Systemverkabelung

So erfolgt die einfache Migration von der S5- auf die S7-Steuerung

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Die Anbindung erfolgt in vier Schritten: Zuerst wird der S5-Frontstecker von der S5-Steuerung entfernt. Dann steckt der Anwender den Inbetriebnahme-Adapter auf die S5-Steuerung. Im nächsten Schritt schwenkt er den S5-Frontstecker auf den Inbetriebnahme-Adapter. Abschließend wird das offene Kabelende an die S7-Baugruppe angeschlossen.

Auf diese Weise lässt sich überprüfen, ob die Kommunikation zwischen der bestehenden Feldverdrahtung der S5- und der neuen S7-Steuerung reibungslos funktioniert. Da die neue Steuerungseinheit temporär vor dem Schaltschrank angeordnet ist, kann der Ursprungszustand jeder in der Maschine oder Anlage installierten Baugruppe innerhalb von Sekunden wieder hergestellt werden. Arbeitet die Anwendung mit der neuen Steuerung einwandfrei, wird das S5-Gerät ausgetauscht. Zu diesem Zweck stehen die bereits beschriebenen S5/S7-Adapter zur Verfügung.

Systemverkabelung erlaubt schnelle Um- und Rückschaltung

Allein wegen der mechanischen Abmessungen ist es eine Herausforderung, einen S5-115U- oder S5-135U-Frontstecker auf eine S7-Baugruppe zu stecken. Für die Migration von der S5- auf die S7-300-Steuerung werden Umsetz-Adapter angeboten, die in einem separaten Rack montiert sind. Die Umsetz-Adapter nehmen frontseitig die S5-Frontstecker mit angeschlossener Feldverdrahtung auf und verbinden sie auf eine 50-polige Steckerleiste. An dieser Stelle kommen Verdrahtungssysteme wie die Systemverkabelung von Phoenix Contact ins Spiel. Konfektionierte Rundkabel koppeln die 50-polige Steckerleiste an die neue S7-Baugruppe an. Der Anschluss ist auch hier steckbar über Frontstecker der Systemverkabelung ausgeführt. Aufgrund des Zusammenspiels zwischen Umsetz-Adapter und Systemverkabelung kann der Anwender innerhalb von Sekunden von der S5- auf die S7-Steuerung und retour umschalten. Damit wird eine wesentliche Forderung bei der Migration erfüllt.

Wurde in der Vergangenheit bei der Neuinstallation von Maschinen oder Anlagen schon ein steckbares Verdrahtungskonzept wie die Systemverkabelung eingesetzt, um die S5-Baugruppen zu verdrahten, gestaltet sich die Umrüstung auf S7-Baugruppen einfach. Die Systemverkabelung von Phoenix Contact setzt sich aus verschiedenen, aufeinander abgestimmten Komponenten zusammen:

  • Frontadapter, die die I/O-Signale über Steckverbinder integrieren;
  • vorkonfektionierte und geprüfte Systemkabel in allen Längen;
  • hutschienenmontable Anschaltmodule, mit denen die I/O-Signale vom hochpoligen Steckverbinder auf die Anschlussklemme umgesetzt werden. Die Verbindung von Feld- und Rangierebene erfolgt dann in Einzelader-Anschlusstechnik.

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