Meeresforschung High-Tech Kabel für die Meerestiefe
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Die Firma Hradil Spezialkabel hat ein tiefseetaugliches und bis zu 200 Meter langes Daten- und Versorgungskabel für den Betrieb eines ferngesteuerten Mini-U-Bootes entwickelt. Es kommt zum Einsatz bei wissenschaftlichen und kommerziellen Einsätzen für die Meeresforschung und -erkundung.
Viele Forschungsbereiche in der Biologie, Archäologie, Geologie und Meteorologie nutzen die Möglichkeiten ferngesteuerter Überwachungssysteme. Bei der erdnahen Erkundung werden z.B. Drohnen mit Audio-, Video- oder Infrarotsensoren ausgestattet und können sehr gute wissenschaftliche Dienste leisten. Dies ist jedoch bei der Meeresforschung aufgrund der Druckverhältnisse und des Mediums Wasser deutlich schwieriger. Das Problem ist dabei weniger das Mini-U-Boot selbst als vielmehr die Versorgungs- und Datenleitung, die das Mini-U-Boot mit Energie und gegebenenfalls Druckluft versorgt und im Fall der Fälle als Rettungsleine dient.
Wir schwer darf ein Kabel für den Einsatz unter Wasser sein?
Das Gewicht eines Kabels spielt für den Einsatz eines Mini-U-Bootes die entscheidende Rolle. Chefkonstrukteur und technischer Geschäftsführer bei der Hradil Spezialkabel, Dede Bülbül umreißt das Problem und die Aufgabenstellung für den Kabelentwickler: „Das Kabel sollte unabhängig von der Einsatztiefe des Mini-U-Bootes zu jedem Zeitpunkt im Wasser schweben. Zum einen darf also die Versorgungsleitung nicht zu schwer sein, sonst zieht sie das Mini-U-Boot in die Tiefe, aber auf der anderen Seite darf sie nicht zu leicht sein, sonst kommt das Mini-U-Boot erst gar nicht runter oder das Kabel zieht das Mini-U-Boot wieder nach oben“.
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