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Energiekontrolle Intelligenz trifft Autofabrik

| Redakteur: Carina Schipper

Bereits in fünf Werken setzt die BMW Group intelligente Energiedatenmanagementsysteme (iEMDS) ein. So schlagen die Bayern nach eigener Aussage drei Fliegen mit einer Klappe: weniger Stromverbrauch, mehr Produktionssicherheit und höhere Produktqualität.

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Intelligente Stromzähler sammeln kontinuierlich Messwerte bezüglich des Energieverbrauchs von Fertigungsanlagen und Robotern und vergleichen die Ergebnisse mit einem zentralen „Big Data“-Netzwerk des Unternehmens, so BMW.
Intelligente Stromzähler sammeln kontinuierlich Messwerte bezüglich des Energieverbrauchs von Fertigungsanlagen und Robotern und vergleichen die Ergebnisse mit einem zentralen „Big Data“-Netzwerk des Unternehmens, so BMW.
(Bild: Fred Rollison Photography 2014 )

Intelligente Stromzähler sammeln kontinuierlich Messwerte bezüglich des Energieverbrauchs von Fertigungsanlagen und Robotern und vergleichen die Ergebnisse mit einem zentralen „Big Data“-Netzwerk des Unternehmens, so BMW. Die IT-Zentrale des Unternehmens in München ist die Anlaufstelle für alle erfassten Daten. Dort enden alle Fäden des „Big Data“-Netzwerks. Den Löwenanteil machen fahrzeugbezogene Daten aus der Produktion wie Programmierung und Diagnose-Ergebnisse der bis zu 80 Steuergeräte aus. Daneben treffen produktionsbezogene Daten ein, beispielsweise wann und wie lange welches Fahrzeug wo zusammengebaut wurde. Zusätzlich leitet iEMDS seine Informationen an die IT-Zentrale weiter. So gliedert sich das Managementsystem in die schon vorhandene Erfassung von Energieverbräuchen der Gebäude- und Versorgungsstrukturen ein und vervollständigt sie. Sogenannte „Smart Meter“ erkennen rechtzeitig Abweichungen, die zu überhöhtem Verbrauch führen, berichtet der bayrische Automobilhersteller. Die Daten sichern darüber hinaus die erforderliche Qualität der Fahrzeugproduktion. Mit ihrer Hilfe, so BMW, lassen sich drohende Störungen oder gar Ausfälle einzelner Produktionsanlagen oder Roboter verhindern.

Seine Premiere feierte iEMDS in der Fahrzeugmontage der BMW X Modelle im Werk Spartanburg in South Carolina. Allein an diesem US-amerikanischen Produktionsstandort beträgt die Summe der gesparten Energiekosten durch iEMDS über 25 Millionen Euro innerhalb einer Zeitspanne von zehn Jahren, schätzen die Bayern.

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Seit 2012 stattete das Unternehmen in Spartanburg bisher über 80 Produktionsanlagen und Roboter in der Fahrzeugmontage mit Smart Metern aus. Schon nach wenigen reduzierten sich nach Angaben von BMW an einzelnen Anlagen die Kosten für Energie um bis zu 25 %. So ergab laut BMW beispielsweise der Vergleich von drei technisch identischen Rollenprüfständen, dass die Anlage ohne Smart Meter in Gegenüberstellung mit den anderen beiden rund das Doppelte an Strom pro geprüftem Fahrzeug verbrauchte. Als Ursache nennt der Autobauer einen Programmfehler in der Laufzeit-Steuerung der Ventilation. Der Vergleich der Produktions- und der Verbrauchsdaten zeigte zudem auf, dass die Rollenprüfstände in den Arbeitspausen ungewöhnlich viel Strom benötigten. Grund war, erklärt BMW, dass die Fahrzeuge zu dieser Zeit auf den Prüfständen stehen bleiben und so die automatische Abschaltung der Anlage blockierten. Zusammen mit weiteren Verbesserungsmaßnahmen führte den Münchnern zu Folge das kontinuierliche Monitoring der drei Anlagen durch iEMDS zu einer Gesamteinsparung von mehr als 100.000 Kilowattstunden im ersten Jahr.

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