Antriebsachse Auslegerachsen im Baukastensystem sind flexibel konfigurierbar

Redakteur: Reinhard Kluger

Portalachsen, Auslegerachsen, Teleskopachsen, Lineartische und Mehrachssysteme bilden einen Baukasten, aus dem der Maschinenbauer seine Lösungen einfach und flexibel konfigurieren kann. Komplett montierte und vorverkabelte Achsen bilden dabei eine mechatronische Baugruppe.

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Die Auslegerachse Lexium CAS 4 als Komponente einer dreiachsigen Anwendung. (Bilder: Schneider)
Die Auslegerachse Lexium CAS 4 als Komponente einer dreiachsigen Anwendung. (Bilder: Schneider)
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Produktfamilie „Lexium Linear Motion“ bietet Schneider Electric dem Anwender ein ausgefeiltes Baukastensystem, bestehend aus Portalachsen, Auslegerachsen, Teleskopachsen, Lineartischen und Mehrachssystemen. Damit lässt sich eine Vielzahl von Anwendungen lösen. Der Anwender hat die Wahl aus einer breiten Palette von Möglichkeiten, angefangen bei der „nackten“ Mechanik bis hin zu vormontierten und verkabelten Baugruppen, bestehend aus der Mechanik, Endlagenschaltern und — falls er-forderlich — den Getrieben. Die elektrische Antriebstechnik bietet dabei eine breite Palette von Möglichkeiten: vom Schrittmotor bis hin zu Servomotoren mit verschiedenen Eigenträgheitsmomenten. Außerdem kann der Anwender zwischen Antrieben mit „klassischem“ Aufbau und intelligenten integrierten Antrieben auswählen. Diese werden nach seinen Spezifikationen zusammengestellt. Jüngster Spross der Baureihe ist die Ausleger-Achse Lexium CAS 4, die das breit angelegte Angebot abrundet. Damit wird es jetzt noch einfacher, lineare Achssysteme, die dynamisch in einen Arbeitsraum eingefahren werden müssen, mit guten Leistungsdaten zu realisieren. Zudem sind sie für höhere Lasten ausgelegt als ihre Vorgänger, und erschließen damit zusätzliche Möglichkeiten.

Wahlweise auch antistatisch

Die Auslegerachse besteht aus einem feststehenden Antriebsblock, mit dem die Achse an der mechanischen Maschinenkonstruktion befestigt wird. Motoren werden über eine Klemmkupplung angeschlossen. Der bewegte Teil der Achse besteht aus einem Aluminiumprofil, das mit einem Zahnriemen, der wahlweise auch in antistatischer Ausführung erhältlich ist, angetrieben wird. Die Führung erfolgt über Rollen oder über eine Kugelumlaufführung, je nach Last und Genauigkeitsanforderung des Anwenders. Die Last kann wahlweise an den Enden des Profils oder seitlich durch Nutzung der im Profil vorhandenen T-Nuten erfolgen.

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Es stehen verschiedene Varianten der Auslegerachse mit folgenden Maximalwerten zur Verfügung:

  • maximale Last 50 kg/2150 N,
  • 1200 mm Verfahrweg,
  • Maximalgeschwindigkeit 3 m/s und
  • Wiederholgenauigkeit ± 0,05 mm (50 µm).

Hohe Lasten über längere Strecken

Die Lexium CAS4 Auslegerachse ist für Anwendungen vorgesehen, bei denen hohe Lasten über längere Strecken bei hoher Dynamik bewegt und präzise positioniert werden müssen. In diesem Anwendungsbereich mit hohen Kräften und Drehmomenten kommen bietet sich die Ausführung mit Kugelumlaufführung an. Für weitere Anwendungen empfiehlt sich die Ausführung mit Rollenführung, die eine besonders kosteneffektive Lösung darstellt.

Als Komplettlösung ist die Auslegerachse mit der gesamten Palette der elektrischen Antriebstechnik von Schneider Electric erhältlich. Optional können

  • Servomotoren der Baureihen BMH und BSH mit verschiedenen Antriebsverstärkern,
  • Schrittmotoren der Baureihe BRS, oder:
  • intelligente integrierte Antriebe, bei denen Antriebsverstärker und Ansteuerelektronik direkt auf dem Motor montiert sind

mit den Auslegerachsen zu einer funktionalen Einheit kombiniert werden. Optional sind Sensoren zur Erfassung der Endlagen erhältlich. Der Anwender kann so auf eine vom ihm spezifizierte komplett montierte und vorverkabelte Achse als mechatronische Baugruppe zurückgreifen.

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