RFID-System garantiert zentimetergenaue Kranbewegung Sensible Gewichtheber

Autor / Redakteur: Matthias Schick / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Wenn im Hüttenwerk Krupp Mannesmann in Duisburg der flüssige Rohstahl nicht dorthin fließt, wo er hin soll, ist der Schaden groß. Um dies zuverlässig zu vermeiden, verifiziert HKM die Wegerfassung eines Transportkrans mit einer RFID-Hochtemperaturlösung von Turck.

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HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) produziert in Duisburg die in der Stahlverarbeitung verwendeten Vorprodukte – so genannte Brammen oder Knüppel
HKM (Hüttenwerke Krupp Mannesmann) produziert in Duisburg die in der Stahlverarbeitung verwendeten Vorprodukte – so genannte Brammen oder Knüppel
( Archiv: Vogel Business Media )

Heiß geht es her bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg. Als einer der führenden Stahlhersteller in Europa liefert das Unternehmen an seine Gesellschafter wie Thyssen Krupp Steel die in der Stahlverarbeitung verwendeten Vorprodukte – so genannte Brammen oder Knüppel (Rundstranggüsse). Um diese herzustellen, muss laufend glühend heißes, geschmolzenes Metall transportiert, gemischt und verarbeitet werden. Der für die Stahlproduktion benötigte Rohstoff wird dazu in robusten Stahlkübeln — den Roheisenpfannen — durch die riesigen Lager- und Produktionshallen transportiert. Je nach Pfanne müssen dabei zwischen 90 und 425 Tonnen bewegt werden – eine Aufgabe, die nur von großen Kranen bewältigt werden kann.

Rund 50 Großkrane ziehen bei HKM hoch über den Hallenböden ihre Bahnen (Archiv: Vogel Business Media)

Insgesamt setzen die HKM rund 50 Großkrane ein, allein für den Transport von Flüssigmaterial ziehen hoch über den Hallenböden zehn riesige Pfannentransportkrane ihre Bahnen. Wenn hier, unter den rauen und staubigen Bedingungen an der Schwelle zur Stahlentstehung, etwas sprichwörtlich schief läuft, ist im besten Fall nur der Zeitverlust groß – im schlechtesten Fall auch der durch das heiße Flüssigmaterial oder die massigen Roheisenpfannen entstandene Schaden und die damit verbundenen Kosten.

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Seit rund einem Jahr verlassen sich die Stahlproduzenten der HKM daher auf Hochtemperaturlösungen von Turck. Mit dem RFID-System BL ident und Spezialsensoren mit erweitertem Temperaturbereich bis 100°C lassen sich die heißen Pfannen innerhalb der Werkshallen zentimetergenau bewegen und verfolgen, sodass kostspielige Fehler beim Transport oder beim Umfüllen des Rohstoffes ausgeschlossen werden. „Nach dem Motto ‚einbauen und vergessen’ waren die Turck-Produkte problemlos zu montieren, ließen sich wunderbar in die vorhandene S7-Steuerung integrieren und laufen seitdem fehlerfrei“, sagt Wilhelm Leurs, bei HKM Techniker in der Instandhaltung Krane.

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