Schaltschrank

Es funktioniert doch: Jetzt lässt sich die Verdrahtung endlich automatisieren

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Elektroplanung ist die Voraussetzung

Die Verdrahtung mit Averex kann natürlich nur funktionieren, wenn die Art der Bauteile und deren Position auf der Montageplatte sowie die Verdrahtungsdaten bekannt sind. Aus der Elektroplanung mit Eplan lassen sich diese Daten über eine eigens entwickelte Maschinenschnittstelle an den Averex übergeben.

Im ersten Schritt überprüft der Roboter den Aufbau der Montageplatte mit einer Laserabtastung. Dabei werden die korrekten Positionen der Komponenten verifiziert und eine eventuelle Montagetoleranz erfasst.

Eine weitere technische Herausforderung ist die Anschlusstechnik. Die verschiedenen Bauelemente haben teilweise stark unterschiedliche Arten des Anschlusses. Bei der Schraubanschlusstechnik werden zum Beispiel je nach Komponente unterschiedliche Schrauben verwendet.

Um die Verdrahtung durchführen zu können, benötigt der Averex viele zusätzliche Informationen über die verwendeten Komponenten. Dabei muss nicht nur die Position des Anschlusses einer Klemme bekannt sein, sondern man benötigt auch einen so genannten Drahtvektor – also die Richtung aus der die Leitung in den Anschlussraum eingeführt werden muss. Auch die Art der Schraube, das notwendige Anzugmoment, die Steigung des Gewindes und viele weiteren Daten sind für eine korrekte Verdrahtung notwendig.

Enorme Effizienzsteigerung möglich

Im Vergleich zu einem durchschnittlichen manuellen Verdrahtungsvorgang, der in der Regel rund 180 Sekunden dauert, erledigt der Averex die gleiche Aufgabe in nur 40 Sekunden. Neben der Zeit und damit Kostenersparnis bietet der durchgängige Workflow, der durch die automatisierten Prozesse entlang der Wertschöpfungskette möglich wird, aber auch Qualitätsvorteile.

Die Vorzüge des Verdrahtungszentrums lassen sich aktuell besonders bei einer Serienfertigung realisieren, weil für einen Teil der Komponenten, noch nicht alle benötigten Daten vorliegen und diese vor der Verdrahtung erst erfasst werden müssen. Je länger der Averex aber im Einsatz ist, umso umfangreicher wird die Komponentendatenbank werden. Vorausgesetzt, die Hersteller stellen dann in Zukunft noch alle Daten ihrer Komponenten zur Verfügung, wird sich der Effizienzgewinn auch bei einer Losgröße 1 realisieren lassen.

Zwei Averex Bearbeitungszentren gehen in den Feldtest

Die beiden ersten Teststellungen sind konkret geplant. Die Averex Bearbeitungszentren müssen dort unter realen Produktionsbedingungen beweisen, dass sie zuverlässig und effizient arbeiten. Weniger manuelle Tätigkeit während der Montage im Schaltanlagenbau – das ist der Vorteil, der sich durch den Einsatz automatisierter Kiesling-Maschinen wie Averex, Perforex und Athex realisieren lässt.

Die Unternehmen der Friedhelm Loh Group, Eplan, Rittal und Kiesling Maschinentechnik, bieten dem Schaltanlagenbauer insgesamt Systeme und Lösungen an, mit denen er seinen gesamten Engineering-Prozess von der Elektroplanung bis zur Inbetriebnahme effizient gestalten kann. Wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette mit konsistenten Daten arbeiten.

SPS IPC Drives: Rittal, Halle 5, Stand 101

* Jens von Kiesling, Leiter Entwicklung und IT, Kiesling Maschinentechnik; Hans-Robert Koch, Leiter Fachpresse, Unternehmenskommunikation, Rittal

*

(ID:42990865)