter bei Stemmer Imaging
(Bild: Stemmer Imaging)

Jürgen Finner: Nach unseren Erfahrungen setzen immer mehr Endanwender auf das Werkzeug Bildverarbeitung, um die Qualität ihrer Produkte zu prüfen und sicherzustellen. Für viele dieser Anwender ist diese Technologie noch relativ neu, und natürlich entstehen Ideen für weitere Anwendungsfälle hier erst mit zunehmender Erfahrung. Aber auch Bildverarbeiter mit langjährigem Know-how in diesem Bereich finden immer neue Aufgaben, die mit dieser Technologie gelöst werden können. Diese Tatsache macht es übrigens auch so unglaublich spannend, in diesem Bereich zu arbeiten. In Deutschland gibt es leider immer noch sehr wenige Hochschulen, die Bildverarbeitung als Studienfach anbieten. Wir bei Stemmer Imaging versuchen, über unsere Schulungsaktivitäten im Rahmen der European Imaging Academy dazu beizutragen, das Potenzial der Technologie bei möglichst vielen Anwendern bekannt zu machen. In unseren laufenden Trainings zu allen wichtigen Aspekten der Bildverarbeitung schulen wir unsere Kunden und Interessenten und machen sie auf diese Weise fit in diesem Bereich. Das große Interesse an diesen Schulungen und auch an unserem Technologieforum der Bildverarbeitung, das gerade wieder in Oberschleißheim bei München zum zweiten Mal stattfand, zeigt deutlich, dass bei den Anwendern dieser Technik ein immenser Wissensdurst vorhanden ist. Ich finde das nicht überraschend: Bildverarbeitung ist ein wichtiger Schlüssel zur Entwicklung leistungsfähiger Anlagen. Wer zu diesem Thema mehr weiß als sein Wettbewerb ist auf dem besten Weg zum Erfolg.

Dr. Stefan Gehlen: Geschäftsführer der VMT Vision Machine Technic IBV-Systeme (Pepperl+Fuchs Gruppe)
Dr. Stefan Gehlen: Geschäftsführer der VMT Vision Machine Technic IBV-Systeme (Pepperl+Fuchs Gruppe)
(Bild: VMT)

Dr. Stefan Gehlen: Die industrielle Bildverarbeitung ist eine Querschnittstechnologie mit sehr breitem Anwendungsgebiet. Von daher ist es schwierig eine Grenze zu ziehen, für welche Studiengänge eine Kenntnis dieser Technologie nicht von Relevanz ist. Selbstverständlich ist es eine zentrale Aufgabe der Bildverarbeitungsunternehmen, potentielle Anwender über die Möglichkeiten der Machine Vision zu informieren. Aber auch Verbände, wie der VDMA, haben das Potential der Bildverarbeitung längst erkannt und stellen für Interessenten viele Informationen zur Verfügung.

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