Gleitlager

Mit dem Curfboard über Straßen surfen

| Redakteur: Katharina Juschkat

In den Achsen sind Gleitlager von Igus aus zwei verschiedenen Werkstoffen verbaut: Iglidur Z und Iglidur J350.
In den Achsen sind Gleitlager von Igus aus zwei verschiedenen Werkstoffen verbaut: Iglidur Z und Iglidur J350. (Bild: Igus)

Das Curfboard ist eine Mischung aus Skateboard und Surfboard – Geheimnis sind die Achsen, die eine 4-Gelenk-Kinematik besitzen. Die Gleitlager der Achsen müssen besonders robust sein, weshalb der Hersteller auf Igus-Gleitlager setzt.

Das Curfboard ist ein neues Sportgerät, das Surf- und Skateboard vereint. Erfunden wurde es von der gleichnamigen Firma Curfboard GmbH, die damit das „ultimative Surfgefühl auf Rädern“ verspricht. Dafür sorgen sollen die besonderen Achsen, die ohne Gummidämpfer oder Federn konstruiert sind und eine 4-Gelenk-Kinematik besitzen. Damit sollen sie selbstregulierend sein: Über die Schwerkraft stellen sie sich automatisch auf das Gewicht des Fahrers ein. Zudem besitzt das Board ein besseres Ansprechverhalten, wodurch es sich leichter steuern lässt.

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Fahrer sich zur Fortbewegung nicht mehr mit dem Fuß abstoßen muss. Stattdessen wird, ähnlich dem Surfen, durch Gewichtsverlagerung des Körpers Geschwindigkeit aufgebaut , auch bergauf. Die Ansprüche an die Bauteile sind hoch – während beim Skateboard die Achsen und somit die Lager primär in Kurvenfahrten belastet werden, sind sie beim Curfboard permanenter Belastung ausgesetzt. Stephan Augustin, der Erfinder des Curfboards, verwendete für die Konstruktion Gleitlager aus Iglidur Z und Iglidur J350 Hochleistungspolymeren von Igus.

Härtetest für Gleitlager

Auf der Suche nach den richtigen Gleitlagern führte Stephan Augustin zunächst einen rund viermonatigen Outdoor-Versuch unter härtesten Bedingungen mit Lagern verschiedener Hersteller durch. „Nach der Auswertung des Versuchs wurde sichtbar, dass lediglich die Gleitlager von Igus den Anforderungen gewachsen waren“, erklärt Stephan Augustin. Gleitlager aus Metall/PTFE-Verbund waren laut Augustin nach kurzer Zeit verschlissen und fielen aus.

Da die Gleitlager abriebfest und korrosions- und wartungsfrei sein mussten, wählte der Hersteller den Hochleistungskunststoff Iglidur Z für die Lagerung direkt am Ausleger. Der Werkstoff ist laut Igus sehr verschleißfest und unempfindlich gegenüber Kantenpressungen. An weniger belasteten Stellen kommen Gleitlager aus Iglidur J350 zum Einsatz. Dieser Werkstoff verfügt über niedrige Reibwerte auf Stahl und Aluminium und ist unempfindlich gegenüber Stößen und Schlägen. Die Iglidur Lager kommen ohne Schmiermittel aus, sodass kein Dreck an den Lagern anhaften kann. Durch die im Kunststoff eingebetteten Festschmierstoffe bleibt die Lagerstelle trocken, Schmutz und Staub können somit nicht so leicht anhaften und sind einfach abwaschbar.

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