Elektromobilität Dieser Prototyp ermöglicht eine nahezu emissionsfreie Mobilität

Quelle: DLR

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Die Bremsen werden aus dem Radkasten in den Motor verlagert und eine Einhausung der Räder verringert den Abrieb - damit wird eine fast vollständig emissionsfreie Mobilität möglich.

Der Prototyp Zero Emission Drive Unit (Zedu-1) kann im Rahmen des Finales der ADAC GT Masters in Hockenheim vom 21. bis 23. Oktober 2022 live erlebt werden.
Der Prototyp Zero Emission Drive Unit (Zedu-1) kann im Rahmen des Finales der ADAC GT Masters in Hockenheim vom 21. bis 23. Oktober 2022 live erlebt werden.
(Bild: DLR)

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit dem Automobilunternehmen HWA einen Prototypen entwickelt, der den Abrieb von Bremsen und Reifen deutlich reduziert. Laut einer Mitteilung ist mit dem Fahrzeug eine fast vollständig emissionsfreie Mobilität möglich. Das Konzept könne zudem auf zukünftige Autos und Nutzfahrzeuge übertragen werden.

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  • Konkret hat das Projektteam die klassische Scheibenbremse im Radkasten aus dem Rad genommen. Stattdessen wurde eine Lamellenbremse in die geschlossene Elektromotor-Getriebe-Einheit integriert.
  • Dazu haben die Forscher eine neue Elektronik entwickelt, mit der die Bremsenergie nahezu vollständig zurückgewonnen werden könne.
  • Laut dem DLR konnte mit diesem Ansatz die Größe der Bremsenkomponenten auf ein Minimum reduziert werden. Die Lamellen selbst befinden sich in einem Ölbad. Der Abrieb beim Bremsen landet im Öl, was laufend durch einen Filter gepumpt und so wieder gereinigt wird.

Einhausung mit Staubsauger

Zusätzlich zur Lamellenbremse haben die Forscher eine Induktionsbremse für ihren Prototypen entwickelt. Diese funktioniere fast verschleißfrei und nutzt für die Bremswirkung die Kraft von Magnetfeldern.

Da die Bremsen nicht länger im Radkasten verortet sind, konnten die Forscher an dieser Stelle neue technologische Ansätze ausprobieren. Dafür haben sie die Räder eingehaust, so dass beim Fahren ein Unterdruck im Radkasten entsteht. Eine Lüftereinheit in der Frontpartie des Fahrzeugs saugt die beim Fahren entstehenden Reifenpartikel ab und schickt sie durch ein Filtersystem.

Erste Testfahrten haben laut den Forschern gezeigt, dass bei einer Geschwindigkeit bis zu 50 Kilometern pro Stunde der Reifenabrieb komplett vermieden werde. Bei höherer Geschwindigkeit verringere sich der Abrieb um 70 bis 80 Prozent.

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