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Robotik & Bildverarbeitung Wie Bildverarbeitung für eine schnelle und zuverlässige Verpackung sorgt

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Aufgaben in der Nahrungs- und Verpackungsindustrie für Robotertechnik sind vielfältig. Besonders die seit rund 10 Jahren am Markt erhältlichen Parallelkinematik-Roboter haben neue Anlagen und Produktionsweisen möglich gemacht. Dabei spielt auch die Bildverarbeitung eine wichtige Rolle – sie ist nämlich häufig die einzige Chance die Produkte zum Greifen überhaupt zu detektieren.

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Robomotion ist beteiligt an der Entwicklung von adaptiven Smart-Kameralösungen für die flexible Automatisierung im Produktionsprozess.
Robomotion ist beteiligt an der Entwicklung von adaptiven Smart-Kameralösungen für die flexible Automatisierung im Produktionsprozess.
(Bilder: Robomotion)

Systemintegrator Robomotion arbeitet entlang der Prozesskette unterschiedlichster Produktionsstraßen. Das heißt, es geht um unverpackte Produkte, welche noch der Verpackung zugeführt werden müssen. Vom Greifarm bis zur kompletten Produktionsstraße bietet er hier sämtliche Entwicklungsdienstleistungen für anspruchsvolle, automatische Verpackungsprozesse an. Dazu zählen sowohl die Planung als auch die Fertigung und Inbetriebnahme sowie die Softwareprogrammierung. Heute ist es möglich, Bewegungsgeschwindigkeiten für Verpackungsaufgaben zu nutzen, die bis dato nicht vorstellbar waren. Damit sank das Preis/Leistungsverhältnis in den vergangen Jahren immer weiter und neue Anwendungen begannen sich zu rechnen.

„Doch gerade bei Naturprodukten gibt es hier die Schwierigkeit, dass die Form- und Maßabweichungen zwischen den einzelnen Produkten erheblich sein können. Ohne Sensortechnik können solche Handhabungsprozesse nicht gefahren werden“, sagt Robomotion-Geschäftsführer Dr. Andreas Wolf.

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Bildverarbeitung in jedem Projekt

Deshalb kommt die Bildverarbeitung bei dem Dienstleister für Hochgeschwindigkeitsanwendungen in der Robotertechnik in so gut wie jedem Projekt vor. „Zum einen lassen sich die Produkte mittels Bildverarbeitung inspizieren bzw. kontrollieren, um im Anschluss daran den Roboter am Verpacken fehlerhafter Produkte zu hindern. Zum anderen ist sie häufig die einzige Chance die Produkte zum Greifen überhaupt zu detektieren“, erklärt Dr. Wolf.

Einfache Bedienoberflächen für schnelles Einlerne

Robomotion setzt hierfür Kameras ein, um Produkte im Stillstand zum Abgriff mit dem High-Speed-Roboter zu erkennen und aufzunehmen. Die Kunden benötigen hierbei einfach gestaltete Bedienoberflächen, die es ermöglichen neue Produkte und Verpackungsarten direkt an der Maschine und ohne Ingenieur einlernen zu können. So werden häufig die Zuführungen für die Verpackungsmaschinen nur mit einem eingelernten Produkt ausgeliefert. „Der Kunde ist dann für ähnliche Produktreihen in der Lage an der Robomotion Bedienoberfläche seine neuen Produkte sowohl in der Bildverarbeitung als auch in der Verpackungskommission einzulernen“, zeigt Dr. Wolf auf.

Bildverarbeitung macht optimale Greiftechnik möglich

Für ihn ist die Gestaltung der Greiftechnik durch das Unternehmen besonders bedeutend. Denn je nach benötigter Greiftechnik ergeben sich spezielle Randbedingungen, welche bei der Erkennung der Produkte zu berücksichtigen sind. So muss zum Beispiel bei einem mechanischen Greifer nicht nur der richtige Greifpunkt mit dem Roboter angefahren werden. Wichtig ist auch, dass die Greiferbacken genügend Freiraum zum Zugreifen haben, denn liegen die Produkte zu dicht aneinander, lassen sie sich nicht zum Greifen zwischen die Produkte bringen. „Es ist hierbei Aufgabe der Bildverarbeitung dies zu prüfen und zu verhindern, dass eine Kollision mit dem Nachbarprodukt auftritt“, fügt der Experte an.

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