Mit Daniel Hager an der Spitze und einem neu aufgestellten Vorstand positioniert sich der ZVEI zur industriellen Transformation. Im Fokus stehen Wettbewerbsfähigkeit, industrielle KI, Mikroelektronik und bessere Rahmenbedingungen für die Industrie.
Neuer ZVEI-Präsident Daniel Hager möchte Fokus auf Leistung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit legen.
(Bild: Alexander Grüber, ZVEI)
Der ZVEI, der Verband der Elektro- und Digitalindustrie, hat eine neue Verbandsspitze gewählt und zentrale industriepolitische Forderungen formuliert. Daniel Hager übernimmt für drei Jahre das Amt des Präsidenten. Gleichzeitig wurde der Vorstand erweitert und neu besetzt. Der Verband positioniert sich damit in einer Phase tiefgreifender industrieller Transformation und adressiert zentrale Herausforderungen wie Regulierung, Energiepreise und technologische Abhängigkeiten.
„Die Digital- und Elektroindustrie ist eine der tragenden wirtschaftlichen Säulen unseres Landes“, betonte Hager nach seiner Wahl. Ziel sei es, die Bedeutung der Branche für technologischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wohlstand stärker im politischen Dialog zu verankern.
Erweiterter Vorstand bildet industrielle Breite ab
Parallel zur Wahl des Präsidenten wurde auch der Vorstand des ZVEI neu aufgestellt und erweitert. Neben den Vizepräsidenten aus Unternehmen wie Siemens, Bosch und Schneider Electric umfasst der engere Vorstand Vertreter zahlreicher Industrieunternehmen entlang der Wertschöpfungskette. Er verantwortet die strategische Ausrichtung des Verbands und bündelt unterschiedliche industrielle Perspektiven – von Automatisierung und Energie über Verbindungstechnik bis hin zu digitalen Plattformen.
Neu in den engeren Vorstand gewählt wurden unter anderem Ulrich Leidecker (Phoenix Contact) und Philipp Steinberger (Wöhner), während Philip Harting (Harting) in seinem Amt bestätigt wurde. Leidecker bringt Erfahrung aus der Verbandsarbeit in Nordrhein-Westfalen ein, Steinberger steht für Expertise in der Energieverteilung. Harting engagiert sich seit Jahren in strategischen Zukunftsthemen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und nachhaltiger Wertschöpfung.
Mit Sabine Scheunert (Dassault Systèmes) zieht zudem eine Expertin für digitale Plattformen und industrielle KI in den Vorstand ein. Sie soll insbesondere Themen wie virtueller Zwilling, datenbasierte Wertschöpfung und plattformbasierte Ökosysteme in die Verbandsarbeit einbringen.
Vor dem Hintergrund wachsender internationaler Konkurrenz fordert der ZVEI bessere Rahmenbedingungen für den Industriestandort Deutschland und Europa. Hager appelliert an die Politik, bestehende Reformstaus aufzulösen und zentrale wirtschaftspolitische Themen anzugehen.
„Wir müssen wieder stärker darauf schauen, was unseren Standort wirklich trägt: Leistung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“, so Hager. Dazu zählen aus Sicht des Verbands unter anderem Reformen bei Arbeitszeit, Sozialkosten und Investitionsbedingungen.
Wir müssen wieder stärker darauf schauen, was unseren Standort wirklich trägt: Leistung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.
Daniel Hager, ZVEI-Präsident
Industrielle KI und Regulierung im Spannungsfeld
Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung künstlicher Intelligenz in industriellen Anwendungen. Der ZVEI sieht hier großes Potenzial, gleichzeitig aber auch regulatorische Hemmnisse im europäischen Umfeld.
„Eine Stärke der deutschen Elektro- und Digitalindustrie liegt in der Entwicklung von KI für industrielle Anwendungen – für Roboter, Prozessindustrie, Stromnetze oder Gebäude und vieles mehr. Um sie auszuspielen, brauchen wir mehr Gestaltungsfreiräume“, so Hager. Regulierung müsse sich daran messen lassen, ob sie Innovation ermögliche oder behindere. Trotz Fortschritten auf EU-Ebene sieht der Verband weiterhin Handlungsbedarf: „Auch bei Medizinprodukten gehört Doppelregulierung abgeschafft.“
Mikroelektronik, Resilienz und Energie im Fokus
Neben der Digitalisierung betont der ZVEI die Bedeutung technologischer Souveränität. Eine aktuelle Studie des Verbands zeigt, dass sich der Halbleiterbedarf in Europa bis 2040 verdoppeln wird. Daraus leitet der Verband die Forderung ab, das europäische Mikroelektronik-Ökosystem gezielt auszubauen und Abhängigkeiten zu reduzieren.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Auch die Energiefrage bleibt zentral für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. „Die Zukunft ist elektrisch – egal ob im Auto oder im Gebäude“, so Hager. Gleichzeitig verweist der Verband auf die Bedeutung wettbewerbsfähiger Strompreise und fordert, die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß zu senken.