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Vodafone Business Campus Private Das 5G-Campus-Netz in der Box

Redakteur: Jürgen Schreier

Vodafone stellt mit "Vodafone Business Campus Private" die erste 5G-Lösung für die Industrie vor - ein Campus-Netz im modularen Baukastensystem. Zentraler Baustein aller Varianten ist die RedBox, die gemeinsam mit dem Technologiepartner Ericsson entstand.

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Britta Rudolphi, Leiterin des 5G Lab von Vodafone, mit der RedBox
Britta Rudolphi, Leiterin des 5G Lab von Vodafone, mit der RedBox
(Bild: Vodafone)

Vodafone hat am 23. Juni die ersten 5G-Produkte für die deutsche Industrie vorgestellt: "Vodafone Business Campus Private" ist ein modulares Baukastensystem für die 5G-Vernetzung von Unternehmen. Mittelständler und Großkonzerne können damit in diesem Jahr gemeinsam mit Vodafone skalierbare 5G Campus-Netze starten.

Vier Grundmodelle bieten reichlich Flexibilität, damit das 5G-Netz genau zu den Anforderungen des Nutzers passt. Das Modell "Campus Private Indoor" stellt ein lokales 5G-Netz ausschließlich in einer ausgewählten Fabrikhalle bereit. "Campus Private Kombi" bringt 5G auf Innen- und Außenflächen eines Unternehmensstandortes. Beide Modelle lassen sich jeweils zusätzlich mit der übergreifenden Mobilfunk-Infrastruktur von Vodafone verbinden, sodass Mitarbeiter auch Daten- und Telefonie-Services nutzen können.

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„In diesem Jahr werden aus ersten 5G-Projekten echte 5G-Produkte – skalierbar und für jedes Unternehmen. Unsere Wirtschaft braucht 5G. Wir bringen 5G. Maßgeschneidert und dort, wo es für unsere Industrie den größten Nutzen bringt“, so Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland

Vier Varianten für jeden Bedarf

Egal ob ausschließlich für die Vernetzung in einzelnen Werkshallen oder um das schnelle Netz großflächig am gesamten Unternehmens-Campus und sogar darüber hinaus zu aktivieren. Egal ob mit kleiner Bandbreite nur ausgewählte Sensoren oder mit maximaler Geschwindigkeit sämtliche Maschinen, Smartphones und Mitarbeiter vernetzt werden sollen. Egal ob die Kunden eigene Industrie-Frequenzen einsetzen oder (zusätzlich) die Vodafone-Frequenzen nutzen wollen. Vodafone passt Preise, Netztechnik und Leistung erstmals spezifisch an die Wünsche und Anforderungen der Industriekunden an.

„5G-Tarife von der Stange bringen unsere Industrie nicht voran. Wir schneidern 5G, dort wo es schon jetzt den größten Nutzen bringt, nach Maß. Wir bringen 5G für unsere Wirtschaft“, so Alexander Saul.

Um das erste 5G-Produkt für die Industrie zu entwickeln, hat Vodafone in den vergangenen Monaten gemeinsam mit zahlreichen Industriepartnern Erfahrungen in verschiedenen Anwendungsgebieten gesammelt – mit punktuellen 5G-Projekten. Von der einzelnen Tankstelle bis zur kompletten Werkshalle in der Automobil-Fertigung.

„Wir haben erfahren, welche 5G-Anwendungen unsere Industrie zu diesem frühen Zeitpunkt wirklich braucht. Wir haben gesehen, wie unterschiedlich die Anforderungen sind. Und wir haben gelernt unsere 5G-Netztechnik mit unterschiedlichen Modellen schnell an die spezifischen Anforderungen unserer Kunden anzupassen“, so Vodafone Technik-Chef Gerhard Mack. „Mit unseren Campus-Netzen bringen wir das Beste aus privater und übergreifender Netztechnik zusammen. Die lokale und hochsichere Echtzeit-Vernetzung von Maschinen und Sensoren mit zugesicherter Performance. Und die Möglichkeit auf Daten- und Telefonie-Services zuzugreifen – über unsere deutschlandweite Mobilfunk-Infrastruktur.“

Die Technik im Produkt: Die RedBox bringt ein komplettes 5G-Netz

Technisches Herzstück aller Campus-Netze ist die Vodafone RedBox. Diese verbindet das 5G Campus-Netz mit der lokalen IT-Infrastruktur von Unternehmen und mit dem Vodafone-Kernnetz. Fest verbaute Echtzeit-Rechenzentren verarbeiten sensible Daten direkt vor Ort, sodass diese das Unternehmensgelände nicht mehr verlassen. Kleine 5G-Antennen bringen 5G in jeden Winkel einer Fabrikhalle. Die Anzahl und Ausrichtung der Antennen variiert dabei je nach Größe des Standortes. Das Modell hat Vodafone gemeinsam mit Ericsson entwickelt.

