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Hermes Award 2019 Klettverschluss mit Auszeichnung

| Autor/ Redakteur: Udo Schnell / Monika Zwettler

Ein einzigartiges Verfahren, mit dem sich zuvor speziell behandelte Elektronikbauteile schnell, präzise und umweltfreundlich bei Raumtemperatur verbinden lassen, gewinnt den Hermes Award.

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Im Bild: Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Olav Birlem, CEO, Nano-Wired GmbH, Dr. Sebastian Quednau, CTO, Nano-Wired GmbH und Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Im Bild: Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Olav Birlem, CEO, Nano-Wired GmbH, Dr. Sebastian Quednau, CTO, Nano-Wired GmbH und Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Das Klett-Welding Tape der Nano-Wired GmbH ist der Gewinner des diesjährigen Hermes Awards. Bei der Innovation des Gernsheimer Unternehmens handelt es sich um ein weltweit einzigartiges Verfahren, mit dem sich zuvor speziell behandelte Elektronikbauteile schnell, präzise und umweltfreundlich bei Raumtemperatur verbinden lassen. Die Auszeichnung wurde auf der Eröffnungsfeier der Hannover Messe verliehen.

Klett-Welding basiert auf Nanodrähten, die wie ein metallischer Rasen auf eine beliebige Oberfläche aufgebracht werden. Durch einfaches Zusammendrücken der auf diese Weise vorbereiteten Teile verhaken sich die Drähte wie bei einem Klettverschluss – mit dem Unterschied, dass die Verbindung dauerhaft stabil sowie elektrisch und thermisch extrem leitfähig ist.

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Kostengünstig verbinden

Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass sie kostengünstiger ist als herkömmliche Verfahren wie Löten, Kleben und Bonden. Sie kann unter anderem in den Bereichen Sensoren, Halbleiter, Automobil und Konsumgüter eingesetzt werden. Besonders bei temperaturfreien Verbindungen kann man Produktionsprozesse von Löten auf Stecken umstellen und damit sowohl Anlagenequipment einsparen als auch die Produktionskosten senken.

Das waren die Nominierten

Neben dem Unternehmen Nano-Wired waren ABB mit dem Produkt Ni-Temp und Arkite mit dem Human Interface Mate für den diesjährigen Hermes Award nominiert.

Ebenfalls nominiert wurde das Human Interface Mate (HIM) von Arkite – ein neuartiges Bedienerführungssystem, welches dem Mitarbeiter über eine Projektion in Echtzeit Montageanweisungen und Orientierungshilfen gibt und bei Fehlern vorausschauend warnt. Die 3D-Objekterkennungstechnik führt den Mitarbeiter fehlerfrei durch seinen Arbeitsprozess und trägt damit nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern verbessert auch die Flexibilität und Qualität von Montageprozessen. Handbücher, Prüflisten oder handschriftliche Protokolle gehören damit der Vergangenheit an. Projektingenieure können mit der HIM-Software Montageprojekte ohne Programmierkenntnisse erstellen.

Das waren die Sieger der vergangenen Jahre:

Dieser Beitrag ist zuerst auf unserem Schwesterportal Maschinenmarkt erschienen.

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