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Strategie Wie sich Lapp auf die Zukunft einstellt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Lapp Gruppe ist ein Familienunternehmen und will das auch bleiben. Inzwischen hat die dritte Generation die Leitung übernommen. Das bedarf auch viel Vorbereitung und Planung – soll das Unternehmen aber perfekt auf die Zukunft vorbereiten.

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Die Unternehmerfamilie Andreas Lapp, Matthias Lapp, Ursula Ida Lapp, Alexander Lapp und Siegbert Lapp.
Die Unternehmerfamilie Andreas Lapp, Matthias Lapp, Ursula Ida Lapp, Alexander Lapp und Siegbert Lapp.
(Bild: Lapp / www.frederiklaux.de)

Die Lapp Gruppe ist bereits in dritter Generation familiengeführt. Fast 60 Jahre lang hat Ursula Ida Lapp das Unternehmen aufgebaut und geprägt. Im Jahr 2015 gab sie den Vorsitz des Aufsichtsrats an ihren ältesten Sohn Siegbert Lapp ab. Vorstandsvorsitzender ist sein jüngerer Bruder Andreas Lapp. Ursula Lapp bleibt dem Unternehmen weiterhin als Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats verbunden.

Junge Generation rechtzeitig heranführen

Die dritte Generation vertritt seit Juli letzten Jahres der Enkel von Ursula Lapp, Matthias Lapp, als CEO der U.I. Lapp GmbH, der größten Einzelgesellschaft innerhalb der Lapp Gruppe. Sein jüngerer Bruder Alexander Lapp hat die weltweite Verantwortung für das Zukunftsthema Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung des e-Business übernommen.

Andreas Lapp erklärt: „Lapp ist ein Familienunternehmen und soll es auch bleiben. Dass jüngere Generationen rechtzeitig herangeführt werden war uns immer wichtig. Gerade angesichts des rasanten digitalen Wandels und einer globalisierten Wirtschaft ist es heute wichtiger denn je, dass das Wissen, neue Ideen und die Sichtweise der Jungen ins Unternehmen einfließen.“ Das Unternehmen bezieht die jüngere Generation frühzeitig in die Unternehmensführung ein und plante den Generationenwechsel langfristig. So hat Matthias Lapp, ältester Sohn von Siegbert Lapp, bereits im Ausland Erfahrungen gesammelt. Anschließend arbeitete er sieben Jahre lang in verschiedenen Positionen bei Lapp. Die Kinder von Andreas Lapp befinden sich noch in der Ausbildung. Andreas Lapp erklärt: „Auch mein Bruder und ich haben sehr früh mit 34 und in meinem Fall 31 Jahren Verantwortung übernommen. Damals gezwungenermaßen, weil unser Vater Oskar Lapp 1987 verstarb. Das waren anfangs harte Zeiten für uns. Die Jungen können sich nun ganz gezielt vorbereiten, um Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen.“

Die Mitarbeiter im Fokus

Es geht bei Lapp aber nicht nur um die Unternehmerfamilie. So erklärt Andreas Lapp: „Wenn wir die besten Mitarbeiter gewinnen wollen – und das wollen wir – dann müssen wir die Wünsche aller Generationen erfüllen.“ Dabei sind die Wünsche der verschiedenen Generationen sehr unterschiedlich. Die sogenannte Generation Z, die aktuell auf den Arbeitsmarkt drängt, hat ebenso wie die Baby-Boomer und die Generationen X und Y ganz eigene Vorstellungen vom Berufsleben und welche Rolle die Arbeit in ihrem Leben spielt.

Mit verschiedenen Maßnahmen bietet Lapp seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich im Unternehmen optimal zu entfalten. Sei es die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den Einsatz von digitalen Medien im Beruf, aber auch die Integration verschiedener Kulturen: „Wir brauchen im Unternehmen einen guten Mix der Generationen und der Bevölkerung, und deshalb wollen wir allen unseren Mitarbeitern attraktive Arbeitsmöglichkeiten bieten. Angesichts der unterschiedlichen und oft gegensätzlichen Wünsche und Vorstellungen ist das nicht einfach“, erklärt Andreas Lapp.

Digitaler Arbeitsalltag

Auch die digitale Welt dominiert immer mehr den Arbeitsalltag: „Unsere neue Europazentrale ist Sinnbild des Wandels. Mit kurzen Wegen und einer offenen, flexiblen Bürolandschaft bieten wir ganz neue Formen der Zusammenarbeit. So werden Kommunikation und Zusammenarbeit gestärkt, unser modernes IT-Konzept und das ganze Arbeitsumfeld sollen inspirieren und motivieren. Das steigert die Innovationskraft und das Engagement der Mitarbeiter“, erklärt Andreas Lapp. „Die neue Arbeitswelt unterstützt auch die Internationalisierung. Mitarbeiter arbeiten projektbezogen aus der ganzen Welt zusammen. „So erreichen wir eine große Kundennähe“, sagt Andreas Lapp.

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