Fester Bestandteil der Campus-Netze sind Service-Pakete. Technik-Experten von Vodafone stellen rund um die Uhr den 5G-Betrieb sicher und modernisieren die lokale Netzinfrastruktur laufend mit neuer Technik. „Ein Netz ist niemals fertig. Wenn Unternehmen heute ein lokales Netz aufbauen, dann gibt es morgen schon Updates, die das Netz noch besser machen. Wir halten unsere Partner bei 5G immer auf dem neusten Stand“, so Vodafone Technik-Chef Gerhard Mack. Die eigenständige Steuerung der Netze wird dadurch nicht eingeschränkt: Über eine Management-Oberfläche können Industrie-Konzerne die 5G Campus-Netze selbstständig steuern und zu jeder Zeit neue Sensoren, Maschinen oder Roboter mit dem lokalen Netz verbinden.

Nutzung von Vodafone- und von Industrie-Frequenzen möglich

Mit Vodafone als Partner können Industrie-Konzerne selbst entscheiden, welche Frequenzen für die Errichtung der Campus-Netze "Vodafone Business Campus Private" genutzt werden. „Wir bauen Campus-Netze mit unseren Frequenzen. Wir unterstützen Campus-Netze mit Industrie-Frequenzen. Und wir bringen die Vodafone- mit den Industrie-Frequenzen zusammen – für noch mehr Bandbreite und noch höhere Leistung“, so Gerhard Mack.

Durch die Kombination der Vodafone- mit den Industrie-Frequenzen werden mit den neuen Campus-Netzen Bandbreiten von bis zu 3,7 Gigabit pro Sekunde (Download) in der Industriehalle möglich. Das ist doppelt so schnell wie bei Campus-Netzen, die ausschließlich mit Industrie-Frequenzen errichtet werden. Daten können bei den Vodafone Campus-Netzen mit minimalen Verzögerungszeiten von weniger als zehn Millisekunden verarbeitet werden.

Folgende Faktoren nehmen Einfluss auf den Preis des Produkts:

  • Anzahl der zu vernetzenden Gegenstände (Sensoren, Maschinen, Tablets, Smartphones)
  • Fläche des Campus-Geländes, das vernetzt wird (in Quadratmetern)
  • Vernetzung ausschließlich in einem Gebäude oder auch außerhalb (Indoor / Outdoor)
  • Zusätzliche Anbindung an das übergreifende Vodafone-Mobilfunknetz (ja / nein)
  • Art der Services, die genutzt werden (Datenservices / Telefonie)
  • Genutzte Frequenzen (Vodafone-Frequenzen / Industrie-Frequenzen / Kombination)
  • Umfang der gebuchten Service-Leistungen

Rechenbeispiel: Was kostet ein Campus-Netz?

Ein Unternehmen vernetzt mehr als 500 Gegenstände (Sensoren, Maschinen etc.) in einer 35.000 Quadratmeter großen Fabrikhalle. Zudem erhalten 450 Mitarbeiter Zugriff auf Telefonie- und Datenservices. Vodafone aktiviert das 5G Campus-Netz in der Fabrikhalle und ermöglicht zudem auch außerhalb die Anbindung an das übergreifende Vodafone-Netz.

Der Kunde bucht also das Modell "Campus Private Kombi Plus". Vodafone startet das Campus-Netz mit von Vodafone ersteigerten Frequenzen. Bei einer fünfjährigen Vertragsdauer würde das 5G-Campus-Netz das Unternehmen monatlich etwa 9000 Euro kosten (entspricht in diesem Beispiel einem Preis von weniger als zehn Euro pro Nutzer). Die Einmalzahlung für die Hardware und die Einrichtung variiert je nach Anforderung der Kunden.

Erstveröffentlichung auf unserem Partnerportal Bandbreite.io.

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