Maschinenbeschickung Neue modulare Roboterzelle setzt auf einfache Bedienung

Redakteur: Sandro Kipar

Das Technologieunternehmen ABB stellt seine neuen Zellen für die robotergestützte Werkzeugmaschinenbeschickung vor. Zur Markteinführung sind zunächst zwei verschiedene Modelle verfügbar.

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ABB stellt seine neuen Modelle vor. Der Flex Loader M Conveyor verfügt über ein einfaches, aber leistungsstarkes Bildverarbeitungssystem.
ABB stellt seine neuen Modelle vor. Der Flex Loader M Conveyor verfügt über ein einfaches, aber leistungsstarkes Bildverarbeitungssystem.
(Bild: ABB)

Möglichst einfach und möglichst zeitsparend: Das ist das Ziel des Technologieunternehmens ABB für seine neuen Maschinenbeschickungszellen Flex Loader M. Die modularen Einheiten sind laut dem Unternehmen für die metallverarbeitende Industrie geeignet und sollen etwa in Gießereien oder Druckgussbetrieben zum Einsatz kommen.

„Da ihre Kunden eine immer größere Produktvielfalt und kürzere Lieferzeiten fordern, benötigen die Metallverarbeiter einen Fertigungsprozess, der schnell und agil ist. Gleichzeitig muss er so flexibel sein, dass sie mit einer hohen Varianz und kleinen Volumina bis hin zur Losgröße 1 produzieren können“, sagt Andrea Cassoni, Leiter der Business Line General Industry bei ABB Robotics. Zur Markteinführung stehen zwei Modelle zur Verfügung: Schubladen (Trays) und Förderband (Conveyor). Weitere Varianten sollen in den kommenden Monaten folgen.

Insgesamt sechs neue Varianten sind geplant. Zur Markteinführung sind Tray und Conveyor verfügbar.
Insgesamt sechs neue Varianten sind geplant. Zur Markteinführung sind Tray und Conveyor verfügbar.
(Bild: ABB)

Einfache Automatisierungsmöglichkeiten

Flex Loader M Conveyor verfügt über ein einfaches, leistungsstarkes Bildverarbeitungssystem, das das Zuführen von Werkstücken mit komplexen Formen ermöglicht, heißt es weiter. Flex Loader M Tray ist eine Schubladenlösung, die eine einfache Beschickung der Maschine ermöglicht. Die Zelle lasse sich dank ihrer kleinen Stellfläche nahezu überall aufbauen. Dies sei ideal für die Handhabung unterschiedlicher Werkstücke mit variablen Formen wie Würfel, Zylinder, Platten oder Rohre. Für die Installation und Inbetriebnahme der neuen Zellen braucht es laut ABB ein bis zwei Tage.

Das Technologieunternehmen hat bei seinen neuen Produkten auf Einfachheit gesetzt. Die Roboterzellen können ohne spezielles Wissen über Robotik programmiert werden. Neue Werkstücke können in weniger als fünf Minuten eingelernt werden, ohne Fachkenntnisse in der Bildverarbeitung zu benötigen. Der Wechsel zwischen einprogrammierten Teilen sei in weniger als einer Minute möglich. Flex Loader M besitzt außerdem eine datenbasierte Optimierungsfunktion. Dazu gehört eine Fernüberwachung, mit der Fehler remote behoben werden können, so ABB.

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