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So ist es nicht verwunderlich, dass der Spritzgieß-Spezialist auch im Bereich der industriellen Datenkommunikation über OPC zeigt, wo es lang geht. Als im Jahr 2009 nach einer bestmöglichen Lösung für die Anbindung des Leitrechnersystems an die Spritzgießmaschinen gesucht wurde, entschied man sich für OPC UA: „Wir brauchten einen weltweit anerkannten, internationalen Standard und fanden ihn in Form von OPC Unified Architecture“, so Michael Vieth, Gruppenleiter TA-Leittechnik.
Plattformunabhängig durch OPC UA
Obwohl Arburg eine untypisch hohe Fertigungstiefe von rund 60 Prozent hat - sogar die komplette Selogica Steuerung für die Spritzgießmaschinen (Hard- und Software) werden im eigenen Hause hergestellt - gab es in Bezug auf die Anschaffung eines OPC UA-Toolkits wenig Diskussion. „Wir waren uns schnell einig, dass wir uns auf unsere Leittechnik-Kernkompetenz konzentrieren sollten, nicht auf das Programmieren der untersten OPC UA-Schichten. Darüber hinaus hatten wir eine Deadline, und diese war nur mit Hilfe eines OPC-Toolkits zu schaffen, welches den Einsatz des Echtzeitbetriebssystems VxWorks von Wind River unterstützt’, so Michael Vieth.
Der mit dem OPC UA VxWorks Server Toolkit von Softing entwickelte Embedded OPC UA-Server läuft unter VxWorks auf der Visualisierungs-CPU der Selogica Steuerung und ermöglicht die Kommunikation mit der Außenwelt, sowohl mit einem Arburg Leitrechnersystem als auch mit Drittsystemen. Dass dabei der für den Einsatz im Arburg Leitrechnersystem entwickelte OPC UA-Client in einer Java-Umgebung abläuft, spricht für die Plattformunabhängigkeit des OPC UA-Standards. Und genauso wie Kunden über OPC UA ihre eigenen Leitrechnersysteme an die Arburg Spritzgießmaschinen anschließen können, kann das Arburg Leitrechnersystem Spritzgießmaschinen von Drittfirmen über OPC UA ansprechen.
„Obwohl wir offensichtlich eine der ersten waren, die das OPC UA VxWorks Server Toolkit von Softing eingesetzt haben, verlief die Entwicklung des OPC UA-Servers ohne Probleme. Fragen wurden schnell und akkurat vom Kundensupport beantwortet, wenn notwendig in Abstimmung mit der Entwicklung.“, so Herr Armin Ruoff, der zuständige Software-Entwickler.
Mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten
Das Arburg Leitrechnersystem ist ein modulares, leistungsstarkes Produktionsmanagementsystem. Erprobt und bewährt in der Praxis, bietet es die notwendigen Funktionen für eine sichere und wirtschaftliche Produktion. Eine flexible und schnelle Reaktion auf Anforderungsänderungen ist dabei das Gebot der Stunde.
Die zentrale Online-Datenerfassung und Verarbeitung von Maschinen- und Auftragsdaten auf der Basis des OPC UA-Standards sorgt für die notwendige Transparenz in der Fertigung und bietet dem Kunden gesicherte Wettbewerbsvorteile. Er benötigt keine manuelle Erfassung seiner Maschinen- und Betriebsdaten mehr und bekommt mehr Zeit für andere, wertschöpfende Tätigkeiten wie die Produktionsplanung und -organisation.
Hannover Messe Halle 9, Stand F79
* Peter Seeberg, Market Segment Manager Factory Automation, Softing Industrial Automation
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