Generationenwechsel bei Pilz

Im Gespräch: „Das Herz für das Unternehmen mitbringen“

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Welche Herausforderungen bringt der Generationenwechsel bei Pilz mit sich?

Susanne Kunschert: Eigentlich sehen wir keine Herausforderung, da mein Bruder und ich schon seit zehn Jahren so wunderbar zusammenarbeiten. Ich war bislang halbtags tätig und habe nun die Möglichkeit aufzustocken. Wir sehen eher die emotionale Herausforderung, weil wir unsere Mutter im operativen Geschäft vermissen werden.

Frau Pilz sagte im Interview mit elektrotechnik, dass Sie sehr stolz auf das erste sichere Feldbussystem von 1997 ist. Auf welches Produkt sind Sie besonders stolz?

Thomas Pilz: Wir haben keinen Favoriten, denn wir sind auf alle Produkte, die wir auf den Markt gebracht haben, stolz. Und besonders auf die Menschen, die hinter den Produkten stehen.

Im Interview hatte Ihre Mutter zudem verraten, dass ihr Credo „Safety und Security müssen heute als Zwillingspaar gemeinsam in der Automatisierung wirken“ lautet. Wie lautet Ihres?

Thomas Pilz: Meine Mutter hat das Zwillingspaar als Beispiel genommen, man kann aber auch die Münze als Symbol sehen. Es gibt zwei Seiten, die nicht gleich sind. Security ist das Schild über Automation und Safety. Safety ist die Schutzhülle für den Menschen während der Automation. Und wenn man versucht, beides auf eine Seite zu bringen, tut man beiden Seiten unrecht. Man braucht immer beide Seiten.

Was wünschen Sie sich als „Botschafter der Sicherheit“ für die Zukunft? Wie sieht Ihre Vision aus?

Thomas Pilz: Dazu brauchen wir jetzt mindestens drei Tage (alle lachen). Wir möchten unser Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln. Denn an der Funktionalität Sicherheit verändert sich auch künftig nichts, aber daran, wie wir sie erreichen – da wird sich unheimlich viel verändern. Wir haben diesbezüglich viele Visionen für die nächsten Jahre.

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