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Fernwartung

Volle Kontrolle: Alle Daten mit Fernwartungsroutern im Blick behalten

| Autor/ Redakteur: Helmut Halmburger* / Sariana Kunze

Maschinen und Anlagen mit Strom zu versorgen reicht schon lange nicht mehr aus. An übergeordneter Stelle hat man gerne alle Daten im Blick. Fernwartung heißt hier das Zauberwort. Deshalb stattet Schodo seine schlüsselfertigen Schaltschränke mit Fernwartungsroutern für die volle Kontrolle aus.

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Dieser Schaltschrank kommt in der Automobilindustrie zum Einsatz und übernimmt dort die Steuerung einer Schweißanlage. Mit an Bord: Ein Ewon Cosy VPN-Fernwartungsrouter – im Zusammenspiel mit einer SPS von Siemens.
Dieser Schaltschrank kommt in der Automobilindustrie zum Einsatz und übernimmt dort die Steuerung einer Schweißanlage. Mit an Bord: Ein Ewon Cosy VPN-Fernwartungsrouter – im Zusammenspiel mit einer SPS von Siemens.
( Bild: Wachendorff )

Die Anzahl an kleinen, dezentralen Energieerzeugern wie Windrädern, Biogasanlagen oder Wasserkraftwerken steigt. Sie haben eins gemeinsam: Oft werden sie an abgelegenen Standorten errichtet, um Strom in das Netz einzuspeisen. Aber auch Daten müssen aus unterschiedlichen Gründen ausgetauscht werden. „Zum einen geht es natürlich um die Überwachung der Anlage und die Anzeige von Störmeldungen“, erklärt Dominic Schott, der in seiner Eigenschaft als Systemintegrator häufig mit der Errichtung von Kleinwasserkraftwerken zu tun hat. „Andererseits wollen die Betreiber aber auch wissen, wie viel Energie hier erzeugt wird“, erklärt er.

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Für solche Anwendungsfälle sind Fernwartungslösungen ideal. Und auch in der Produktion geht heute ohne Fernwartung kaum noch etwas. „Unsere Kunden fragen solche Systeme vor allem nach, um die Verfügbarkeit ihrer Anlagen zu erhöhen“, beschreibt Schott, dessen Firma Schodo mit Sitz in Aschaffenburg nicht nur komplette Automationslösungen projektiert, sondern auch schlüsselfertige Schaltschränke baut. Zu den Kunden von Schodo gehören Anlagenbauer aller Branchen. Sie liefern ihre Lösungen z. B. an die Automobilindustrie. Auch wenn Schodo eigentlich nur Zulieferer ist, verbleibt die Verantwortung für die Steuerung und Software häufig auch nach der Projektierung in den Händen der Aschaffenburger.

Die Nachfrage zu Fernwartungslösungen steigt

„Oft kommt es im laufenden Betrieb zu Änderungen von Taktzeiten oder Produkteigenschaften“, erklärt der Elektroingenieur. Um solche Anpassungen schnell und kostensparend vornehmen zu können, kommt man heute um Fernwartung eigentlich nicht mehr herum.“ Er registriert seit etwa zehn Jahren eine immer größer werdende Nachfrage nach Möglichkeiten des Fernzugriffs. „Wir haben uns damals auf der Nürnberger Messe nach Lösungen umgesehen und sind bei Wachendorff fündig geworden“, berichtet er. Wachendorff, ein Mittelständler aus dem Rheingau, hat in seinem Portfolio eine Vielzahl an Fernwartungsroutern mit unterschiedlichen Bauformen und Funktionalitäten, die für die unterschiedlichen Branchen die passende Lösung beinhalten. Die VPN-Router der Serie Ewon Cosy sind laut Wachendorff kostengünstige und effiziente Werkzeuge, um Anlagendaten aus der Ferne einzusehen oder Parameter zu ändern. „Schon beim ersten eingesparten Kundenbesuch hat sich die Investition in ein solches Gerät amortisiert“, bringt Schott die Vorteile auf den Punkt. Werden mehr Möglichkeiten benötigt, wie z. B. Alarmmanagement und/oder umfassendes Datenlogging, so kann auf die Serien Ewon Flexy zurückgegriffen werden. Sicherheitsbedenken gibt es dabei nur wenig. „Spätestens, wenn wir erklären, dass wir uns nicht von außen in das Firmennetzwerk einwählen müssen, sondern per Mobilfunk, LAN oder WLAN den Zugriff herstellen und die IT-Abteilung keine besonderen Änderungen in den unternehmensspezifischen Sicherheitsrichtlinien und -maßnahmen für uns vornehmen muss, sind alle Hürden schnell überwunden“, sagt Schott. Hilfreich soll dabei das zwischengeschaltete Online-Serviceportal Talk2M sein. Es bietet für Schodo einen Zugriff auf die vielen Anlagen weltweit. Die cloudbasierte Lösung stellt mit derzeit 25 weltweit verteilten Servern nicht nur eine zuverlässige VPN-gesicherte Kommunikation sicher, sondern protokolliert auch alle Verbindungen. So lässt sich jeder Zugriff nachvollziehen und einfach in Reports ausleiten. Die Kommunikation erfolgt über einen SSL-basierten Open-VPN-Tunnel. Die Informationen werden verschlüsselt übertragen (SSL, 2048- Bit-Schlüssel) und nur authentifizierte Benutzer können sich mit dem Ewon-Cosy-Router verbinden.

Mit cloudbasierter Lösung die volle Zugriffskontrolle behalten

Der Anwender kann definieren, welche Benutzer auf welche Geräte zugreifen dürfen, denn das Portal Talk2M Pro erlaubt die Deklaration von Benutzer- und Gerätegruppen. Der Administrator kann so differenziert die verschiedenen Zugriffsrechte und Ansichten zuweisen. Eine streng reglementierbare Benutzeranmeldung sowie Passwort-Regeln sorgen für weitere Sicherheit. Hinzu kommt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, bestehend aus Password und SMS-Schlüssel. Zudem ist die Lösung offen für Steuerungen aller namhaften Hersteller.

* Helmut Halmburger, Produktmanager Industrielle Kommunikation, Wachendorff Prozesstechnik

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