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Simatic-Steuerung kommt in weiteren Hafenanlagen zum Einsatz
Bei der Inbetriebnahme half der einfache Online-/Offline-Abgleich. So kam es zu keinem einzigen Systemstopp. Für die Sperrwerkslinien wurde die CPU 1515 von Siemens gewählt. Vor den Brocke erklärt: „Wir werden diese CPU als Standard auch für andere Aufgaben nutzen. Für einen möglichst geringen Aufwand bei der Ersatzteilhaltung lohnt es, die Variantenanzahl so gering wie möglich zu halten, auch wenn die Lösung damit im einen oder anderen Fall überdimensioniert ist.“ Wenn künftig auch Schleusensteuerungen auf Simatic S7-1500 umgerüstet werden, steigen die Experten auf die fehlersichere S7-1500F um. Die Auflage, zur Einhaltung der Maschinenrichtlinie fehlersichere Steuerungen einzusetzen, greift bei bestehenden Anlagen erst, wenn wesentliche Veränderungen vorgenommen werden. Vor den Brocke betont: „Wir setzen bei den Schleusen in jedem Fall auf Fehlersicherheit und kommen damit möglichen Auflagen zuvor, denn Sicherheit und Transparenz haben bei uns höchste Priorität.“
Auch die Hamburger Hafenbarkassen, Eisbrecher und Vermessungsschiffe werden nach und nach auf die Siemens-Steuerung umgerüstet. Hier kommen auch die Simatic Comfort Panels zum Einsatz, die für den Einsatz auf Schiffen dimmbar sind. Für kleinere Anwendungen, wie Pegelstandsmessungen und -anzeigen, setzten die Projekteure auf den Basic Controller Simatic S7-1200 in der robusten Siplus-Ausführung. Er fungiert als Analogwertrechner und steuert über Profibus die großen Anzeigetafeln entlang der Elbe an. Vor den Brocke konstatiert: „Besonders interessant ist hier der integrierte Webserver, über den auch andere Nutzer, wie die Wetterämter, den Pegelstand direkt auslesen können.“ So leisten Simatic Controller einen Beitrag zur Sicherheit im Hamburger Hafen. „Das neue Automatisierungssystem spart uns wirklich Kosten“, sagt vor den Brocke abschließend.
* Annette Horneber, Technische Redakteurin, Digital Factory, Siemens
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