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Software Testen in der Cloud: Automatisiertes Testen in virtualisierten Umgebungen

Autor / Redakteur: Matthias Pruksch u.a.* / Reinhard Kluger

Das vom Freistaat Bayern geförderte Projekt „Modellzentrierter Test in virtualisierten Testumgebungen – Test@Cloud“ kombiniert moderne Methoden des Softwaretests mit den Vorteilen des Cloud-Computing. Die Folge: Neue Ansätze zum effizienten und skalierbaren Testen von Software.

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Neue Ansätze zum effizienten und skalierbaren Testen von Software.
Neue Ansätze zum effizienten und skalierbaren Testen von Software.
(Sepp.med)

Zum Hintergrund: Das Erstellen und Durchführen von Softwaretests ist ein sowohl zeit- als auch ressourcenintensiver Prozess, bei dem es wichtig ist, eine hohe Qualität in kurzer Zeit bei niedrigen Kosten zu erreichen. Um dies zu erreichen, bietet der Ansatz bei Test@Cloud gleich zwei entscheidende Vorteile: Zum einen lassen sich durch den Einsatz des modellzentrierten Tests (.mzT) die Testfälle automatisch aus dem Testmodell der Anwendung generieren. Zum anderen kann die Ausführung einzelner Testfälle weitgehend unabhängig voneinander erfolgen, und ist daher besonders gut für die Verteilung in der Cloud geeignet.

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Gebündeltes Expertenwissen

Durch das Paradigma des Cloud-Computing ­ die bedarfsgerechte Bereitstellung von Ressourcen – ist auch bei Spitzenlasten eine maximal schnelle Abarbeitung der Testfälle sichergestellt. Doch auch wenn die Rechenkapazität in der Cloud kein Problem darstellt, bleibt als potentielles Nadelöhr die Datenverbindung zum Cloud-Provider. Durch den Einsatz von modellzentriertem Testen ist es hier ausreichend, das Modell zu übertragen und sowohl die Erzeugung als auch die Durchführung der Tests direkt in der Cloud zu bewerkstelligen. Für die Umsetzung bündelt die sepp.med gmbh aus Röttenbach ihr Expertenwissen im Bereich der Software Qualitätssicherung mit dem Know-How Parallelisierung und Virtualisierung des von Prof. Fey geführten Lehrstuhls für Rechnerarchitektur der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Infrastruktur der Cloud realisieren

Wichtigster Bestandteil und Grundlage für die Umsetzung des Vorhabens ist die Cloud-Infrastruktur. Diese wurde vom Lehrstuhl für Rechnerarchitektur aufgebaut und wird von diesem vor Ort in Erlangen betrieben. Dadurch bleibt die häufig als problematisch empfundene Datensicherheit gewahrt. Aktuell können bis zu 30 mittels Infiniband-Netzwerk verbundene Rechenknoten (Hosts) mit insgesamt 120 CPU-Kernen, mehr als 100 GB Hauptspeicher und mehreren TB an Festplattenspeicher für die Ausführung von virtuellen Maschinen (VMs) genutzt werden. Als Middleware kommt OpenNebula [1] zum Einsatz. Diese ermöglicht neben der Verwaltung der physikalischen Ressourcen (Hosts und Netzwerk) vor allem auch eine Konfiguration der virtualisierten Ressourcen: VM-Templates, VM-Images, sowie den Zugriff auf laufende VMs.

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