Digitalisierung Bitkom-Studie: 15 Millionen wollen Homeoffice auch nach der Pandemie

Redakteur: Sebastian Hofmann

Eine Mehrheit der Berufstätigen macht positive Erfahrungen mit mobilem Arbeiten. Das geht hervor aus einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom.

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10,5 Mio. Menschen in Deutschland arbeiten dauerhaft von zuhause aus.
10,5 Mio. Menschen in Deutschland arbeiten dauerhaft von zuhause aus.
(Bild: ©fizkes - stock.adobe.com)

Der Untersuchung zufolge arbeitet aktuell fast jeder Zweite zumindest teilweise von zuhause aus – das sind knapp 19 Mio. Menschen in Deutschland. 10,5 Millionen von ihnen sind sogar ausschließlich im Homeoffice. Doch damit nicht genug: Laut Hochrechnungen des Bitkom wird auch nach Ende der Pandemie mehr als jeder Dritte (14,7 Millionen) den Arbeitsort flexibel wählen. Über 3 Mio. Berufstätige werden dauerhaft zuhause bleiben.

„Wichtig sind jetzt Anreizsysteme für Arbeitgeber und Arbeitnehmer von der Politik“, unterstreicht Verbandspräsident Achim Berg. „Zum Beispiel sollten Beschäftigte für Homeoffice-Tage 50 Prozent der Pendlerpauschale geltend machen können. Schließlich entlasten sie damit den Verkehr und schonen die Umwelt.“ Auch Ausgaben für den häuslichen Arbeitsplatz sollen mit bis zu 1.250 Euro pauschal als Werbungskosten angesetzt werden können.

Bessere Arbeitsergebnisse im Homeoffice

Eine weitere Erkenntnis der Befragung: Wer zuhause arbeitet, schätzt seinen Job im Vergleich zum Büro als produktiver ein und ist zufriedener mit den Ergebnissen. Dabei arbeiten die meisten im Homeoffice obendrein länger als im Büro.

Als weitere Pluspunkte des mobilen Arbeitens nennen die Befragten noch folgende Punkte:

  • Weniger Stress und mehr Zeit, weil der Arbeitsweg wegfällt (sagen 80 %),
  • bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (sagen 60 %),
  • höhere zeitliche Flexibilität (sagen 40 %),
  • Möglichkeit eines gesundheitsbewussteren Lebensstils (sagen 30 %) und
  • weniger Störung durch Kollegen (sagen 30 %).

„Arbeitgeber, die Homeoffice kategorisch ablehnen, werden für Mitarbeiter und Bewerber zunehmend unattraktiv“, warnt Berg. „Auch nach der Pandemie wird es noch Präsenzzeiten geben – aber wann, wo und wie wir arbeiten, wird deutlich flexibler gehandhabt werden als vor Corona.“

Hinweise zur Methodik

Grundlage der Angaben ist eine Befragung von 1.503 Erwerbstätigen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Die Studie ist repräsentativ.

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