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Plattform Industrie 4.0 zeigt Neues zur Verwaltungsschale auf SPS

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Plattform Industrie 4.0 hat eine neue Spezifikation veröffentlicht, mit der Entwickler eigene Verwaltungsschalen implementieren können. Updates, Vorträge und Anwendungsbeispiele gibt es zudem auf der SPS.

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Eine neue Spezifikation ermöglicht es Entwicklern, eigene Verwaltungsschalen zu implementieren und spätere Interoperabilität zu gewährleisten.
Eine neue Spezifikation ermöglicht es Entwicklern, eigene Verwaltungsschalen zu implementieren und spätere Interoperabilität zu gewährleisten.
(Bild: Plattform Industrie 4.0)

Um Industrie-4.0-Komponenten interoperabel zu machen, braucht es ein Asset Administration Shell, kurz AAS, zu deutsch Verwaltungsschale. Die Spezifikation „Details of the Asset Administration Shell“ hat die Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit dem ZVEI weiterentwickelt und jetzt zur SPS veröffentlicht.

Mit der Spezifikation können Entwickler eigene Verwaltungsschalen implementieren und dabei sicher sein, dass eine spätere Interoperabilität möglich ist. Ein Software-Tool erleichtert den schnellen Einstieg.

Das Update von „Details of the Asset Administration Shell“ beinhaltet jetzt auch ein OPC UA-, AML- und RDF-Mapping.

Die Publikation „Details of the Asset Administration Shell Part 1 – The exchange of information between partners in the value chain of Industrie 4.0“ in der Version 2.0 ist die Erweiterung der im Jahr 2018 veröffentlichten ersten Fassung. Die Publikation beschreibt, wie Unternehmen Informationen in der Verwaltungsschale aufbereiten und strukturieren können. So können sie alle enthaltenen Informationen als Paket (Dateiverbund) auf einheitliche Weise über mehrere Partner in der Lieferkette hinweg austauschen – ohne dass heute schon ein Online-Zugriff gestattet werden muss.

Was die Publikation bietet:

  • Sie beschreibt Informationsinhalte und Serialisierungsformate einer Verwaltungsschale.
  • Sie spezifiziert ein technologieneutrales UML-Modell, ein XML- und JSON-Schema sowie ein Mapping für OPC UA, AutomationML und das Resource Description Framework (RDF).
  • Sie definiert das AASX-Austauschformat für die sichere Übertragung von Verwaltungsschalen.
  • Sie berücksichtigt Security-Aspekte und legt basierend auf dem Attribute Based Access Control (ABAC) Konzept Zugriffsrechte auf Information der Verwaltungsschale fest.

Kostenloses Tool für die Verwaltungsschale

Der AASX Package Explorer ist ein Software-Tool, mit dem Unternehmen Verwaltungsschalen erzeugen und leicht editieren können.
Der AASX Package Explorer ist ein Software-Tool, mit dem Unternehmen Verwaltungsschalen erzeugen und leicht editieren können.
(Bild: Plattform Industrie 4.0)

Der AASX Package Explorer ist ein Software-Tool, mit dem Unternehmen Verwaltungsschalen in den Formaten XML und JSON erzeugen und leicht editieren können – ausgehend vom eigenen Business Use Case. Konzeptbeschreibungen werden mit E-Class Irdis automatisch angelegt und referenziert. Mit Import- und Export-Funktionen für z. B. BMEcat, AutomationML oder OPC UA können sehr schnell andere Datenformate und relevante Firmendaten integriert werden. Der AASX Package Explorer ist eine Open Source Implementierung, die unter Eclipse Public License 2.0 (EPL-2.0) als kompiliertes Programm heruntergeladen werden kann.

Programmtipps für die SPS zum Thema Verwaltungsschale

Programmtipps für die SPS zum Thema Verwaltungsschale

  • Dienstag, 26. November: Interoperabilität bis in die Cloud - Digitaler Zwilling und Verwaltungsschale
    12 bis 12.45 Uhr | ZVEI Forum | Halle 6-240
    In diesem Vortrag stellt Dr. Michael Hoffmeister, Leiter der ZVEI-Arbeitsgruppe „Modelle und Standards“ der Plattform Industrie 4.0, den aktuellen Arbeitsstand zur Verwaltungsschale vor.


  • Mittwoch, 27. November: Interoperabilität ist die Basis für Industrie 4.0
    13 bis 14 Uhr | VDMA Forum | Halle 5-240
    Unter den Teilnehmenden der Panel-Diskussion ist Dr. Birgit Boss, Leiterin der Arbeitsgruppe „Verwaltungsschale“ der Plattform Industrie 4.0. Ihr Beitrag: Die Verwaltungsschale und warum sie der Schlüssel zur benötigten Interoperabilität für Industrie 4.0 ist.


  • Mittwoch, 27. November: Das Digitale Typenschild – Software as an Asset
    13 bis 14 Uhr | ZVEI Forum | Halle 6-240
    Prof. Dr. Dieter Wegener (ZVEI-Führungskreis Industrie 4.0) und Prof. Dr. Martin Wollschlaeger (TU Dresden) informieren über das Digitale Typenschild 4.0. Mit Hilfe der Verwaltungsschale werden alle Informationen des traditionellen Typenschildes digital zur Verfügung gestellt und zusätzliche Dienstleistungen ermöglicht.


  • Donnerstag, 28. November: Welche Kriterien müssen Industrie-4.0-Produkte 2020 erfüllen?
    Leitplanken für die Produktentwicklung
    11.30 bis 12 Uhr | ZVEI Forum | Halle 6-240
    Martin Hankel präsentiert die jährlich aktualisierten Produktkriterien für Industrie 4.0. Sie bieten Entwicklern der Automatisierungsbranche Richtlinien, um Industrie-4.0-kompatible Produkte gemäß den Spezifikationen und Empfehlungen der Plattform Industrie 4.0 zu entwickeln.

  • Verwaltungsschalen-Projekte und Use Cases auf der SPS:

    • Lenze AAS-Showcase: Machine lifecycle | Lenze SE (Halle 1-360)
    • Digital Nameplate 4.0 | ZVEI (Halle 6-241)
    • AAS in AutomationML | AutomationML e.V. (Halle 5-140)
    • Use Case ABB – Industrie 4.0 in practice: Interoperable Industrie 4.0 by using Digital Twins and Asset Administration Shells | ABB AG (Halle 4-420)
    • Sensor Data in the Cloud | Pepperl+Fuchs AG (Halle 7A-330)
    • SAP Intelligent Asset Management solutions | SAP SE (Halle 5-358)
    • ESR Pollmeier AAS-Showcase | ESR Pollmeier GmbH – Servo-Antriebstechnik (Halle 4-220)
    • Bosch Rexroth – Linear Motion Technology with Digital Nameplate 4.0 | Bosch Rexroth AG (Halle 7-450)

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