Suchen

Kamera Augmented Reality bringt den 7. Sinn im Service

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Getreu diesem Motto hat Knapp, Spezialist für Lagerautomation, ein audio-visuelles Support-System entwickelt und setzt dabei ganz auf Augmented Reality. Im Headset ist eine winzige Kamera verbaut, die trotzdem viele Automatikfunktionen hat und industrietauglich ist.

Firma zum Thema

Per Headset mit See-Through-Display und integrierter Kamera kann der Servicemitarbeiter vor Ort live mit der Supportzentrale kommunizieren.
Per Headset mit See-Through-Display und integrierter Kamera kann der Servicemitarbeiter vor Ort live mit der Supportzentrale kommunizieren.
(Bild: Knapp; KANIZAJ MARIJA-M.)

Der Support-Mitarbeiter sitzt konzentriert an seinem Bildschirm und verfolgt den Servicetechniker, der 200 km entfernt dabei ist, die Ursache einer Störung zu finden. Sie sehen und hören beide das gleiche, was die Zusammenarbeit effizient macht und den Fehler sicher und schnell beseitigen lässt. Womit der Techniker futuristisch aussieht, ist äußerst praktisch: Er kann sich mit dem System ohne Einschränkungen bewegen und hat beide Hände frei. Ki Soft Web Eye besteht aus einem Headset mit Minikamera, See-Through-Display, Kopfhörer und Mikrofon sowie einer Weste mit tragbarem PC, Akku und einer kabellosen Minitastatur.

Mit dieser Augmented Reality-Lösung ebnet das Unternehmen den Weg für den siebten Sinn im Service. Realität und virtuelle Information verschmelzen auf dem Headset-Display. Knapp

Bildergalerie

setzt es im eigenen Haus zur Verbesserung seiner Supportleistungen ein, bietet das System aber auch auf dem Drittmarkt an. Mit ca. 2.700 Mitarbeitern und über 466 Mio. Euro Umsatz zählt die im österreichischen Hart bei Graz beheimatete Knapp AG zu den weltweiten Marktführern unter den Anbietern intralogistischer Komplettlösungen und automatisierter Lagersysteme für verschiedene Branchen.

Service und Hotline haben alles im gleichen Blick

Tritt bei einem Knapp-Kunden ein Störfall auf oder ist eine Wartung durchzuführen, eilt ein Kundentechniker dorthin, „schnallt“ sich das System um und verbindet sich mit einem Klick mit der Servicezentrale. Über die Headset-Kamera können dann die Experten live alles sehen, was der Techniker vor Ort auch sieht und per Mikro/Kopfhörer mit ihm kommunizieren. Er wiederum sieht ebenfalls das Bild, das auch der Hotline-Mitarbeiter in der Zentrale gerade vor sich hat. Außerdem kann dieser zusätzliche Informationen, wie Skizzen, Videos oder Anleitungen, auf dem Display zur Verfügung stellen. Diese Informationen bekommt der Techniker eingeblendet, so dass das Auge das Tätigkeitsfeld nie verlassen muss und er sich voll auf den aktuellen Arbeitsschritt konzentrieren kann. Missverständnisse, wie sie bei der der Störfallbehebung per Telefon auftreten und die zu Zeitverzögerungen oder gar einer Fehlbedienung führen können, werden so von vornherein ausgeschaltet. Außerdem erlaubt die Kamera das Aufzeichnen von Systemabläufen sowie von Serviceeinsätzen, zum Beispiel für einen einfachen Wissenstransfer.

(ID:43713903)