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Steckverbinder M12 erobert Gigabit

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Bei Industrial Ethernet beherrschen hohe Taktraten und Übertragungsgeschwindigkeiten die aktuelle Diskussion im Maschinen- und Anlagenbau. Zu verarbeiten sind zunehmend höhere Datenvolumina von immer mehr Netzwerkteilnehmern. Eine Herausforderung auch für die Verbindungstechnik. Im Weidmüller-Portfolio wird der Anwender bereits fündig.

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In der Smart Factory werden die Maschinen zu einem intelligent vernetzten Fertigungsprozess zusammengeschlossen. Hier ein Fertigungsverbund aus drei Maschinen und einem Roboter-Handlingsystem.
In der Smart Factory werden die Maschinen zu einem intelligent vernetzten Fertigungsprozess zusammengeschlossen. Hier ein Fertigungsverbund aus drei Maschinen und einem Roboter-Handlingsystem.
(Bild: Weidmüller)

Industrie 4.0 soll rund um den Globus die industrielle Fertigung komplett neu gestalten – so die Vision. Dabei bildet das Internet als Kommunikationsplattform die Basis von Industrie 4.0 sowie der Smart Factory, in der Maschinen zu einem intelligent vernetzten Fertigungsprozess zusammengeschlossen sind und untereinander sowie mit den zu produzierenden Produkten autonom kommunizieren. Informations- und Kommunikationstechnologien treiben die Entwicklung maßgeblich mit voran.

Dass dabei der Wandel sukzessive erfolgen wird, mit vielen kleinen und großen Projekten – davon geht Jana Löpp. aus. Die Produkt Support Managerin bei Weidmüller erklärt, dass es das Entwicklungsziel des Verbindungstechnik-Spezialisten ist, diese Technologien sinnvoll mit Komponenten und Applikationen der Kunden zu Lösungen zu verknüpfen.

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Damit sich solche zukunftsfähigen Produktionsprozesse durchsetzen können, bedarf es folglich leistungsfähiger Komponenten für sichere und gigabitfähige Kommunikations-Netzwerke. Ebenso wird sich die Anzahl an Netzwerkteilnehmern erhöhen - ob intelligente Geräte, Steuerungen oder Sensoren. Zudem ist zu erwarten, dass nahezu alle Industrie 4.0-Projekte das Datenaufkommen mehr als vervielfachen. „Die Anforderungen an die Kommunikation steigen also, gleiches gilt für die Verbindungstechnik, also die Verkabelung und Steckverbinder“, sagt Jana Löpp.

Bereits in Fahrt: mehr Vernetzung und Modularität

Sie identifiziert - unabhängig von Industrie 4.0 - aktuell bereits essenzielle Veränderungen: „Einerseits zunehmende Vernetzung von Maschinen und Anlagen - mit entsprechend höheren Datenübertragungsraten - und andererseits die Modularität beim Engineering im Maschinen- und Anlagenbau.“

Das heißt: So minimieren modulare Funktionseinheiten bereits heute die Ausfallzeiten und reduzieren kostspielige Endmontagezeiten.

Ebenso geht die Tendenz in Richtung Miniaturisierung von elektrischen Betriebsmitteln und Antrieben - und das bei steigenden elektrischen Kennwerten.

Außerdem verlagern Anwender ihre Geräte vermehrt vom Schaltschrank (IP 20) direkt in die Peripherie (IP 54 bis IP 69k).

Weidmüller unterstützt und ermöglicht die genannten Trends mit seinen Produktfamilien: Bei der IP67-Feldverdrahtung mit Übertragungsraten bis 10 Gbit/s gehören dazu Rundsteckverbinder M12-X-Type sowie RJ45-Steckverbinder auf Basis von Steadytec für die Kupfer- und LWL-Verkabelung.

So erfolgt die Integration von Ethernet-Schnittstellen

In den Harmonisierungsbestrebungen für Industrial Ethernet (IE) im IP67-Bereich stimmen die wesentlichen IE-Organisationen und -Verbände überein, in der M12-Anschlusstechnik auf d-kodierte Steckgesichter zu setzen. Die Übertragungseigenschaften entsprechen der Klasse D gemäß IEC 1801-2002 bei Datenraten von 10/100 Mbit/s. Bei RJ45-Anschlüssen bevorzugen diese IE-Gruppierungen allerdings unterschiedliche Varianten gemäß ISO IEC 61076-3-106.

Anwender erhalten bei Weidmüller ein umfassendes M12, d-kodiertes IE-Portfolio. Charakteristische Merkmale sind hohe Schutzart IP 67 nach EN 60529, vieradriger Leiteranschluss und kompakte Abmessungen der Anschlüsse. Die Norm ISO IEC 61076-2-101 beschreibt den Anschluss bzw. das Steckgesicht.

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