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Robotik Museumsroboter nimmt Blickkontakt auf

| Redakteur: Sariana Kunze

Um die Mensch-Roboter-Interaktion so natürlich wie möglich zu gestalten, wurde eine Software entwickelt, die einen direkten Blickkontakt zwischen Serviceroboter und Mensch herstellt. Der Roboter Tesaro wurde bereits in Museen getestet und soll auf Knopfdruck Fragen der Besucher beantworten.

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Schau mir in die Augen, Roboter: Der Museumsroboter Tesaro nimmt mit Doktorand Peter Poschmann Augenkontakt auf.
Schau mir in die Augen, Roboter: Der Museumsroboter Tesaro nimmt mit Doktorand Peter Poschmann Augenkontakt auf.
(Bild: Detlev Müller / TU Bergakademie Freiberg)

„Schau mir in die Augen, Kleines. Ich werden heute die Museumsführung übernehmen.“ So oder so ähnlich könnten Museumsbesucher von einem Serviceroboter künftig empfangen werden. Dabei ist das Besondere der Interaktion der direkte Blickkontakt, den Roboter Tesaro zu den Besuchern herstellt. Mit dem Blickkontakt soll die Mensch-Roboter-Interaktion so natürlich wie möglich erfolgen. Realisiert wird dies mit einer neue Software des Freiberger Doktoranden Peter Poschmann. Dabei erkennt der Roboter mit Hilfe spezieller Sensoren die Köpfe der Besucher und wendet diesen seine Augen zu. „Meine Software-Version kann auch Personen erkennen, die sich zur Seite drehen, z.B. zu einem Ausstellungsstück“, erklärt Poschmann seine Neuentwicklung. Poschmann entwickelte die Software im Rahmen seinter Dissertation mit dem Titel „Multi-Sensor Multi-Person Tracking on a Mobile Robot Platform“ an der TU Bergakademie Freiberg.

Robotik unter Tage und visuelles Personentracking

Peter Poschmann mit dem Museumsroboter Tesaro.
Peter Poschmann mit dem Museumsroboter Tesaro.
(Bild: Detlev Müller / TU Bergakademie Freiberg)

Der Roboter wurde von der Firma Metralabs gebaut und an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden erweitert. Dort studierte Peter Poschmann bis 2009 Informatik. Während seiner Studienzeit kam er an der Professur für Künstliche Intelligenz auch in Kontakt mit dem Roboter „August der Smarte“. „Die Technologie dahinter hat mich sofort fasziniert und die Leidenschaft für die Robotik geweckt“, sagt Peter Poschmann. Diese bringt er seit 11/2010 auch an der Freiberger Professur für Virtuelle Realität und Multimedia ein, die in der Initiative „Robots in Saxony (RoX)“ eng mit der HTW zusammenarbeitet. Hier wirkte er unter anderem in Projekten für Robotik unter Tage (u.a. MiningRox) mit und spezialisierte sich auf Visuelles Personentracking.

Wichtige Forschung in Dresden: Das ist August, er soll bald alte Menschen pflegen

Werden pflegebedürftige Menschen bald von einer Maschine betreut? Wenn es nach der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) geht, ist diese Frage gar nicht so abwegig. Wissenschaftler haben dort nun die Prototypen eines Pflegeroboters der Öffentlichkeit vorgestellt. Erste Praxistests verliefen vielversprechend.

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