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Kompaktsteuerung Vom Steuerrelais zum Automatisierungssystem

| Redakteur: Reinhard Kluger

Moeller schließt die Lücke zwischen Steuerrelais und speicherprogrammierbarer Steuerung: easy Control heißt das neue Mitglied der bekannten Produktfamilie. Das leistungsfähige CoDeSys-Programmiersystem, die vorhandenen Standard-Kommunikationsschnittstellen wie Ethernet und CANopen oder das komfortable Datei- und Rezepturhandling auf der Standard-Speicherkarte sind nur einige der besonderen Produkteigenschaften. Sie bilden die Basis für das einfache Umsetzen innovativer Lösungskonzepte.

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Etwas mehr als nur Standard: freigrafischer Funktionsplaneditor hilft beim Engineering.
Etwas mehr als nur Standard: freigrafischer Funktionsplaneditor hilft beim Engineering.
( Archiv: Vogel Business Media )

Es ist bekannt, erfolgreich und wird ständig weiter entwickelt: Vom Steuerrelais der Produktfamilie easy hat Moeller, Bonn, zahlreiche CPU-Versionen mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten im Programm, ein breites Sortiment an I/O-Modulen sowie Netzwerkanbindungen zu den bekannten Feldbussystemen wie Profibus, AS-Interface, DeviceNet und CANopen. Auch das Anbinden an Ethernet ist möglich. Die komfortable Programmierung mit easy Soft unterstützt dabei das Erstellung des Anwenderprogramms. Optimiert auf die Zielgruppe von Elektrotechnikern und Einsteigern in die Automatisierungstechnik, gilt es als das optimale Werkzeug zum Umsetzen einfacher Anwendungen auf easy-Steuerungen. Aber es kann mehr.

Steigt der Automatisierungsumfang und auch die Komplexität der Applikation, sind Programmiersysteme erforderlich, die dem internationalen Standard EN 61131-3 entsprechen. Die hier vorhandenen Programmiersprachen Anweisungsliste, Kontaktplan, Funktionsplan, Ablaufsprache und Strukturierter Text sowie Hilfsmittel zur effizienten Strukturierung der Aufgabenstellung unterstützen die Umsetzung erweiterter Applikationsanforderungen. Moeller setzt bereits seit Jahren bei den Steuerungen XC100/200 und den XV-Touch-Display-Steuerungen das CoDeSys-Programmiersystem von 3S ein. Die weite Verbreitung, hervorragenden Leistungsmerkmale und die einfache Handhabung sind Garanten für ein erfolgreiches Umsetzen von Automatisierungsprojekten.

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Mit einer leistungsstärkeren Steuerungsfamilie von easy Control verbindet Moeller nun das bedienerfreundliche und einfache Konzept mit den Vorzügen der Standard-Programmierung nach EN61131-3. Selbstverständlich wird auch hier das CoDeSys-Programmiersystem verwendet. Es geht in der Leistungsfähigkeit weit über die Standardanforderungen der EN61131-3 hinaus. Neben den im Standard definierten Programmiersprachen wird zusätzlich der freigrafische Funktionsplaneditor CFC (Continous Function Chart) angeboten. Möglichkeiten zur Simulation des Anwenderprogramms, der integrierte Feldbuskonfigurator, die sehr leistungsfähigen Test- und Inbetriebnahmefunktionen und die integrierte Visualisierung sorgen für das rasche und komfortable Umsetzen der Applikationsanforderung. Der Bonner Automatisierer deckt folglich mit nur zwei Programmierstandards den kompletten Automatisierungsbereich ab.

Systemisch integriert

Die neue Steuerungsfamilie fügt sich nahtlos in das bestehende System ein. Die EC4-200-Steuerungen nutzen dabei das bereits bestehende umfangreiche Sortiment. Die Vielzahl der E/A-Erweiterungsmodule kann ebenso verwendet werden wie die vorhandenen Slave-Netzwerkmodule zum Ankoppeln an übergeordnete Feldbusmaster. Selbstverständlich gilt der erweitere Temperaturbereich von -25 bis +55Grad.

