Starke Auslandsnachfrage Elektro- und Digitalindustrie erneut mit Auftragsplus

Quelle: Pressemitteilung ZVEI 1 min Lesedauer

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Der ZVEI berichtet für April 2026 steigende Auftragseingänge in der Elektro- und Digitalindustrie. Während das Auslandsgeschäft deutlich zulegt, entwickeln sich die Inlandsbestellungen rückläufig.

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie verzeichnet steigende Auftragseingänge, getrieben vor allem durch das Auslandsgeschäft.(Bild:   / Pexels)
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie verzeichnet steigende Auftragseingänge, getrieben vor allem durch das Auslandsgeschäft.
(Bild: / Pexels)

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im April 2026 weiter gestiegen. Laut ZVEI, dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie, legten sie gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent zu. Treiber waren vor allem die Auslandsbestellungen, während die Inlandsnachfrage rückläufig war.

Ausland wächst, Inland schwächelt

Die Inlandsorders lagen im April 9,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber stiegen die Auslandsbestellungen um 20,8 Prozent. Dabei legten die Aufträge aus der Eurozone um 12,1 Prozent zu, während die Nachfrage aus Drittländern um 25,8 Prozent anzog.

Die Auftragseingänge der deutschen Elektro- und Digitalindustrie entwickeln sich unterschiedlich: Während die Auslandsnachfrage deutlich wächst, bleibt das Inlandsgeschäft rückläufig. (Bild:  ZVEI)
Die Auftragseingänge der deutschen Elektro- und Digitalindustrie entwickeln sich unterschiedlich: Während die Auslandsnachfrage deutlich wächst, bleibt das Inlandsgeschäft rückläufig.
(Bild: ZVEI)

Im Zeitraum von Januar bis April ergibt sich ein ähnliches Bild: Insgesamt stiegen die Auftragseingänge um 6,5 Prozent. Während die Inlandsorders leicht um 0,5 Prozent zurückgingen, nahmen die Auslandsbestellungen um 12,1 Prozent zu.

Produktion und Umsatz im Plus

Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter lag im April 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für die ersten vier Monate ergibt sich damit ein leichtes Plus von 0,1 Prozent.

Der Umsatz der Branche stieg im April um 6,2 Prozent auf 19,0 Milliarden Euro. Die Erlöse aus dem Inland legten um 5,8 Prozent zu, die Auslandsumsätze um 6,6 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Drittländern (+10,8 Prozent), während die Umsätze in der Eurozone stagnierten.

Von Januar bis April summierten sich die Branchenerlöse auf 75,8 Milliarden Euro – ein Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Geschäftsklima leicht verbessert

Die Unternehmen blicken etwas optimistischer auf die kommenden Monate. Die Produktionspläne wurden im Mai spürbar angehoben, ebenso haben sich die Beschäftigungsabsichten aufgehellt. Insgesamt waren zuletzt rund 871.200 Beschäftigte in der Branche tätig, 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

„Trotz der Vielzahl an globalen Unsicherheiten ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im Mai dieses Jahres unterm Strich wieder etwas gestiegen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

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