Turck Höchster Umsatz in der Unternehmensgeschichte

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Der Automatisierungsspezialist Turck erwartet für das Geschäftsjahr 2011 eine Umsatzsteigerung von rund 25 Prozent auf über 430 Mio. Euro. Zu den diesjährigen Unternehmenshighlights gehört ein verstärktes Engagement im Bereich RFID und in der Feldbustechnik.

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Rekord: In diesem Geschäftsjahr erwartet Turck-Geschäftsführer Christian Wolf mehr als 430 Mio. Euro Gesamtumsatz.
Rekord: In diesem Geschäftsjahr erwartet Turck-Geschäftsführer Christian Wolf mehr als 430 Mio. Euro Gesamtumsatz.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem höchsten Umsatz seiner Geschichte will das Mülheimer Unternehmen das Geschäftsjahr 2011 abschließen. Wie Turck-Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich der Jahrespressekonferenz in Neuss mitteilte, erwarte das Familienunternehmen zum Jahresende einen konsolidierten Gesamtumsatz von mehr als 430 Mio. Euro, davon rund 100 Mio. Euro in Deutschland. Nach der 30-prozentigen Umsatzsteigerung im Vorjahr kann Turck 2011 erneut um rund 25 Prozent wachsen. Analog zum Umsatz ist auch die Zahl der Mitarbeiter gestiegen: Aktuell beschäftigt Turck weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter, darunter 1.530 an den deutschen Standorten in Beierfeld, Halver und Mülheim an der Ruhr.

„Nach derzeitiger Einschätzung werden wir unser ambitioniertes Umsatzziel von 400 Mio. Euro in diesem Jahr deutlich übertreffen”, sagt Wolf. „Das liegt zum einen natürlich an der bis heute günstigen Konjunkturentwicklung in unseren Zielmärkten, aber auch daran, dass wir unsere Wachstumsstrategie konsequent umsetzen und weiterverfolgen. So hat Turck wie geplant auch in diesem Jahr in Märkte und Fertigungskapazitäten investiert und beispielsweise neue Landesgesellschaften in den Wachstumsmärkten Brasilien und Türkei gegründet. Allein 15 Mio. Euro investiert Turck darüber hinaus in Halver in den Ausbau der Fertigungskapazitäten um 18.500 Quadratmeter, weitere 6 Mio. US-Dollar in eine 4.000-Quadratmeter-Erweiterung der Kapazitäten in Minneapolis/USA.”

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Attraktiver Arbeitgeber

Um das für 2012 geplante Wachstum von rund zehn Prozent zu sichern, will Turck die Erfolgsfaktoren entlang der Unternehmens-Wertschöpfungskette weiterentwickeln: „Vom Einkauf über Distribution, Logistik, Vertrieb, F&E, Service bis zu den Finanzen haben wir zahlreiche Stellschrauben, mit denen wir die Unternehmensperformance noch weiter optimieren können”, erklärt Christian Wolf die Entwicklungsstrategie. „Vor allem anderen aber steht das Thema Employer Branding. Qualifizierte und zufriedene Mitarbeiter sowie eine attraktive Arbeitgebermarke werden in der heutigen Zeit immer entscheidender für einen Unternehmenserfolg. Hier werden wir unsere Aktivitäten deutlich verstärken.”

Turck verstärkt RFID-Engagement

Zu den diesjährigen Unternehmens-Highlights, die Turck auf der Pressekonferenz bekannt gegeben hat, gehört die Vereinbarung mit Deister Electronic zu einem langfristigen Technologie- und Know-how-Transfer im Bereich der UHF-RFID-Technologie. Christian Wolf: „Deister hat sich seit langem in der RFID-Technik etabliert und die Technologiekooperation ist für uns ein extrem wichtiger Meilenstein, um schneller an den Wachstumsmarkt RFID zu kommen.“

Damit verstärkt Turck seine Aktivitäten rund um das HF/UHF-RFID-System BL ident nun auch im reichweitenstarken UHF(Ultra High Frequency)-Bereich. Dem Kooperationsvertrag zufolge kann Turck die Deister-UHF-Technologie in der Automatisierungstechnik weltweit alleine oder mit Deister vermarkten, weiterentwickeln und bei Bedarf auch selbst produzieren. Außerhalb der Automatisierungstechnik wird Deister Electronic die Technologie weiterhin selbst vermarkten.

„Von dieser Kooperation können die Kunden unmittelbar profitieren“, sagt der Turck-Geschäftsführer. „Wir können auf der ausgefeilten UHF-Technologie von Deister aufbauen und diese für die Automatisierungstechnik mit unserem Anwendungs-Know-how zielgerichtet weiterentwickeln. Unsere Kunden finden so für ihre jeweilige Anforderung immer die passenden Schreibleseköpfe, egal ob im bewährten HF- oder im reichweitenstarken UHF-Band. Und Deister profitiert bei der Vermarktung der Technologie auch in anderen Branchen.“

„Anwender erwarten zunehmend passgenaue Systemlösungen, die aufeinander abgestimmt sind“, sagt Anatoli Stobbe, Geschäftsführender Gesellschafter von Deister Electronic. „Deswegen arbeiten die Entwicklungs- und Projektabteilungen beider Kooperationspartner in einem definierten Bereich jetzt sehr eng zusammen. Für uns bedeutet diese Kooperation aber auch, dass wir mit Turck einen starken Vertriebspartner im Bereich der Automatisierungstechnik gewonnen haben.“

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