Suchen

Energiekettensysteme & robotergerechte Leitungen Energie für die Tankfertigung

| Redakteur: Ines Stotz

Bei der Fertigung von automatisierten Anlagen für die Fertigung von Kfz-Kraftstoffbehältern setzt Bielomatik auf die Robotik – und auf den Readychain-Service von Igus. Hier liefert das Kölner Unternehmen komplett bestückte, konfektionierte und einbaufertige Energieketten mit robotergerechten Leitungen und der dazugehörigen Dokumentation.

Firmen zum Thema

Igus vereint als Systemanbieter alles unter einem Dach, inklusive Entwicklung und Projektmanagement sowie Konfektion und Montage: Ein Readychain Modul ist ein Zusammenschluss aus einer Kunststoff-Kette, Leitungen, Steckverbindern, Anbauteilen, Blechen und Schlauchleitungen.
Igus vereint als Systemanbieter alles unter einem Dach, inklusive Entwicklung und Projektmanagement sowie Konfektion und Montage: Ein Readychain Modul ist ein Zusammenschluss aus einer Kunststoff-Kette, Leitungen, Steckverbindern, Anbauteilen, Blechen und Schlauchleitungen.
(Bild: Igus )

Alles wird komplexer – auch der Benzin- (oder Diesel-)Tank im Auto. Früher war er einfach ein Blechbehälter mit Einfüllrohr. Heute ist schon der Name komplizierter. Beim modernen „Kunststoff-Kraftstoffbehälter“, kurz KKB, handelt es sich um ein anspruchsvolles Blasformteil, das aus bis zu sieben Schichten besteht, um Diffusion zu vermeiden. An das Grundelement werden diverse Baugruppen angeschweißt, und eben diese Aufgabe übernehmen weltweit die Anlagen der Bielomatik Leuze GmbH in Neuffen.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 7 Bildern

Diese Anlagen sind zurzeit sehr gefragt. Einer der Gründe dafür ist, dass Dieselfahrzeuge heute zwei solcher Behälter an Bord haben: einen für Kraftstoff sowie einen für das SCR-Additiv zur Abgasbehandlung (Selective Catalytic Reduction). Zudem öffnen sich immer mehr KKB-Hersteller für den Einsatz von robotergestützten Anlagen. „Früher sind wir oft auf Skepsis gestoßen, wenn wir den Einsatz von Robotern statt Lineartechnik vorgeschlagen haben. Heute ist allgemein akzeptiert, dass Roboter einfach mehr Flexibilität bieten, weil die Anlagen schnell auf andere Tankmodelle umgestellt werden können“, berichtet Tobias Schuler, Leiter Konstruktion Mechanik bei Bielomatik Leuze.

Roboter sorgen für Flexibilität in der Tankfertigung

Bielomatik nutzt zwei unterschiedliche Grundkonzepte. Bei kleineren Serien übernimmt ein Roboter alle Arbeitsgänge und erledigt sie nacheinander. Bei Tanks für Großserien-Fahrzeuge arbeiten sechs bis acht Roboter im Takt der Blasformmaschine und übernehmen jeweils einen Arbeitsschritt. Ein in der Mitte angeordneter Roboter ist ausschließlich für das Handling zuständig.

Bei den Bearbeitungsverfahren ist Bielomatik sehr flexibel, zum Einsatz kommen bei diesen Anlagen unter anderem das Heizelement- und das Rotationsschweißverfahren sowie verschiedene Bearbeitungs- und Montageeinheiten. In der Projektierung von Neuanlagen nutzen die Konstrukteure ein standardisiertes Konzept. „Jede Anlage ist ein Unikat, das aber grundsätzlich nach durchgängigen Standards aufgebaut ist“, erklärt Tobias Schuler.

Energiezuführung: Triflex R-Kette mit Rückzugssystem

Zu diesen Standards gehört es, dass bei der Energiezuführung zu den Roboterköpfen Triflex R-Ketten von Igus in Kombination mit dem pneumatischen Rückzugssystem RSP zum Einsatz kommen. Dieses System wird pneumatisch vorgespannt und verfährt über ein Drylin System aus dem Lineartechnik-Programm von Igus. Die Auszugslänge von maximal 600 Millimetern erlaubt eine sichere Führung der Leitungen und Schläuche auch bei komplexen Bewegungsabläufen. Die Rückzugskraft lässt sich über ein Druckregelventil, das auf einen Pneumatikzylinder wirkt, einfach einstellen. Ein integrierter Druckausgleichsbehälter erlaubt nahezu den Verzicht auf einen externen Druckluftanschluss – dieser wird nur noch benötigt um Leckagen im System auszugleichen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44989365)