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Der „Social Robot“ Jibo, der Familien-Roboter zum Verlieben

| Autor: Sariana Kunze

Vom Feind zum Freund: Filme wie „Nummer 5 lebt!“ oder „Wall-E“ haben Groß und Klein mit der Zutat „Menschlichkeit“ von der Sympathie der Roboter überzeugen können. Auch der kleine Roboter Jibo möchte nun fernab der Filmindustrie unser Herz als sozialer Familien-Roboter erobern – über 1,4 Mio. Dollar hat er bereits per Crowd-Funding eingespielt. Eine MIT-Professorin hat Jibo entwickelt und will damit Ende 2015 in Serie gehen.

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Der kleine, stationäre Roboter Jibo will unser Herz mit Kommunikation und Menschlichkeit erobern. Über 1,4 Mio. Dollar hat der "Social Robot" schon per Crowd-Funding auf Indiegogo eingespielt. Für 499 Euro kann Jibo bereits vorbestellt werden.
Der kleine, stationäre Roboter Jibo will unser Herz mit Kommunikation und Menschlichkeit erobern. Über 1,4 Mio. Dollar hat der "Social Robot" schon per Crowd-Funding auf Indiegogo eingespielt. Für 499 Euro kann Jibo bereits vorbestellt werden.
(Jibo)

Die Zukunft gehört den Menschen nicht mehr alleine. Dass zeigt uns die Filmindustrie schon seit Jahren. Doch das Zukunftsszenario „made in Hollywood“ hat sich gewandelt. Anfangs symbolisierten Roboter die seelenlosen Killermaschinen, die sich gegen die Menschheit auflehnen. Und jetzt? Seit dem Kinderfilm Wall-E (2008) haben sich zahlreiche Kinder wie auch Erwachsene in den kleinen fleißigen Roboter mit den Kulleraugen, der auf der Suche nach Liebe und Freundschaft das Unmögliche möglich machte, verliebt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Roboter im privaten Umfeld stark auf dem Vormarsch sind. Egal ob als simple Haushaltshilfe oder als Freund. Bereits heute gibt es für die eigenen vier Wände schon einige autonome Helfer. Sie saugen Staub, mähen den Rasen oder wischen den Fußboden.

Ein kleiner Roboter namens Jibo soll nun die letzte Hürde zum geliebten Familienmitglied meistern – mit dem gewissen bisschen Menschlichkeit. Der kleine Roboter, der von Cynthia Breazeal einer MIT-Professorin mit dem Spezialgebiet „Social Robotics“ entwickelt wurde, kann sprechen, zuhören, fotografieren und vorlesen, aber auch Essen bestellen. Hierfür wurde der stationäre Roboter mit Sprach- und Lernalgorithmen, permanenter WiFi-Anbindung, einem ausdrucksfähigen Bildschirm, zwei HD-Kameras, einem Raummikrofon und einer eigenen Stimme ausgestattet. Jibo ist auf Kommunikation spezialisiert und erinnert an Termine, gibt Nachrichten wieder oder kommuniziert via Spracheingabe.

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Spielgefährte statt monotoner Siri

Wer von Apples Sprachassistent Siri begeistert war, könnte Jibo tatsächlich Lieben lernen. Denn der Roboter gibt nicht einfach irgendetwas mit monotoner Stimme wieder, Jibo fragt erst höflich, ob er stört. Außerdem kann er mittels Gesichtserkennung „seine Familie“ mit Namen ansprechen. Auch Geschichten für Kinder erzählen gehört zu seinem Repertoire. Mit einem animierten Bildschirm erhält der Spielgefährte zusätzlich Ausdrucksfähigkeit. Alles in Allem kann der 28 cm große Roboter – ohne Beine – aber nicht mehr und nicht weniger als jede Smartwatch oder Glasses.

Sehnsucht nach dem Freund Roboter

Aus einer Idee wurde ein Projekt und aus dem Projekt wurde schließlich das Startup-Unternehmen Jibo Inc. Die schnellen Erfolge scheinen dem Familienroboter echte Sympathie zu bescheinigen. Denn ursprünglich plante die MIT-Professorin Breazeal in Bosten mit Crowd-Funding auf Indiegogo ein Minimum von 100.000 Dollar zu erreichen, um die Produktion zu finanzieren. Mittlerweile hat Jibo die Herzen von 1.000 Unterstützern im Wert von 1,4 Mio. Dollar erobert. Somit der der Serienproduktion, die Ende 2015 beginnen soll, nichts mehr im Wege.

Wird Jibo auch Ihr Herz im Sturm erobern? Alle "Verliebten" haben bereits jetzt die Möglichkeit die Basis-Version von Jibo für 499 Dollar vorzubestellen.

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Über den Autor

 Sariana Kunze

Sariana Kunze

Redakteurin online/print bei elektrotechnik AUTOMATISIERUNG, elektrotechnik