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Lapp Gruppe Ziel ist eine C02-neutrale Energiebilanz

| Redakteur: Ines Stotz

Die Stuttgarter Lapp Gruppe macht sich fit für die Zukunft: Ein wichtiger Faktor für die Zukunftssicherheit ist eine möglichst hohe Energieeffizienz in den weltweit 40 Vertriebsniederlassungen und den 16 Produktionsstandorten. So hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bei allen Neuinvestitionen innovative Gebäudetechnik zu nutzen, um so Verbrauch, Kosten und Emissionen zu optimieren.

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Siegbert Lapp, Vorstand der Lapp Gruppe: „Mit einer nachhaltigen Bauweise an unseren weltweiten Standorten wollen wir zum Schutz unseres Ökosystems beitragen.“
Siegbert Lapp, Vorstand der Lapp Gruppe: „Mit einer nachhaltigen Bauweise an unseren weltweiten Standorten wollen wir zum Schutz unseres Ökosystems beitragen.“
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir wollen zum Schutz unseres Ökosystems beitragen. Dazu zählt eine nachhaltige Bauweise an unseren weltweiten Standorten. Alle Maßnahmen müssen aber auch langfristig wirtschaftlich sein“, bekräftigt Vorstand Siegbert Lapp. Das Ziel ist eine C02-neutrale Energiebilanz. „Wir sind auf einem guten Weg, haben unser Ziel aber noch nicht ganz erreicht.“

Energieeffizienzmaßnahmen am Beispiel Stuttgart

Am Firmenstammsitz in Stuttgart ist seit sechs Jahren auf dem Dach des Logistikgebäudes eine Photovoltaikanlage mit 1092 Modulen in Betrieb. Die durchschnittliche Jahresleistung liegt bei rund 180.000 kwh. Damit können gut drei Prozent des Strombedarfs am Standort Stuttgart gedeckt werden. Die CO2-Einsparung liegt bei 94.000 kg pro Jahr.

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Als Pilotprojekt wird noch in diesem Herbst für rund 250.000 Euro im Verwaltungsgebäude eine 240 kW-Pelletheizung installiert. Bisher wurden die 6.000 m2 Bürofläche mit Öl beheizt. Pellets sind ein nachwachsender Rohstoff und daher besonders umweltfreundlich. Auch eine Kostenersparnis in Höhe von rund 10.000 Euro pro Jahr wird erwartet. Die CO2-Einsparung liegt bei ca. 150 t pro Jahr. Zur Stromeinsparung wurden Präsenzmelder installiert. Das heißt: Das Licht geht erst an, wenn jemand den Raum betritt.

Im benachbarten Kabelwerk wird die vorhandene Wärmerückgewinnungsanlage weiter optimiert. Hier wird die Abwärme der Maschinen für die Heizung und Warmwasserversorgung genutzt. Dem Wasserkreislauf ist ein 100.000-Liter-Pufferspeicher zugeordnet, in dem Wärme gespeichert werden kann. Mit der Abwärme der Druckluftkompressoren soll zusätzlich Warmwasser für die Duschen erwärmt werden. Ein Ingenieurbüro wurde mit der Ausführung beauftragt.

Im Gebäude von Contact, dem Lapp-Unternehmen, das die EPIC Industriesteckverbinder produziert, wurde zur Jahreswende die komplette Beleuchtung auf energiesparende LED-Leuchtmittel umgestellt. Die Investition in Höhe von 36.000 Euro soll sich in zwei Jahren amortisiert haben. Erste Ergebnisse: Der Stromverbrauch sank von 85.800 kWh auf 29.900 kWh ( minus 65 Prozent) und es wurde 66 Prozent weniger CO2 ausgestoßen (ca. 34.000 kg), es gibt keine Wärmeemission und kein Flackern der Lichter mehr. Zudem haben die LED-Röhren eine 10- bis 12-fache längere Lebenszeit als herkömmliche Glühlampen.

Energieeffizientes Handeln betrifft aber auch den Fuhrpark der Lapp Gruppe. Vor kurzem wurden für 23.500 Euro am Stuttgarter Firmenstammsitz drei Elektroladesäulen installiert, wo Kunden und Mitarbeiter kostenlos ihre e-Mobile aufladen können. Der Sprecher des Vorstands der Lapp Holding Andreas Lapp fährt einen e-Smart, im Herbst 2011 wird ein Mercedes B-Klasse F-Cell, der von einer Brennstoffzelle angetrieben wird den Lapp Fuhrpark bereichern, und ein Mitarbeiter testet gerade das E-Bike des Energieversorgers ENBW.

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