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Roboter Die meisten Industrie-Roboter kommen aus Japan

| Redakteur: Katharina Juschkat

Japan deckt über die Hälfte der weltweiten Nachfrage nach Industrie-Robotern ab, teilt die International Federation of Robotics mit. Mit knapp 115.000 exportierten Industrie-Robotern hat Japan mit Abstand das größte Ausfuhrvolumen.

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Japan deckt 52 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Industrie-Robotern ab.
Japan deckt 52 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Industrie-Robotern ab.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Japan ist die weltweite Nummer eins unter den Herstellern von Industrie-Robotern, wie die International Federation of Robotics (IFR) mitteilt. Die Produktionskapazitäten von Nippon erreichten 2016 mit 153.000 Einheiten einen neuen Rekord – damit decken die japanischen Unternehmen aktuell 52 Prozent der weltweiten Nachfrage ab.

Exporte steigen, Importe bleiben sehr niedrig

„Japan ist ein hochautomatisiertes Land, in dem sogar Roboter von Robotern gebaut werden“, sagt Joe Gemma, Präsident der IFR. „Wie die Statistik zeigt, treibt die Automation den Roboter-Export und gleichzeitig die Inlandsinvestitionen kräftig an. Der Roboterabsatz in Japan stieg 2016 um 10 Prozent auf rund 39.000 Einheiten und erreichte damit den höchsten Stand der letzten zehn Jahre.“

Japan exportierte 2016 insgesamt knapp 115.000 Industrieroboter – das mit Abstand größte Ausfuhrvolumen in einem Jahr. Die Exportquote stieg von 72 Prozent (2011) auf 75 Prozent. Die wichtigsten Exportregionen: Nordamerika, China, Korea und Europa. Die japanischen Importe von Robotern sind dagegen mit nur etwa 1 Prozent der Installationen extrem niedrig.

Die Automobilindustrie bildet den größten Zielmarkt für Industrieroboter in Japan mit einem Anteil von 36 Prozent der gesamten Nachfrage, und die Aussichten sollen positiv bleiben: Japanische Automobilzulieferer sind in der Produktion von Hybrid-Autos führend und investieren verstärkt in automatisierte Antriebstechnologien.

IFR erwartet weiteres Wachstum bis 2020

Nach dem starken Wachstum in der Elektro-/Elektronikindustrie im Jahr 2015 folgte 2016 ein Rückgang um 7 Prozent. Allerdings hat die Industrie vorzugsweise in Produktionsanlagen im Ausland investiert. Mit der steigenden Nachfrage nach Chips, Displays, Sensoren, Batterien und anderen Technologien rund um die Elektromobilität sowie die Industrie 4.0 (Vernetzte Industrien) ist mit weiterem Engagement in diesem Bereich zu rechnen, meldet die IFR.

Die japanische Wirtschaft profitiert von der gestiegenen Auslandsnachfrage, insbesondere aus China. Dazu kommen die expansive Geldpolitik der Bank of Japan und der schwache Yen. Auf Grundlage der Prognosen der Japanese Robot Association erwartet die IFR bei den Installationen im Heimatmarkt ein Plus von rund 10 Prozent für dieses Jahr. Zwischen 2018 und 2020 erwartet die IFR bei einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung in Japan mit einem weiteren durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 5 Prozent zu rechnen.

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