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I-Machine heißt: Steuern per Tablet

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Mobile Anlagensteuerung nutzt WLAN in der Fabrik

Durchweg positive Erfahrungen konnte Schneider Electric mit eigenentwickelten Apps machen, die von dem Unternehmen Anfang des Jahres vorgestellt wurden: Sie heißen VijeoDesign Air und VijeoDesign Air Plus. Damit stehen für Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau sowie für mobile Maschinen zwei Apps für Smartphones und Tablets unter den Betriebssystemen iOS und Android zur Verfügung: Mit diesen pfiffigen Apps können Anwender und Konstrukteure unkompliziert und überschaubar die Betriebsdaten und Parameter ihrer Maschinen mobil auslesen und verwalten. Auch hier gilt: Der Zugriff auf die Anlagen erfolgt für Anwender ganz einfach über WLan-Verbindungen. Das Funktionsprinzip dahinter: Anwender laden sich die App herunter und suchen im entsprechenden Netzwerk nach dem verbundenen Panel. Durch einen einzigen Klick verbindet man Display und Maschine und erhält eine Eins-zu-Eins-Darstellung des Maschinenbedienterminals. Jetzt ist der Anwender in der Lage, die Maschine exakt wie vor Ort zu bedienen. Bei der App Vijeo Design Air Plus hingegen hat man die Möglichkeit, sich ein individuelles zweites Projekt zu erstellen, das auf dem lokalen Panel gespeichert ist, dann aber auf dem Tablet oder Smartphone dargestellt wird.

Handhelds für Maschinen müssen Security-gerecht sein

Abseits aller technischer Finessen gilt allerdings ein Thema in Branchenkreisen als essenziell für den flächendeckenden Durchbruch der Handhelds im Maschinenbausektor – und das nicht erst seit Stuxnet: die Sicherheit. Apps müssen es Betreibern ermöglichen, den Zugriff auf die Maschine nach bestimmten Sicherheitskriterien hin zu definieren. Dabei geht es in der Regel darum, welcher Anwender Daten lediglich lesen und welcher Benutzer das System tatsächlich steuern darf.

Ebenso sind Kontrollmechanismen nötig, die sowohl einen Überblick darüber geben, wer gerade auf ein bestimmtes Panel zugreift und die zudem die Option bieten, die Verbindung bei unberechtigtem Zugriff zu unterbinden. Rein technisch gesehen gehören dazu Sicherheitsmaßnahmen wie etwa die Anmeldung per Benutzername und Passwort sowie die Anbindung via Virtual Private Network (VPN).

Den Support im Auslandgibt's per Remote

Klar ist: Die Steuerung von Maschinen per iOS, Windows Mobile oder Android gehört zu den größten Trends im Anlagenbau. Das gilt nicht zuletzt auch für Anforderungen beim Export. Hier existieren erste Überlegungen, den Support für Maschinen, die ins Ausland verkauft wurden, remote per App abzuwickeln. Hinzu kommen neue Einsatzgebiete für Anlagen in Privathaushalten. Denkbar wäre dabei etwa eine Wärmepumpe, die der Hausbewohner per Smartphone oder Tablet überwachen kann.

* *Dipl.-Ing. Thomas Hammermeister, Schneider Electric, Ratingen

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