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Fernüberwachung

Flexible Messtechnik: Damit die Schrottschere nicht stoppt

| Autor/ Redakteur: Jan Tippner* / Sariana Kunze

Egal ob Autoblech oder Eisenbahngleise, eine Schrottschere bekommt alles klein. Damit dies bei einem der größten Schrott-Betriebe Deutschlands noch effizienter und ressourcenschonender ablaufen kann, wurde eine Schrottschere mit flexibler Messtechnik für die Fernüberwachung ausgestattet.

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Das Herzstück des Schrottplatzes: In Mannheim zerkleinert eine Schrottschere verschiedene Materialien für die Weiterverarbeitung.
Das Herzstück des Schrottplatzes: In Mannheim zerkleinert eine Schrottschere verschiedene Materialien für die Weiterverarbeitung.
(Bilder: Delphin Technology)

So weit das Auge reicht türmen sich Berge von Schrott auf: ausrangierte Bahngleise, alte Stahlträger vom Bau, Automobilblech, ausgediente Heizkörper und vieles mehr wird auf dem Schrottplatz Wetzel in Mannheim von großen Maschinen zerkleinert. Der Schrott wird hier als recycelbarer Rohstoff für seine Weiterreise nach z.B. nach Asien bearbeitet. Rund 1 Mio. Tonnen Schrott werden so bei dem Familienunternehmen Schrott Wetzel, einer der größten Schrott-Betriebe Deutschlands, von ca. 200 Mitarbeitern an sechs verschiedenen Standorten in seine Einzelteile zerlegt. Bei der Schrottaufbereitung und -verwertung kommen verschiedene Schrottscheren zum Einsatz, die unterschiedliche Schrottqualitäten und Metalle verarbeiten.

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Am Firmenstammsitze in Mannheim zerteilt eine moderne 2000to-Schrottschere mit schier unbändiger Kraft bis zu 20.000 kN mühelos den Inhalt jeder Muldenladung. Um stets eine hohe Verfügbarkeit der Schrottschere gewährleisten zu können, müssen die wichtigsten Anlagenkennwerte wie z.B. Schnittdrücke, Stromaufnahme und Schnittzähler permanent erfasst und überwacht werden. Hierfür hat Schrott Wetzel ein Pilotprojekt zur Prozess- und Energiedatenerfassung mit Messtechnik von Delphin Technology gestartet. Mithilfe der Messdatenerfassung soll ein Online-Monitoring an der Schrottschere realisiert werden, welches stets den aktuellen Zustand aufzeigt und eine vorausschauende Instandhaltungsplanung ermöglicht. Zudem soll es für die Unternehmensleitung möglich sein, die Effizienz und Auslastung der Schrottschere einsehen zu können. Diese Anforderung macht eine kombinierte Prozess- und Energiedatenerfassung notwendig. An der Schrottschere werden die unterschiedlichsten Materialien vom Automobil-Blech bis hin zu ausrangierten Eisenbahngleisen auf die passende Größe geschnitten. Die Schrottscheren stellen somit das Herzstück der Schrottaufbereitung dar. Bei Schrott Wetzel soll deshalb ein ungeplanter Maschinenstillstand unbedingt vermieden werden.

Wenn die Datenübertragung gestört wird

Aufgrund der rauen Umgebungsbedingungen auf dem Schrottplatz und der großen Entfernungen zwischen der Schrottschere und dem Verwaltungsgebäude auf dem Werksgelände im Mannheimer Hafen können für die Messtechnik keine Netzwerkleitungen verlegt werden. Eine WLAN-Verbindung kam aufgrund der vielen Störeinflüsse vor Ort und der Entfernungen ebenfalls nicht in Frage. Die Lösung wurde mithilfe der integrierten WWAN-/LTE-Schnittstelle am Expert Logger-Gerät von Delphin realisiert. Der Datenlogger ist über einen gesicherten VPN-Tunnel erreichbar und ist somit unabhängig vom Firmennetzwerk von Schrott Wetzel. Die Messdaten werden automatisiert über das Mobilfunknetz an den zentralen Datenserver bei Schrott Wetzel gesendet und in einer fortlaufenden Datenbank gespeichert. Der Zugriff auf die Messdaten kann jederzeit durch die Client-PCs vom Betriebsleiter und den technischen Mitarbeitern erfolgen. Hierbei können nicht nur die Messdaten betrachtet und exportiert werden, sondern es kann auch die Konfiguration des Expert Loggers aus der Ferne erfolgen, wenn sich beispielsweise Grenzwerte oder Prozessparameter geändert haben. Diese Flexibilität und die damit verbundene Unabhängigkeit von externen Entwicklungsressourcen war für Schrott Wetzel ein wichtiger Aspekt bei der Beschaffung und Implementierung des Monitoring-Systems von Delphin.

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