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Frequenzumrichter Frequenzumrichter unterstützen IE4-Motoren

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Eaton hat die Reihe seiner kompakten PowerXL Frequenzumrichter DC1 weiterentwickelt. Die Geräte bieten neue Funktionalitäten und gelten als sehr robust. Wie bereits die Frequenzumrichter der Reihe DA1 unterstützt der PowerXL DC1 jetzt ebenfalls hocheffiziente IE4-Motoren, gleich welcher Art (Permanentmagnet-, Brushless DC- oder Synchronreluktanz-Motoren).

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(Bild: Eaton)

Die Anwendung gestaltet sich dabei genauso wie bei den Vorgängermodellen: Es sind nur die Basis-Motordaten und zusätzlich ein Autotuning erforderlich.

U/f-Steuermodus und sensorlose Vektorregelung

Neu ist neben dem U/f-Steuermodus die Möglichkeit der sensorlosen Vektorregelung (SLV). Damit stehen bei Bedarf ein großes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und eine hohe Drehzahlstabilität zur Verfügung, sodass sich das Gerät jetzt auch für Anwendungen mit extremen Lastschwankungen eignet.

„Firemode“ für Anwendungen im HLK-Bereich

Für Anwendungen im HLK-Bereich interessant ist der sogenannte „Firemode“. In diesem Modus werden Fehler- und Warnmeldungen ignoriert. Beim Einsatz zum Beispiel in einer Entrauchungsanlage arbeitet der DC1 damit bis zuletzt weiter und führt den Rauch so lange wie möglich aus dem Gebäude.

Zweiter Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsrampe einstellbar

Mit zusätzlichen Funktionen eröffnen sich auch neue Einsatzfelder für den DC1: Für Pumpen-Applikationen lässt sich zum Beispiel eine zweite Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsrampe einstellen, auf die gewechselt wird, sobald eine bestimmte Frequenz erreicht ist. Eine AC-Flussbremsung ermöglicht auch ohne den Einsatz eines Bremswiderstands eine stärkere Bremswirkung.

Über kWh-Anzeige Energieverbrauch des Antriebs ermitteln

Über 30 neue Monitoring-Parameter erfassen jetzt deutlich mehr Status-Informationen und ermöglichen eine bessere Diagnose. Dazu zählt unter anderem eine kWh-Anzeige, mit der sich der Energieverbrauch des Antriebs ermitteln lässt. Der Anwender kann zudem Größen wie die Betriebsstunden des Lüfters, die interne Temperatur oder Fehlerzähler für Überstrom, Unter-/Überspannung und Übertemperatur erfassen.

Speicher-Stick überträgt Parametereinstellungen auf weitere Geräte

Wie schon die Vorgänger-Modelle sind die Frequenzumrichter DC1 schnell und einfach in Betrieb zu nehmen. Nur 14 Standard-Parameter reichen aus, um sie für einfache Anwendungen einzurichten. Für umfangreichere Applikationen sind zusätzliche Parameter im erweiterten bzw. fortgeschrittenen Parameterbereich hinterlegt. Zudem können einmal ermittelte Parametereinstellungen mit Hilfe eines Speicher-Sticks per Knopfdruck auf weitere Geräte übertragen werden. Dadurch eignen sich die Frequenzumrichter auch besonders für Serienanwendungen.

Zusätzlicher Platinenschutz schirmt Elektronik vor Umwelteinflüssen ab

Darüber hinaus sind die Frequenzumrichter der Reihe DC1 sehr robust. Ein zusätzlicher Platinenschutz schirmt die Elektronik vor Feuchtigkeit, Staub, Chemikalien und extremen Temperaturen ab. Das soll die Zuverlässigkeit steigern und die Lebensdauer der Geräte verlängern.

Die Frequenzumrichter sind zu den Modellen der vorhergehenden Generation kompatibel und lassen sich in vorhandene Anwendungen implementieren – Gehäusedimension, Montageabmessungen (Bohrlöcher) und Bedienung unterscheiden sich nicht. Auch eventuell vorhandenes Zubehör wie Motordrosseln, E/A-Erweiterungsmodule oder SmartWire-DT-Module können weiter verwendet werden. Lediglich vom Speicher-Stick sowie von der externen Bedieneinheit sind neue Versionen erforderlich.

Der DC1 ist in vier Baugrößen in der Schutzart IP20 im Leistungsbereich bis zu 22 kW und in der Schutzart IP66 mit drei Baugrößen im Leistungsbereich bis zu 7,5 kW verfügbar. Die gesamte Produktreihe bietet neben der standardmäßigen ModbusRTU- und CANopen-Schnittstelle die optionale Möglichkeit der Anbindung an das intelligente Verbindungssystem SmartWire-DT.

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