EC4-200 Kompaktsteuerungen sind für die Umsetzung kleiner bis mittlerer Automatisierungsanforderungen ausgelegt. Der 16-Bit-Prozessor sorgt dabei für die hohe Rechenleistung und somit niedrige Zykluszeiten. Auch Programm- und Datenspeicher sind mit 256/224 KB großzügig dimensioniert. Die EC4-200-Steuerungen gibt es in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Die Geräte verfügen über 12 digitale Eingänge, wovon bis zu vier als Analogeingänge nutzbar sind. Acht Transistorausgänge oder sechs Relais stehen auf der Ausgangsseite zur Verfügung. Varianten mit und ohne Display sowie unterschiedliche Ausprägungen in Analogverarbeitung und verschiedene Kommunikationsschnittstellen sind weitere Möglichkeiten, das für die jeweilige Anwendung optimale Gerät auszuwählen. Insgesamt werden sechzehn Gerätevarianten angeboten. Alle Geräte enthalten eine Echtzeituhr. Die Geräte sind wartungsfrei, es wird keine Batterie benötigt.

Der easy-Anwender kennt das einfache NET-Interface, das dank Plug-and-Play-Technologie eine einfache Netzwerkkommunikation erlaubt. Bis zu acht Geräte können über eine Distanz von maximal 1000 Meter miteinander kommunizieren. Möchten Anwender jedoch Standard Feldbusgeräte anschließen, ist ein Standard Feldbussystem notwendig. Auf allen EC4-200 Geräten ist neben dem Netzwerk auch ein Standard-CANopen-Feldbusmaster integriert. Die Anbindung unterschiedlichster Feldbusteilnehmer wie Visualisierungssysteme, dezentrale E/A Systeme oder Antriebe erweitern die Anwendungsmöglichkeiten erheblich. Ebenso lässt sich auf die Steuerung über das Netzwerk zugreifen. Auch unterlagerte Steuerungen können so von zentraler Stelle aus komfortabel programmiert und diagnostiziert werden.

Speicherkarten dienen dem einfachen „Vor-Ort“-Update von Anwenderprogramm oder der Aktualisierung von Rezepturdaten. Die Speicherkarte der Steuerungen bietet jedoch noch mehr Funktionalität. Das Standard-Dateisystem erlaubt das Lesen und Beschreiben der Speicherkarte von der SPS genauso wie über jeden PC. Rezepturdaten oder von der SPS abgelegte Mess- und Betriebswerte lassen sich so auf einfache Art und Weise auslesen und weiterverarbeiten.

Ethernet on board

Die Vielzahl der Möglichkeiten und der damit verbundene Nutzen von Ethernet werden immer mehr auch in der Automatisierung genutzt. Ein großes Angebot an Infrastrukturkomponenten erleichtert den Aufbau entsprechender Vernetzungsstrukturen. Was fehlt sind preiswerte Kompaktsteuerungen mit integrierter Ethernet-Schnittstelle, die sich direkt in solche Netzwerke einbinden lassen. Die aktuelle Realisierung dieser Anforderung besteht aus der Verwendung zusätzlicher Umsetzer, die die meist serielle Schnittstelle der SPS auf Ethernet umsetzen. Dies verteuert natürlich die Automatisierungskosten erheblich. Die Lösung hierfür sind EC4-200-Varianten mit integrierter Ethernet-Schnittstelle. Fernprogrammierung von beliebiger Stelle, Datenaustausch zu übergeordneten Systemen (z.B. via OPC), hohe Geschwindigkeit, einfaches Anbinden an die Office-Welt sind typische Anwendungsmöglichkeiten. Einer preiswerten und einfachen Integration auch kleinerer Anwendungen in ein Ethernet Umfeld steht somit nichts im Wege.

Heribert Einwag, Produktmanager Automatisierung, Moeller: „Zahlreiche Anwendungen im Bereich der mittleren Automatisierungstechnik sind von einer überschaubaren Komplexität geprägt. Weil in diesem Bereich die Kosten für die Automatisierungslösungen einem hohen Druck unterliegen, kommt natürlich dem „genau passenden“ System eine große Bedeutung zu. Kleinsteuerungen spielen hier Ihre Stärke aus. Deutlich wird dies vor allem bei den Kompaktsystemen, die schon lange mehr bieten als eine CPU mit integrierten digitalen Ein- und Ausgängen.

Eine Vielzahl verschiedenster Technologiefunktionen ist heute Standardausstattung. Angefangen vom integrierten hochauflösenden Analogeingang mit entsprechendem PID-Regler über schnelle (50-kHz- und mehr) Zähler und Ausgängen zum direkten Ansteuern von Schrittmotoren. Darüber hinaus wird ein Programmierstandard nach IEC-61131 sowie das Anbinden an etablierten Feldbussystemen erwartet. Kleinsteuerungen mit integrierter Ethernetschnittstelle bieten darüber hinaus beste Voraussetzungen für den einfachen Datenzugriff über OPC, Fernprogrammierung oder den Datenaustausch zu den „großen“ übergeordneten Systemen.“

Moeller, Tel. +49(0)228 6022535

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