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Smart Farming

Wie die Digitalisierung die Landwirtschaft verändern kann

| Redakteur: Katharina Juschkat

Jeder zweite Landwirt und Lohnunternehmer betreibt schon heute Smart Farming. Die Digitalisierung bietet viele Chancen, die Landwirtschaft effizienter und ökologischer zu gestalten, ergibt eine Befragung des Digitalverbands Bitkom.

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Auch für die Tierhaltung könnte die Landwirtschaft 4.0 Verbesserungen bringen: Mithilfe von Sensoren und Robotern sollen z.B. kranke Tiere frühzeitig erkannt werden.
Auch für die Tierhaltung könnte die Landwirtschaft 4.0 Verbesserungen bringen: Mithilfe von Sensoren und Robotern sollen z.B. kranke Tiere frühzeitig erkannt werden.
(Bild: gemeinfrei, pixabay.com / CC0)

Auf dem Acker arbeiten Landmaschinen GPS-gestützt und sensorgesteuert. So kann der Landwirt die Entwicklung und die Nährstoffversorgung von Pflanzen punktgenau beobachten und steuern. Im Stall misst währenddessen die Technik die Gesundheits- und Leistungsdaten jedes einzelnen Tiers und ermöglicht so eine individuelle Betreuung: Die Landwirtschaft entwickelt sich rasant zu einer digitalisierten Branche. Schon heute nutzt mehr als jeder Zweite in der Branche (53 Prozent) digitale Lösungen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unterstützt vom Deutschen Bauernverband (DBV) unter 521 Landwirten und Lohnunternehmern. Lohnunternehmer arbeiten als Dienstleister für Landwirte.

Digitalisierung als Chance für Umweltschutz und Tierwohl

„Die Digitalisierung der Arbeit auf dem Acker und im Stall bedeutet einen Fortschritt für die landwirtschaftliche Praxis, den Umweltschutz und das Tierwohl”, erklären dazu Dr. Bernhard Rohleder und DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. „Die Landwirte erkennen diese Chance und investieren nachhaltig, um diese Entwicklung voranzutreiben. Die Politik auf EU-, Bundes- und Landesebene ist nun gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um dieses Potenzial weiter auszuschöpfen.“

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Neue Sensortechniken und miteinander kommunizierende Maschinen geben dem landwirtschaftlichen Unternehmer neue Möglichkeiten an die Hand. Die im Betrieb gewonnenen digitalisierten Daten werden ausgewertet und verknüpft, um Betriebsabläufe zu optimieren, die Tierhaltung zu verbessern und die Umwelt zu schonen. Landmaschinen, mit denen die Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzenpflege und Ernte digital erfolgt, nutzen bereits vier von zehn (39 Prozent) Landwirten bzw. Lohnunternehmern. Das soll eine verbesserte Entwicklung bei gleichzeitig hoher Umweltverträglichkeit gewährleisten.

Roboter übernehmen immer mehr Aufgaben

Auch die Haltung der Nutztiere verändert sich durch die Digitalisierung. Mit einer digitalen tierindividuellen Fütterung versorgt heute jeder zweite Landwirt (51 Prozent) seine Tiere. Fütterungsautomaten sollen eine alters- und leistungsoptimierte Ernährung des einzelnen Nutztieres sichern und alarmieren den Landwirt, wenn es bei der Fütterung Probleme gibt. So können zum Beispiel kranke Tiere, die zu wenig fressen, erkannt werden. Tierspezifische Daten, etwa zur Bewegung oder zum Fressverhalten und zur Tieraktivität, können mittlerweile mit einer Vielzahl von Sensoren erfasst werden. Roboter sind bei 8 Prozent aller Betriebe im Einsatz, besonders stark verbreitet wiederum in der Tierhaltung: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) setzt auf die Robotertechnik, mit der zum Beispiel der Stall gesäubert oder das Melken tiergerechter durchgeführt werden soll.

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