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Stromversorgung

Bei der Stromüberwachung ist Modularität Trumpf

| Autor/ Redakteur: Alexander Hornauer und Manuel Senk* / Sariana Kunze

Bei Stromversorgungssystemen ist die Zuverlässigkeit entscheidend. Eine modular aufgebaute Stromüberwachung ermöglicht es, Systeme exakt auf die konkrete Anwendung anzupassen. Ein günstigerer Kosten-Nutzen-Effekt, Platzeinsparung, hohe Maschinenverfügbarkeit, integrierte Potenzialverteilung und eine vereinfachte Schaltschrankverdrahtung ist die Folge.

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Das Stromüberwachungssystem Mico Pro ist mit einer integrierten Potenzialverteilung ausgestattet, so dass die Schaltschrankverdrahtung vereinfacht wird.
Das Stromüberwachungssystem Mico Pro ist mit einer integrierten Potenzialverteilung ausgestattet, so dass die Schaltschrankverdrahtung vereinfacht wird.
( Bilder: Murrelektronik )

Stromversorgungssysteme sorgen für die nötige Energie von Maschinen und Anlagen. Darum dürfen sie nicht ohne weiteres durch Überströme oder Kurzschlüsse lahm gelegt werden, denn dann drohen Maschinenstillstände, Produktionsausfälle und hohe Kosten. Das intelligente Stromüberwachungssystem Mico Pro von Murrelektronik soll für eine zuverlässige Stromversorgung sorgen, denn es überwacht alle Last- und Steuerströme und erkennt kritische Momente rechtzeitig. Mico Pro signalisiert Grenzlasten und schaltet fehlerhafte Kanäle ab, um Komplettausfälle zu vermeiden und eine hohe Maschinenverfügbarkeit zu gewährleisten. Das Auslöseverhalten ist patentiert und verfolgt den Grundsatz: so spät wie möglich, so früh wie nötig. Dabei erkennt Mico Pro auch flüchtige Fehler sowie Kapazitive Verbraucher und startet diese kontrolliert. „Wir sehen bei unseren Kunden eine immer höhere Modularisierung von Anwendungen. Mit Mico Pro wollen wir der Flexibilisierung, die der Kunde braucht, um wettbewerbsfähig zu bleiben, Rechnung tragen“, erklärt Manuel Senk, Produktmanager bei Murrelektronik. Mico Pro ist ein modulares System für 12- und 24-VDC-Betriebsspannungen. Aus zahlreichen Mico-Pro-Modulen können die passenden Komponenten für die jeweilige Applikation ausgewählt und mit einem Powermodul werkzeuglos zu einem geschlossenen System zusammengesteckt werden. Dabei kann zwischen Modulen mit einem, zwei oder vier Ausgangskanälen gewählt werden. Diese sind nur 8, 12 oder 24 mm breit – und ermöglichen damit erhebliche Platzeinsparungen.

„Die bisherige Potenzialverteilung nahm viel Platz im Schaltschrank ein. Mit Mico Pro kann nun Platz gespart, der Verdrahtungsaufwand reduziert und somit auch das Fehlerpotenzial gesengt werden. Nimmt man beispielsweise ein System mit acht Kanälen, dann benötigt dieses bis zu 65 Prozent weniger Platz als beim Einsatz von Leitungsschutzschaltern“, beschreibt Manuel Senk die Vorteile. Mit zunehmender Kanalzahl wird dieser Prozentsatz noch größer. Bei den Fix-Modulen sind die Auslöseströme (2, 4, 6, 8, 10 und 16 A) fest eingestellt, das ist eine manipulationssichere Lösung. Bei den Flex-Modulen kann der Auslösestrom per Tastendruck von 1 bis 10 A bzw. 11 bis 20 A eingestellt werden. Das erhöht die Flexibilität und reduziert in gleichem Maße den Variantenbedarf. So kann für jede Anwendung ein maßgeschneidertes Stromüberwachungssystem konfiguriert werden. Das System ist zu jeder Zeit flexibel, so der Hersteller. Soll ein einzelnes Modul ausgetauscht werden, weil z.B. durch eine neue Maschinenkomponente ein anderer Strombedarf entsteht, dann soll dies werkzeuglos in kurzer Zeit möglich sein.

Externe 0V-Klemmen haben ausgedient

Mico Pro ist ein modulares System, das werkzeuglos zu einem geschlossenen System zusammengesteckt werden kann.
Mico Pro ist ein modulares System, das werkzeuglos zu einem geschlossenen System zusammengesteckt werden kann.
( Bild: Murrelektronik )

Mico Pro verfügt über ein integriertes Potenzialverteilungskonzept für +24 (bzw. +12) und 0V-Klemmen. An jedem Kanal gibt es Anschlussmöglichkeiten für +24V und 0V. „Externe 0V-Klemmen haben damit ausgedient, das Nullpotenzial kann direkt über Mico Pro angeschlossen werden“, so Senk. Das entflechtet Installationen, sorgt für einen deutlich reduzierten Verdrahtungsaufwand, spart Platz im Schaltschrank und reduziert im Endeffekt die Kosten. Mit zusätzlichen Potenzialverteilern können an jedem Mico-Kanal bis zu 2 x 12 Potenziale angeschlossen werden. Das Brücksystem, mit dem die einzelnen Komponenten zu einem geschlossenen System verbunden werden, soll einfach in der Handhabung sein. Zwei Schienen können mit einem handelsüblichen Seitenschneider auf die richtige Länge gekürzt und mit einem Handgriff von vorne in die vorgesehenen Aufnahmen gesteckt werden – schon soll das System, das für einen Gesamtstrom von bis zu 40A ausgelegt ist, fertig aufgebaut sein. Die Signalkontaktierung für Diagnose- und Steuersignale findet über seitlich integrierte Federkontakte statt. Die einzelnen Leitungen können ohne Werkzeug verdrahtet werden, denn alle Ein- und Ausgänge des Systems sind mit Push-In-Federkraftklemmen ausgestattet. Die Vorderseite von Mico Pro wird nicht verdeckt; der Bediener kann Kennzeichnungen und Status der LEDs mit einem Blick erfassen. Bei der Mico Pro legte Murrelektronik großen Wert auf die Diagnosefunktionen. Jeder Kanal ist mit einer LED zur Statusanzeige am Gerät ausgestattet, außerdem können digitale Meldesignale an die Steuerung übergeben werden. Das Powermodul von Mico Pro stellt eine Sammeldiagnose für den gesamten Systemverbund zur Verfügung, die einstellbaren Flex-Module liefern zusätzlich kanalgenaue Diagnosesignale. Für die Status-LED gilt: solange alles in Ordnung ist, leuchtet sie grün. Werden 90 Prozent des eingestellten oder vorgegebenen Auslösestroms erreicht, dann signalisiert die LED durch Blinken in grün das Erreichen des Grenzbereiches. Wird der Auslösestrom überschritten, schaltet Mico Pro den betroffenen Kanal ab. Die LED blinkt rot und es wird ein Meldesignal gesendet. Der Bediener kann den Kanal wieder aktivieren, entweder durch Tastendruck vor Ort oder durch ein Signal von der Steuerung.

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