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Diagnosesystem Sensorbasierte Dehnungsmessung an Windkraftanlagen

| Redakteur: Rebecca Näther

Der Messtechnikspezialist Leine Linde Systems aus Hamburg präsentierte auf der Fachmesse Husum Wind das – nach eigenen Angaben – weltweit erste sensorbasierte System für die Dehnungsmessung an Windkraftanlagen. Mit dem Elongation Measurement System (EMS) lässt sich u.a. die IPC-Regelung der Rotorblätter von On- und Offshore-Windkraftanlagen in Echtzeit optimieren oder auch ein Schutzmechanismus implementieren, der die Anlagen bei Überlast abschaltet.

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Digital, robust und präzise: Das Diagnosesystem misst die Dehnung von Rotorblättern, Maschinenträgern und Türmen.
Digital, robust und präzise: Das Diagnosesystem misst die Dehnung von Rotorblättern, Maschinenträgern und Türmen.
(Bild: Leine Linde Systems)

Ferner sollen Hersteller, Messinstitute oder Servicedienstleister mit der Neuentwicklung die Belastung der Rotorblätter, des Maschinenträgers und des Turms permanent messen und überwachen können sowie Systemfehler vor ihrer Entstehung erkennen und beheben.

System aus Dehnungssensor, Gateway und Anschlussleitungen

Im Unterschied zu den herkömmlichen, analogen Dehnungsmesssystemen, bei denen Dehnungsmessstreifen (DMS) mit begrenzter Lebensdauer aufwendig auf die Bauteile geklebt werden, soll das EMS einfach zu installieren sein, stabiler laufen und auch rauen Umgebungsbedingungen über lange Zeiträume standhalten. Das System besteht aus dem neu entwickelten Dehnungssensor ESR x25, der auf einem bewährten 25bit-Absolutdrehgeber basiert, sowie einem Gateway und den Anschlussleitungen. Das Unternehmen geht von einer Lebensdauer von bis zu 20 Jahren aus. Weil der Sensor hochpräzise, digitale Signale liefert, lassen sich die Daten in einem Feldbus verwerten. Sie sollen sich auch dafür eignen, eine Beurteilung zu erstellen, ob die Windkraftanlagen nach 20 Jahren weiterbetrieben werden können.

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Lasten auf Rotorblätter, Maschinenträger und Turm verringern

Mit einer EMS-basierten IPC-Regelung lassen sich die Lasten auf die Rotorblätter, den Maschinenträger und den Turm verringern, was Ausfälle vermeiden und Materialkosten einsparen soll. Das EMS kann sowohl nachträglich in Bestandsanlagen als auch in neue Windkraftanlagen montiert werden.

Sensor auch für Kran- oder Brückenbau geeignet

Der Einsatz in anderen Industriezweigen wie zum Beispiel beim Kran- und Brückenbau ist ebenfalls möglich. Weil man den Sensor ESR x25 sowohl direkt auf die Anlagenkomponenten als auch auf einen Adapter kleben oder schrauben kann, lässt er sich bei Bedarf auch für die Vermessung mehrerer Anlagen verwenden. Der Sensor wird vom Werk aus mit einem Qualitätsprüf-Zertifikat geliefert. Optional ist auch eine DAkkS-Kalibrierung nach DIN/ISO IEC 17025 möglich.

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