Feldkommunikation

So schont ein Feldbus-unabhängiges I/O-System knappe Kassen von Energieversorgern

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Hardware-Feldbus unabhängig und zukunftssicher

Für die Erfassung und Weitergabe der Daten bzw. Signale aus dem Feld (u. a. Leistungen, Spannungen, Ströme, Frequenzen) übernehmen I/O-Module der FnIO-Serie von Wachendorff eine tragende Rolle. Das FnIO-System des Mittelständlers aus dem Rheingau bietet Knoten für unterschiedliche Busstandards (Profibus DP/V1, Profinet, Modbus TCP/IP, Canopen, Modbus RTU, Ethercat, Ethernet/IP, DeviceNet, CC-Link usw.) und ist darum besonders flexibel einsetzbar. Selbst bei einem Wechsel des Busstandards können die Erweiterungsmodule weiter verwendet werden – lediglich der Feldbusknoten wird passend zum vorhandenen Feldbus getauscht.

Das Sortiment umfasst eine große Auswahl analoger und digitaler I/O-Module mit den unterschiedlichsten Potential- und Signalformen, wodurch ein individuell auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmtes System konfiguriert werden kann. Selbst unterschiedliche Spannungen in einem System sind so möglich.

Die 16-Kanal-Module mit einer Breite von 12 mm erlauben mit bis zu 32 Busklemmen pro Feldbuskoppler eine sehr hohe Integrationsdichte. Überschusskapazitäten lassen sich durch die unterschiedliche Anzahl von Kanälen (wahlweise 1, 2, 4, 8 oder 16 Kanäle pro Modul) vermeiden. Widerstände oder spezielle Endmodule benötigt das System nicht.

Dank der Konfigurationssoftware I/O-Guide pro lässt sich die korrekte Funktion der angeschlossenen Peripherie frühzeitig testen und überwachen. „Durch das Web-Interface der Modbus-Knoten sieht man sofort, ob das Gerät arbeitet und kann via Ethernet bei Bedarf die Diagnose durchführen“ erklärt Carlo Becker. Die Anbindung an Leittechnik ist dafür noch nicht erforderlich.

Als transparentes Gateway

Die Gateways HD67507 und HD67510 der ADF-Serie von Wachenorff stellen in dieser Anwendung die Kommunikation zwischen einem seriellen und einem Ethernet basierenden Modbus-System sicher. Die Gateways werden dabei entweder als transparentes Gateway oder auch als Datenumsetzer mit einstellbarer Übersetzungstabelle verwendet.

Die Gateways akquirieren als Modbus RTU Master (HD67507) bzw. TCP Client (HD67510) selbständig Daten von mehreren Teilnehmern und stellen es dem übergeordneten System zur Verfügung. Selbstverständlich können Daten auch in die entgegengesetzte Richtung übermittelt werden. Sie sind mit der zugehörigen PC-Software über die USB- sowie über die Ethernet-Schnittstelle schnell und einfach konfigurierbar.

Die interne Datenverarbeitung geschieht mittels schnellem 32 Bit Mikroprozessor. Die ADF-Gateways sind galvanisch getrennt und können im großen Temperaturbereich von -30 °C bis +70 °C eingesetzt werden. Die Montage der Gateways erfolgt einfach und zuverlässig auf der DIN-Hutschiene im Schaltschrank.

Einfache Installation und Nachrüstung

Bei den Stadtwerken Schlitz wurden schon die ersten Trafostationen mit dem neuen System ausgerüstet. Via invicoSCADAnet hat Susemichel nun ständig alle Parameter im Blick. „Die Installation war so einfach wie erwartet und alles läuft perfekt“ erzählt er. Durch die kompakte Bauform ließen sich die Komponenten einfach im vorhandenen Schaltschrank unterbringen – auch die Installation selbst war durch die abnehmbaren Klemmen der I/O-Module von Wachendorff sehr schnell und einfach erledigt.

„Jetzt, wo man das System und seine Möglichkeiten kennt, kommen einem noch viele Ideen für sinnvolle Anwendungen“ erklärt Susemichel. Glücklicherweise lassen die sich einfach nachrüsten: Der modulare Aufbau des FnIO-Systems ermöglicht jederzeit Erweiterungen und Veränderungen – durch die abnehmbaren Klemmblöcke auch bei stehender Verdrahtung.

Nach den guten Erfahrungen sollen in Schlitz noch einige Dutzend Stationen mit der Lösung von invico und Wachendorff ausgestattet und damit fit für die Energiewende gemacht werden – kostenbewusst, jedoch ohne Abstriche bei Funktionalität, Flexibilität und Zukunftssicherheit zu machen.

* *Alexander Rehm,Produktmanager, Wachendorff Prozesstechnik

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