Suchen

Windkraft

Hybridfähre fährt zusätzlich mit Windkraft

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Hybridfähre „Copenhagen“ bekommt Unterstützung durch Windkraft: Ab Mitte nächsten Jahres soll die Fähre mit einem Rotorsegel unterstützt werden und damit CO2-Emissionen einsparen.

Firmen zum Thema

Die Hybridfährte „Copenhagen“ verkehrt zwischen Deutschland und Dänemark – ab Mitte 2020 soll sie zusätzlich von einem Rotorsegel angetrieben werden (hier in einer Illustration).
Die Hybridfährte „Copenhagen“ verkehrt zwischen Deutschland und Dänemark – ab Mitte 2020 soll sie zusätzlich von einem Rotorsegel angetrieben werden (hier in einer Illustration).
(Bild: Peter Therkildsen)

Die „Copenhagen“ ist eine der größten Hybridfähren weltweit und verkehrt zwischen Deutschland und Dänemark auf der Route Rostock-Gedser. Die Fähre kombiniert Dieselantrieb mit Batterieantrieb – jetzt setzt das Fährunternehmen Scandlines zusätzlich auf Windkraft, um die Emissionen weiter zu senken.

Rotorsegel unterstützt Schiffantrieb

Dazu kommt ein Rotorsegel des Ingenieurunternehmens Norsepower zum Einsatz, eine moderne Version eines Flettner-Rotors. Ein Flettner-Rotor besteht aus einem rotierenden Zylinder, dessen Technologie auf dem Magnus-Effekt basiert und das Schiff durch Windenergie vorantreibt. Der Zylinder auf dem Schiff wird durch einen Elektromotor in Rotation versetzt. Der Wind erzeugt eine Kraft, die quer zur Anströmung ist und dem Schiff zum Antrieb dient.

So funktioniert ein Rotorsegel:

Das Rotorsegel ist laut Scandlines die erste kommerziell funktionstüchtige Zusatz-Windantriebstechnologie der globalen maritimen Industrie. Unter günstigen Windbedingungen kann das Rotorsegel dazu beitragen, die Motorkraft zu drosseln und dadurch Emissionen zu reduzieren. Da das Rotorsegel zusätzlichen Antrieb durch Wind generiert, ist es mit allen anderen emissionsverringernden Technologien kompatibel.

CO2-Emissionen um vier bis fünf Prozent reduzieren

Die Strecke zwischen Rostock im Süden und Gedser im Norden ist nahezu rechtwinklig im Verhältnis zu dem überwiegend aus Westen kommenden Wind, was die Bedingungen für Rotorsegel auf dieser Strecke günstig machen soll.

Die Vorbereitungen für die Nachrüstungsarbeiten werden im November 2019 stattfinden, während die Installation des Rotorsegels selbst für das zweite Quartal 2020 vorgesehen ist. Dann soll die „Copenhagen“ mit einem Rotorsegel mit einer Höhe von 30 Metern und einen Durchmesser von fünf Metern ausgestattet werden.

Der Magnus-Effekt im Detail erklärt:

„Durch die Installation eines Rotorsegels können wir die CO2-Emissionen auf der Route Rostock-Gedser um vier bis fünf Prozent reduzieren“, erklärt Scandlines‘ CEO Søren Poulsgaard Jensen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46087280)