Robotik Teradyne Robotics reicht Patentklage gegen chinesischen Konkurrenten ein

Von Jan Vollmuth 2 min Lesedauer

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Teradyne Robotics hat vor dem Einheitlichen Patentgericht (Unified Patent Court, UPC) in Kopenhagen ein Patentverletzungsverfahren gegen eine deutsche Tochtergesellschaft des chinesischen Roboterherstellers Jaka eingeleitet.

Das Patentverletzungsverfahren vor dem Einheitlichen Patentgericht(Bild:  UPC) ist bereits das zweite Verfahren von Teradyne Robotics wegen der Verletzung geistigen Eigentums in Europa im Jahr 2026. ( Universal Robots)
Das Patentverletzungsverfahren vor dem Einheitlichen Patentgericht
(Bild: UPC) ist bereits das zweite Verfahren von Teradyne Robotics wegen der Verletzung geistigen Eigentums in Europa im Jahr 2026. ( Universal Robots)

In dem Verfahren geht es um die mutmaßliche Verletzung von Patenten sowohl im Software- als auch im Hardwarebereich. Diese Patente werden von Teradyne Robotics A/S gehalten, einer in Dänemark ansässigen Tochtergesellschaft von Teradyne, Inc., und beziehen sich auf den Geschäftsbereich Universal Robots A/S, einem Hersteller kollaborativer Industrieroboter. Die mutmaßliche Patentverletzung betrifft eine breite Palette kollaborativer Robotermodelle, die von Jaka in der EU vermarktet werden.

„Dieses Verfahren ist ein weiteres klares Zeichen dafür, dass Teradyne Robotics seine Patente und Rechte an geistigem Eigentum (IP) gegen Praktiken durchsetzen wird, die wir als rechtswidrige und unlautere Nachahmung sowie als Verletzung unserer Schutzrechte betrachten – sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich. Wir können und werden es nicht hinnehmen, dass Unternehmen geschützte Technologien rechtswidrig kopieren. Wir sind entschlossen, unser geistiges Eigentum zu schützen, damit Kunden weiterhin innovative Automatisierungslösungen erhalten, die den höchsten Standards für Sicherheit und Compliance entsprechen“, erklärt Jean-Pierre Hathout, Präsident der Teradyne Robotics Group.

Zweite Klage in Europa im Jahr 2026

Das Patentverletzungsverfahren vor dem Einheitlichen Patentgericht (UPC) ist das zweite Verfahren von Teradyne Robotics wegen der Verletzung geistigen Eigentums in Europa im Jahr 2026. Bereits früher in diesem Jahr wurde in Deutschland eine Klage gegen die Tochtergesellschaft eines anderen Roboterherstellers wegen Urheberrechtsverletzung an der Software von Universal Robots eingereicht.

Ein Urteil in dem laufenden Patentverletzungsverfahren könnte europaweit in 17 der derzeit 18 EU-Mitgliedstaaten Wirkung entfalten, die dem Einheitlichen Patentgericht (UPC) angehören. Darüber hinaus sind auch weitere Länder außerhalb des Übereinkommens über das Einheitliches Patentgericht (UPC), wie beispielsweise das Vereinigte Königreich und Spanien, in das Verfahren einbezogen.

Teradyne Robotics A/S hat ihren Hauptsitz in Odense, Dänemark, und da mutmaßliche Patentverletzungshandlungen in Dänemark – wie auch in zahlreichen anderen EU-Mitgliedstaaten – begangen worden sein sollen, wurde die Klage bei der Lokalkammer des UPC in Kopenhagen eingereicht.

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