Robotik Mit 3D-Simulation Programmieren erlernen

Redakteur: Sandro Kipar

Auf der Open-Source-Plattform „Open Roberta Lab" kann ab sofort eine 3D-Simulation des Roboters NAO programmiert werden. Vor allem junge Menschen sollen so an das Thema Programmieren herangeführt werden.

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Die erste 3D-Simulation des Roboters NAO für die Open-Source-Plattform „Open Roberta Lab" ist online und kostenfrei verfügbar.
Die erste 3D-Simulation des Roboters NAO für die Open-Source-Plattform „Open Roberta Lab" ist online und kostenfrei verfügbar.
(Bild: Fraunhofer IAIS)

Das Programmieren von Robotern kann auch schon in jungen Jahren Spaß machen. Bewegungsabläufe programmieren und dann zu sehen, wie der Roboter die Anweisungen umsetzt, ist jedoch auch ein teures unterfangen. Unter den 14 Roboter- und Hardware Systemen, die im Open Roberta Lab des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS programmiert werden können, ist zum Beispiel der humanoide Roboter NAO. Mit seinen 25 Bewegungsgraden und seiner umfangreichen Sensorik ist er laut dem IAIS mit 5000 Euro die komplexeste und teuerste Variante auf der Open-Source-Plattform.

Programmieren ohne teure Hardware

Eine 3D-Simulation soll nun Abhilfe verschaffen. Wie das Fraunhofer IAIS mitteilt, können die Programmiermöglichkeiten des NAO ab sofort in einer 3D-Simulation erlernt werden. So sollen Interessierte auch ohne teure Hardware die Möglichkeit bekommen, einen humanoiden Roboter programmieren zu können. „Mit der neuen NAO-Simulation haben Programmier-Fans und vor allem Schulen ab sofort die Gelegenheit, spannende Experimente mit humanoiden Robotern auszuprobieren, ohne dafür gleich tief in die Geldbörse greifen zu müssen", sagt Beate Jost, technische Leiterin der Roberta-Initiative und Wissenschaftlerin am Fraunhofer IAIS.

Seit etwa vier Jahren arbeiten das Fraunhofer IAIS und die Dr. Hans Riegel-Stiftung für die Projekte „Open Roberta" und „Touch Tomorrow" zusammen, heißt es weiter. Open Roberta ist bereits in mehr als 20 Sprachen verfügbar und wird in über 100 Ländern von etwa 500.000 Personen pro Monat genutzt.

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